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Gesundheit des Babys



Gesundheit des Babys

Hier erfährst Du alles über die Gesundheit Deines Babys – von den Gründen für eine Frühgeburt, über Windelentzündung und Zähnchen putzen bis hin zu einer gesunden Ernährung. Denn für eine normale Entwicklung steht die Gesundheit des Babys im Vordergrund. Wir klären Dich  über die nötigen Vorsorgeuntersuchungen auf und welche Hygienemaßnahmen die Gesundheit des Babys fördern können.

 

Die Vorsorgeuntersuchungen

In den ersten Lebensmonaten muss Dein Baby zu verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen, in denen die Gesundheit des Babys untersucht wird. Neben einem Routinecheck überprüft der Arzt die geistige und körperliche Entwicklung des Babys und misst die Größe und das Gewicht. Diese Untersuchungen werden in U1 bis U5 eingeteilt. Die U1 findet direkt nach der Geburt statt. Auch U2 wird meistens noch im Krankenhaus durchgeführt.

Die U3 findet in der 4. bis 6. Lebenswoche statt, hier werden u.a. die Funktionen der Sinnesorgane und der Reflexe überprüft. Zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat folgt dann die U4, bei der neben dem Routinecheck die altersgemäße Entwicklung Deines Babys im Vordergrund steht. in einem Alter von 7 Monaten muss Dein Baby dann zur U5, wo ebenfalls die geistige und motorische Entwicklung überprüft werden und nochmals ein Hörtest vorgenommen wird.

Alle Ergebnisse zur Gesundheit des Babys werden in einem Untersuchungsheft festgehalten, das Du direkt nach der Geburt erhältst.

 

Schaden Impfungen der Gesundheit des Babys?

Es gibt immer mehr Kritiker von Impfungen bei Babys, die sich die Frage stellen, welche Impfung ist überhaupt dringend notwendig oder sollte ich mein Kind überhaupt impfen lassen?

Besonders bei Babys sind Impfungen gegen die gefährlichsten Krankheiten sehr ratsam. Dein Baby kann zwar anzeigen, dass es ihm nicht gut geht, aber häufig werden die ersten Symptome fehlinterpretiert, denn es kann Dir noch nicht sagen, wo es weh tut oder warum es ihm nicht gut geht. Davon abgesehen ist das Immunsystem von Neugeborenen noch nicht vollständig entwickelt, wodurch das Risiko eine Krankheit zu bekommen, noch höher ist.

Daher sollten Babys zumindest gegen Wundstarrkrampf, Diphterie, Hib, Keuchhusten, Polio, Hepatitis B, Masern, Röteln und Mumps geimpft werden. Diese Krankheiten können unangenehme Symptome wie hohes Fieber, Erbrechen oder Ausschlag hervorrufen und sehr gefährlich werden. Einige dieser Impfungen sollten bereits im 3. Lebensmonat durchgeführt werden.

Viele Kindertagesstätten nehmen Eltern diese Entscheidung mittlerweile ab und nehmen nur Kinder auf, die gegen bestimmte Krankheiten geimpft sind.

Gesundheit des Babys – Hygiene und Körperpflege

Auch Babys müssen regelmäßig und gründlich gewaschen werden und wenn die ersten Beißerchen da sind, müssen auch ohne Süßigkeiten die empfindlichen neuen Zähne geputzt werden. In unseren Artikeln erfährst Du jede Menge über das Baden des Babys, die Nagelpflege und die richtige Mundhygiene, bereits vor dem ersten Zahn.

 

Hygiene bei Babys

Es stimmt, dass das Immunsystem bei Babys noch nicht vollständig entwickelt ist. Allerdings erfahren Babys in den ersten drei Lebensmonaten einen besonderen Schutz durch die Antikörper in der Muttermilch.

Dennoch sollten allgemeine Hygienefaktoren beachtet werden. Bevor Du oder jemand anderes Dein Baby hochnimmt, sollten unbedingt die Hände gewaschen werden. Achte außerdem darauf, regelmäßig zu Lüften und die Bettwäsche Deines Babys zu waschen, denn Bakterien vermehren sich besonders gerne an kuschelig warmen Orten.

Beim Abpumpen und Füttern mit Babyflaschen sollten unbedingt alle Teile, die mit der Muttermilch oder Deinem Baby in Berührung kommen, regelmäßig sterilisiert werden.

Natürlich solltest Du Dein Zuhause sauber halten, aber übermäßige Hygiene ist nicht nötig. Du solltest Dein Baby zwar schützen, aber ein paar Keime beeinflussen die Gesundheit des Babys in der Regel nicht. Eine normale Umgebung hat immer ein paar Keime und das braucht es auch für den Aufbau eines starken Immunsystems.

 

Körperpflege des Babys

Babys richtig Baden

Natürlich solltest Du auch Dein Baby sauber halten. Allerdings ohne die empfindliche und so angenehm zarte Babyhaut anzugreifen. Deshalb ist es ausreichend beim Baden auf klares Wasser zu setzen, ohne Badezusätze.

