Zu viel UV-Licht ist ungesund!

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Zwischen Mai und September strahlt sie besonders hell in unseren Breiten. Die Sonne ist ein alltäglicher Begleiter, der für das menschliche Wohlbefinden von immenser Bedeutung ist. Denn sie steuert zum Teil unseren Neurotransmitter- und Hormonhaushalt. Darum gibt es Menschen, die sich während der dunkleren Monate nicht so wohl fühlen.

Doch die Sonne birgt auch Gefahren in sich. Zu wenig davon macht krank. Zu viel allerdings auch. Speziell in den letzten Jahren zeigt sie sich in den Sommermonaten sehr aggressiv. Das von ihr ausgestrahlte UV-Licht kann zu Verbrennungen, Hautkrankheiten und im schlimmsten Fall sogar zu Hautkrebs führen. Auch ungeschützte Augen leiden unter direkter Sonneneinstrahlung.

Deshalb sollte man sich so gut als möglich schützen, um die wärmende Kraft der Sonne bedenkenlos genießen zu können. Zu diesem Zweck möchten wir dir heute eine Reihe von Tipps für den nächsten Sommerurlaub mitgeben.

So kannst du dich schützen

Kleidung

Unsere Kleidung ist die wichtigste Barriere gegen zu viel Sonneneinstrahlung. Dabei gilt: Ist der Stoff besonders engmaschig gewebt, bietet er guten Schutz. So kann die Sonne nicht mehr so leicht durchdringen. Zwar sind leichte Stoffe angenehm luftig, bieten aber oft nicht ausreichend Schutz.

Darüber hinaus sollte man wissen, dass dunkle Kleidung besser schützt, als helle. Mittlerweile gibt es auf dem Textilmarkt sogar spezielle UV-Schutz-Kleidung. Diese findest du zum Beispiel im Sportfachhandel.

Die folgenden drei Kennzeichnungen zeugen von gutem UV-Schutz bei Kleidungsstücken, Kappen und ähnlichem.

  • Australisch-neuseeländische Norm
  • UV-Standard 801
  • Europäischer Standard

Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei praller Sonne an wolkenlosen Tagen möglichst wenig Haut zu zeigen. Trotz UV-geschützter Kleidung sollte man zwischendurch aus der Sonne gehen und den Körper mit Sonnenschutz eincremen. Außerdem solltest du versuchen, eine gute Balance zwischen Sonnenschutzkleidung und luftiger Kleidung zu finden. Es bringt nichts, völlig bedeckt herum zu laufen, wenn man davon einen Hitzschlag bekommt.

Hautpflegeprodukte und Sonnencreme

Wer sich lange direkter Sonnenbestrahlung aussetzt, sollte freiliegende Körperstellen mit einer Sonnencreme schützen. Milde Sonnencremes für Kinder gibt es mit den verschiedensten Lichtschutzfaktoren. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie gut eine Sonnencreme vor UV-Strahlung schützt. Je höher dieser Faktor ist, umso besser schützt die Creme. Hellere Hauttypen sollten zu Cremes mit höherem Lichtschutzfaktor greifen, da sie wesentlich schneller einen Sonnenbrand bekommen können, als dunklere.

Nach dem Sonnenbad empfiehlt es sich, die Haut gut mit einer Bodylotion oder ähnlichem einzucremen. So erhält sie die Feuchtigkeit zurück, die sie nach dem Sonnenbad ganz dringend benötigt.

Sonnenbrille

Die UV-Strahlung der Sonne ist nicht nur für die Haut eine gefährliche Sache, die mitunter sogar schädlich werden kann. Auch unsere Augen sind in dieser Hinsicht recht empfindlich. Grundsätzlich sollte man daher nie direkt in die Sonne blicken.

In den lichtintensiveren Monaten eignen sich Sonnenbrillen hervorragend zum Schutz der Augen. Dabei solltest du darauf achten, eine gute Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz zu tragen. Informiere dich beim Händler darüber, ob die gewünschte Sonnenbrille auch vor UV-Strahlen schützt. Denn nicht alle Brillen, die gut aussehen, wirken auch gut.