In unserem Artikel „Tipps und Tricks rund um das Baden Ihres Babys“ erfährst Du alles, was Du über das Baden Deines kleinen Schatzes wissen solltest. Die Badetemperatur sollte um die 37 Grad betragen und das Zimmer, in dem es badet, sollte ebenfalls angenehm warm sein, da Babys schnell unter einer Verkühlung leiden können. Natürlich sollten erst Gesicht und der restliche Körper gewaschen werden, bevor die Genitalien gereinigt werden. Denn von da aus könnten sonst Bakterien verteilt werden, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Babys haben könnten.

Ebenso, wie beim Windeln wechseln, solltest Du bei Mädchen immer von der Scheide in Richtung Po wischen. Bei kleinen Jungs bitte nicht die Vorhaut zurückschieben, denn diese sitzt noch recht fest.

 

Ohren und Nase pflegen

Die Ohren säubern sich eigentlich von selber. Wenn Du sie dennoch reinigen möchtest, dann vermeide auf jeden Fall Wattestäbchen. Sie können zu Verletzungen führen und schieben das Ohrenschmalz eher weiter ins Ohr, als es herauszuholen. Besser ist ein feuchter Wattebausch, mit dem vorsichtig das kleine Ohr ausgewischt werden kann.

Auch die Nase braucht nicht besonders viel Pflege. Mach Dir keine Sorgen, wenn Dein Baby niest. Dies ist der normale Weg zur Reinigung der Nase und muss nicht unbedingt bedeuten, dass Dein Baby erkältet oder krank ist. Wenn es doch mal verstopft ist, dann kann auf einen Nasensauger zurückgegriffen werden. Dieser wurde extra für empfindliche Babynasen entwickelt.

 

Nagelpflege bei Babys

Nach Möglichkeit sollten Eltern mindestens vier Wochen abwarten, bevor sie die Fingernägel ihres Babys zum ersten Mal schneiden. Bei den Fußnägeln solltest Du sogar mehrere Monate warten. Wenn die Fingernägel einmal geschnitten wurden, dann sollte dies ungefähr alle zwei Wochen wiederholt werden, da sich Babys mit langen Fingernägeln ausversehen selber kratzen können.

Am besten ist es, die Nägel Deines Babys zu schneiden, wenn es schläft. So kann es nicht zu Verletzungen kommen, falls Dein Baby beim Nägel schneiden zu strampeln anfängt.

Mehr Infos findest Du in dem Artikel „Nagelpflege bei Babys: Was sie alles beachten müssen“.

 

Mundhygiene – auch schon vor dem ersten Zahn

Es ist nicht Pflicht, schadet aber auch nicht, wenn Du schon vor dem ersten Zahn den Kieferkamm Deines Babys mit einem feuchten Wattestäbchen oder Tuch massierst. Spätestens aber, wenn der erste Zahn da ist, muss dieser geputzt werden. Dazu kannst Du einen feuchten Wattebausch oder Lappen benutzen. Wenn es mehr kleine Zähnchen werden, dann solltest Du auf eine Babyzahnbürste zurückgreifen. Achte vor allem darauf, die Essensreste zwischen den Zähnen zu entfernen.

Doch wann kommen eigentlich die ersten Zähne? Das ist bei jedem Kind unterschiedlich. Normalerweise zeigen sich die ersten kleinen Beißerchen aber schon vor dem ersten Geburtstag. Babys haben in dieser Zeit leider unangenehme Schmerzen, aber Eltern können ihnen beim Zahnen helfen. Beißringe sind eine super Hilfe für Babys beim Zahnen, da sie den Druck im Kiefer entlasten und einen angenehm kühlenden Effekt haben, wenn Du sie vorher in den Kühlschrank legst. Auch eine vorsichtige Zahnfleischmassage durch die Eltern kann eine Wohltat für Babys sein – dafür gibt es auch tolle Fingerhüte mit Noppen. Mit ungesüßtem Kamillen- oder Salbeitee können Eltern zusätzlich das Zahnfleisch ihres Babys beruhigen.

 

Das Wickeln des Babys

Ein besonderes Augenmerk musst Du auf den süßen Po Deines Babys richten. Die Haut hier ist sehr empfindlich, sodass es durch das Tragen von Windeln schnell zu Rötungen und Entzündungen kommt. Deshalb ist es nicht nur ratsam diesen vorsichtig aber sehr gründlich beim Wickeln zu reinigen, sondern auch zu pflegen.

Es ist außerdem ratsam, wenn Du Dein Baby so oft es geht die Windel ausziehst und es nackt strampeln lässt. Viele Babys lieben diese Freiheit und die frische Luft macht den Po weniger anfällig für Bakterien.

Die Windel sollte außerdem nicht nur nach jedem Stuhlgang, sondern am besten spätestens alle drei bis vier Stunden gewechselt werden, da sich Pilze und Bakterien in dieser feuchtwarmen Umgebung besonders gut vermehren.

 

Eine gute Ernährung für die Gesundheit des Babys

Bei der Baby Ernährung ist erstmal eine Frage wichtig: Möchtest Du stillen oder nicht? Es wird empfohlen, Babys mindestens bis zum fünften Lebensmonat zu stillen. Denn in der Muttermilch sind wichtige Inhaltsstoffe, die die Entwicklung des Babys fördern und dabei helfen ein starkes Immunsystem auszubauen. Wenn Du Dein Kind an der Brust stillen kannst, dann solltest Du das auch machen. Denn abgesehen davon, dass Muttermilch gesund ist, stärkt das Stillen auch die Mutter-Kind-Bindung. Beim Stillen liegt Dein Baby ganz nah bei Dir und fühlt sich geborgen und geliebt.

In dem Artikel „Stillen – alles zu Vorteilen, Anlegen, Häufigkeit“ findest Du weitere Infos übers Stillen.

Eine Weile später ist es soweit und Dein Baby erhält die erste Breikost. Natürlich kann auch dann noch nebenbei gestillt werden. Besonders schön ist, wenn Dein Kind seine Breikost zusammen mit der ganzen Familie einnehmen und am Familienleben teilhaben kann. Ungefähr ab acht Monaten sind Babys dann bereit auch schon kleine Häppchen mit den Fingern zu halten und zu essen. Ca. ab dem 10. Monat ist es soweit und Dein Baby kann sogar schon belegte Brote mit der Familie zu Abend essen. Die meisten Kinder freuen sich besonders, wenn sie endlich das essen dürfen, was ihre älteren Geschwister oder Mama und Papa auch essen.

Hier findest Du mehr Informationen über Beikost und worauf Du dabei achten solltest.

Verschiedene Lebensmittel sollten im ersten Lebensjahr noch nicht auf dem Speiseplan Deines Babys stehen. Darunter Lebensmittel die zu Blähungen führen können, wie Kohl, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte. Auch kleine Lebensmittel wie Erbsen oder sehr klein geschnittene Nahrung sollte vermieden werden, da sich Dein Baby daran verschlucken könnte. Ebenso sollten roher Fisch und rohes Fleisch, sowie Produkte aus Rohmilch vermieden werden. Die Speisen sollten außerdem nicht zu sehr gewürzt und vor allem nicht gezuckert oder stark gesalzen sein. Auch reiner Bienenhonig, kaltgepresste Öle oder zusätzliche Milchprodukte können der Gesundheit des Babys schaden.

 

Kälte oder Hitze schaden der Gesundheit des Babys

Bei Babys sollte besonders gut darauf geachtet werden, sie besonders vor dem Wetter zu schützen – egal ob Winter oder Sommer. Viele Eltern unterschätzen, wie schnell Babys im Winter frieren. Achte also darauf, dass Dein Baby auch Zuhause immer warm genug, aber dennoch nicht zu warm, angezogen ist.

Aber auch starke Hitze kann der Gesundheit Deines Babys schaden. Die zarte Babyhaut reagiert sehr sensibel auf Sonneneinstrahlung, deshalb sollte Dein Baby nicht zu lange der Sonne ausgesetzt werden und wenn, dann nur mit einer guten Sonnencreme für Babys. Draußen solltest Du außerdem immer einen Sonnenhut oder ein Tuch für den Kinderwagen für Dein Baby mit dabei haben, um einen Hitzschlag zu vermeiden.

 

Tipps gegen 3-Monatskoliken

Bei vielen Babys kommt es um den 3. bis 4. Lebensmonat zu den berüchtigten 3-Monatskoliken. Warum genau dies so ist, ist bis heute nicht nachgewiesen. Fest steht, dass Koliken für Babys sehr unangenehm bis schmerzhaft sind und man in dieser Zeit ganz besonders auf eine magen- und darmfreundliche Ernährung achten sollte.

Wenn Dein Baby weint und die Beine anzieht und ruckartig wieder ausstreckt, dann ist es ein Zeichen für die unangenehmen Blähungen. Zur Sicherheit ist es aber immer empfehlenswert dies vom Kinderarzt überprüfen zu lassen.

Gegen 3-Monatskoliken können die sogenannte Fliegerhaltung oder eine sanfte Bauchmassage helfen. Mehr Tipps erhältst Du in dem Artikel „3-Monatskoliken – Tipps & Tricks gegen Bauchschmerzen bei Babys“.

 

Die Gesundheit des Babys – kein Hokuspokus

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Eltern sich viele Sorgen um die Gesundheit des Babys machen, aber keine Sorge, so schwierig ist das garnicht. Durch die Voruntersuchungen wird sichergestellt, dass sich Dein Baby gut entwickelt. Andere Details kommen fast von selbst. Du kennst Dein Baby am besten und weißt, wenn was nicht stimmt. Also gehe zum Arzt, wenn Du Dir unsicher bist. In den ersten Monaten erkranken Babys, die mit Muttermilch gefüttert werden eigentlich nicht, da sie durch die Antikörper in der Muttermilch geschützt werden.

Alltägliche Beschäftigungen, wie Windeln wechseln, Nägel schneiden oder Baden, spielen sich mit der Zeit von selber ein. In unserer Rubrik Gesundheit des Babys findest Du zu diesen Themen alle wichtigen Informationen.

 

Quellen:

www.kindergesundheit-info.de
www.gesundheit.de