Cäppi und Co.

Zur Vorbeugung gegen hohe Hitzeeinwirkung am Kopf eignen sich Kappen, Kopftücher und Co. Speziell bei längeren Wanderungen und Sonnenbädern unter direkter Sonneneinstrahlung solltest du nicht darauf verzichten. Ansonsten riskierst du nämlich einen Sonnenstich. Dieser kann durch die damit verbundenen Beschwerden ganz schön unangenehm werden.

Ordentlich durchgebraten: Solariumsbräune ja oder nein?

Die Nutzung von Solarien ist laut einer französisch-deutschen Studie wesentlich riskanter, als das Sonnenbad unter freiem Himmel. Denn das Hautkrebsrisiko verdoppelt sich, wenn man sich im Solarium bräunt.

Leider benutzen viel zu viele Minderjährige ein Solarium zum bräunen. Eigentlich sind die Solarienbetreiber dazu verpflichtet, Jugendlichen den Zugang zu ihren Geräten zu verbieten. Trotzdem gibt es immer wieder schwarze Schafe. Das Verbot der WHO (Das ist die Weltgesundheitsorganisation), das Jugendlichen den Solariengang untersagt, wurde nicht ohne Grund erlassen. Denn nach Aussagen der WHO ist die dort vorhandene UV-Strahlung einer der gefährlichsten, krebserregendsten Umwelteinflüsse für den menschlichen Körper.

Auch, wenn du braun sein möchtest, solltest du deiner Haut nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr zumuten (egal, ob künstlich oder natürlich). Viele Solarienbetreiber machen Werbung damit, dass man durch den Solariengang viel gesundes Vitamin D erhält. Denn der Körper benötigt UV-Licht um Vitamin D zu bekommen. Was viele nicht wissen: Um den Tagesbedarf zu decken, reicht schon ein 20-minütiger Spaziergang (im Sommer, untertags) aus.

Es ist daher absolut nicht nötig für Jugendliche, sich in ein Solarium zu legen! Außer, man möchte mit 30 Jahren unbedingt eine schlaffe, faltige Haut haben. Denn Sonnenlicht lässt unsere Haut altern. Je mehr wir uns der Sonne aussetzen, umso fataler wirkt sich das auf unsere Hautgesundheit aus.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand und Sonnenstich

Verbrennung durch zu viel Sonne: Sonnenbrand

Sonnenbrände sind leichte Verbrennungen der Haut, die durch zulangen Aufenthalt unter der Sonne verursacht werden. Hellhäutige Personen können schneller einen Sonnenbrand bekommen, als dunklere Typen. Deshalb sollten vor allem rothaarige Kids und Jugendliche bei Sonnenschein nicht ohne Sonnenschutz aus dem Haus gehen. Sie benötigen außerdem einen höheren Lichtschutzfaktor bei Sonnencremes, als andere.

Ein Sonnenbrand kann in den folgenden Schweregraden auftreten:

  • Grad 1: rote, brennende Haut und evtl. Juckreiz
  • Grad 2: Bildung von Blasen
  • Grad 3: Zerstörung der obersten Hautschicht und Ablösung der Haut

Das kannst du gegen den Sonnenbrand tun

Bei einem Sonnenbrand ersten Grades (siehe oben), sollte man zuerst die betroffenen Hautpartien abkühlen. Dazu verwendet man wasserhaltige Cremes und Lotions. Außerdem sollte man darauf achten, besonders viel zu trinken (am besten Wasser). Sonst kann es infolge des Sonnenbrands zu einer Funktionsstörung der Nieren kommen. Linderung verschafft man sich auch durch das Auflegen feuchter, kühler Tücher oder Kompressen.

Alles, was über einen Sonnenbrand ersten Grades hinausgeht, sollte zum Besuch beim Hautarzt oder einem Allgemeinmediziner (Hausarzt) führen. Er kann dir weiterhelfen, indem er dir Auskunft über passende Behandlungsmethoden gibt.

Beim Sonnenbrand dritten Grades muss man unbedingt ins Krankenhaus. Dort bekommt man Flüssigkeit via Infusion verabreicht. Darüber hinaus ist die Zufuhr von Elektrolyten, Kortison und Antibiotika in manchen Fällen notwendig. Die betroffenen Hautpartien werden fachgerecht gekühlt und gepflegt. Sonnenbrände dieser Art kommen allerdings eher selten vor.

Tipp am Rande: Babys und kleinere Kinder müssen unbedingt zum Arzt, wenn sie einen Sonnenbrand haben. Dabei spielt der Schweregrad des Sonnenbrands keine Rolle.

Gefahr Sonnenstich

Ein Sonnenstich tritt dann auf, wenn man sich sehr lange unter einer hohen Umgebungstemperatur aufhält. Speziell, wenn man dabei Sport betreibt kann der Sonnenstich mitunter sehr schnell auftreten. Durch die Sonneneinstrahlung kommt es zu einer Reizung der Hirnhaut, was wiederum zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung) führen kann. In schweren Fällen muss man mit dauerhaften Schädigungen des Gehirns rechnen. Ein Sonnenstich ist also keinesfalls eine harmlose Angelegenheit.

So fühlt sich ein Sonnenstich an:

  • geröteter Kopf
  • Nackenschmerzen
  • Nackensteifigkeit
  • Kopfschmerzen, Schwindel
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Ohrensausen
  • Bewusstlosigkeit und Kreislaufzusammenbruch
  • Fieber

Obwohl auch der Sonnenstich durch zu hohe Temperaturen entsteht, ist es etwas anderes, als ein Hitzschlag. Beim Sonnenstich liegen die Körpertemperaturen, im Gegensatz zum Hitzschlag, nämlich im normalen Bereich. Denn der Sonnenstich betrifft vor allem den Kopf. Manchmal treten die oben genannten Symptome erst einige Stunden nach dem Sonnenbad auf.

Kinder sind gefährdeter, einen Sonnenstich zu bekommen, als Erwachsene. Das liegt daran, dass ihre Schädeldecke noch recht dünn ist und somit kaum Schutz vor der Sonne bietet. Ganz kleine Kinder haben außerdem noch wenig Haar, das sie schützen könnte.

Beim Spielen im Freien oder dem Baden in See und Meer vergisst man schon einmal die Zeit. Da kann es passieren, dass man sich einen Sonnenstich holt.

Das kannst du gegen den Sonnenstich tun

Vorbeugung ist die beste Medizin. Trage stets eine Kopfbedeckung, wenn du dich in der Mittagshitze draußen aufhältst. Speziell, wenn du eine Kurzhaarfrisur hast, solltest du diese Regel beachten.

Ist der Sonnenstich bereits eingetreten, gibt es folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Ab in den Schatten! Lege dich flach auf den Boden. Den Kopf kannst du etwas höher lagern.
  • Kühlung ist das Zauberwort. Feuchte Tücher oder Kältekompressen auf Nacken und Kopf bringen wohltuende Linderung.
  • Verschlechtert sich dein Zustand, solltest du Hilfe rufen. Ein Notarzt kann eine Diagnose erstellen und dich für weitere Schritte ins Krankenhaus bringen.
  • Du kümmerst dich um jemanden, der einen Sonnenstich hat? Achte darauf, ob er noch bei Bewusstsein ist. Kontrolliere regelmäßig die Atmung. Verliert dein Patient das Bewusstsein, so bringe ihn in die stabile Seitenlage. Rufe unbedingt die Rettung oder einen Notarzt an!

Meistens klingen die Beschwerden innerhalb einiger Tage wieder vollständig ab.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.
Was bedeutet…

  • Lichtschutzfaktor
  • WHO
  • Meningitis

2) Dürfen Kids und Jugendliche ins Solarium gehen? Begründe deine Antwort!

3) Wie kannst du dich vor gegen die UV-Strahlung der Sonne schützen?

4) Was ist zu tun, wenn man einen Sonnenbrand hat? Schreibe auf, was du dir gemerkt hast.

Foto: mangostock / bigstockphoto.com

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