37. Schwangerschaftswoche

48 cm
2.9 kg
Wochen
verbleibend
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SSW 37: Entwicklung des Babys
SSW 37: Entwicklung des Babys

Mit der 37. SSW beginnt der 10. Monat Deiner Schwangerschaft. Bald bist Du endlich Mama. Es ist völlig normal, dass Du etwas nervös und unsicher bist. Erfahre hier, wie weit Dein Baby in der 37. SSW entwickelt ist und welche Geburtspositionen es gibt.

 

Das passiert bei Dir

In der 37. SSW drückt Dein großer Babybauch auf Organe wie Magen und Darm. Deshalb kommen in der 37. SSW Übelkeit und Unterleibsschmerzen häufiger vor.

Deine Geduld wird in der 37. SSW auf eine harte Probe gestellt. Zum einen, weil alles mühsamer und schwieriger ist. Zum anderen, weil Du Dir jetzt vermutlich viele Gedanken über die Geburt machst.

Du kannst es kaum erwarten, bist aber gleichzeitig nervös und fragst Dich, ob das Baby zum errechneten Geburtstermin auf die Welt kommt oder früher.

Letztendlich entscheidet Dein Baby, wann es auf die Welt kommen möchte. Im weiteren Verlauf dieses Artikels erfährst Du, wie Du dich schon jetzt auf die Geburt vorbereiten kannst.

Diese 4 Geburtspositionen solltest Du kennen

Der errechnete Geburtstermin rückt immer näher – der perfekte Zeitpunkt, sich Gedanken über die bevorstehende Geburt zu machen. In diesem Abschnitt stellen wir Dir 4 Geburtspositionen vor.

Der Vierfüßlerstand

Viele Schwangere nehmen diese Position ganz automatisch während der Geburt ein. Du kniest im Bett oder auf einer Matte am Boden und beugst Deinen Oberkörper zum Beispiel auf einen Gmynastikball.

In der Wehenpause kannst Du Dich ausruhen und Kraft für die nächste Presswehe sammeln. Ein weiterer Vorteil in dieser Geburtsposition: Du kannst Dein Becken gut bewegen.

Die tiefe Hocke

Diese Geburtsposition ist super für die späte Austreibungsphase. Du sitzt entweder auf Deinen Fersen oder auf dem Gebärhocker. Dein Partner oder die Hebamme kann Dich dabei unterstützen.

Der Durchmesser Deins Beckens wird durch diese Position größer. Dein Baby kann somit besser tiefer treten. Diese Position ist allerdings sehr kraftraubend.

Hebammen empfehlen, diese Position erst in einer fortgeschrittenen Phase der Geburt einzunehmen.

Die Seitenlage

Viele Babys kommen in der Seitenlage zur Welt. Diese Position eignet sich super, wenn Du sehr erschöpft bist und Dich zwischen den Wehen ausruhen möchtest. Auch während einer PDA wird diese Position gerne genutzt.

Die Rückenlage

Wie der Name schon vermuten lässt, liegst Du bei dieser Geburtsposition auf dem Rücken. Allerdings ist hier Vorsicht geboten.

Wenn Du zu flach liegst, merkt man beim Baby häufig eine Herztonveränderung, weil es zu einen Vena-Cava-Syndrom kommen kann.

Dabei liegt Dein Baby auf der großen Hohlvene, die durch Deinen Körper läuft. Durch die Kompression wird Dein Baby schlechter versorgt.

In der Geburtshilfe gibt es aber Situationen, bei der diese Position gebraucht wird. Zum Beispiel sollten Frauen bei einer operativen Entbindung (Zangengeburt oder Saugglockengeburt) in dieser Geburtsposition liegen.

So hat Deine Hebamme den besten Überblick und kann entsprechend helfen.

Welche Komplikationen können während der Geburt entstehen?

Viele werdenden Mamis haben Angst vor der Geburt. Der Hauptgrund für diese Angst sind die Komplikationen, die während einer Geburt auftreten können. In diesem Abschnitt erklären wir Dir die häufigsten Geburtskomplikationen.

Blutungen während der Geburt

Ein geringer Blutverlust ist bei jeder Geburt völlig normal. Wusstest Du, dass eine Frau kann bei der Entbindung sogar bis zu 15 % ihrer Blutmenge verlieren kan, ohne dass ihre Blutbildwerte sinken oder eine Blutarmut entsteht?

Stärkere Blutungen können eine ernsthafte Gefahr darstellen. Sie können vor allem durch Plazentakomplikationen verursacht werden.

Eine vorzeitige Plazentaablösung von der Gebärmutterwand oder eine vor dem Muttermund liegende Plazenta (Placenta praevia) sind meist der Grund dafür.

Da eine Placenta praevia normalerweise bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt wird, wird sie in den meisten Fällen vor dem Einsetzen der Wehen diagnostiziert. Die Entbindung sollte dann – vorsichtshalber – mittels Kaiserschnitt erfolgen.

Starke Blutungen während der Wehen sind daher wahrscheinlich eher auf eine vorzeitige Plazentalösung zurückzuführen. Bei starken Blutungen ist manchmal eine Bluttransfusion notwendig.

Leichten Blutungen sollte man beobachten und insbesondere die Stärke der Blutung, die Herztöne des Babys und den Verlauf der Wehentätigkeit sorgfältig überwachen.

Plazentakomplikationen

Komplikationen bei der Geburt, die durch die Plazenta verursacht werden, können sowohl für Dich als auch für Dein Baby sehr gefährlich werden.

Bei einer vorzeitigen Plazentaablösung löst sich die Plazenta noch vor der Geburt von Deiner Gebärmutterwand ab. Es wird ebenfalls ein Kaiserschnitt durchgeführt, da Dein Baby sonst in eine Sauerstoffmangelversorgung geraten könnte.

Beckenend- oder Steißlage

Normalerweise wird Dein Baby mit dem Köpfchen zuerst geboren. Hat sich Dein Baby sich in den letzten 3 bis 4 Wochen der Schwangerschaft noch nicht mit dem Köpfchen nach unten bewegt, bleibt Dein Baby wahrscheinlich bis zur Geburt in der Steißlage.

Es sitzt dann sozusagen im Schneidersitz auf Deinem Gebärmutterhals. Das kommt bei ca. 2 bis 3 % aller Geburten vor.

Diese Faktoren können zu einer Beckenendlage führen:

Geburt mit der Saugglocke

Bei der Saugglockengeburt – auch bekannt als Vakuumextraktion – bekannt, wir eine flache, kelchförmige Saugglocke auf die Kopfhaut Deines Babys gesetzt.

Der Vakuumextraktor übt einen leichten Sog auf den Kopf aus. Dadurch wird Dein Baby sanft aus der Scheide herausgezogen. Die Geburt verläuft so langsamer, wodurch ein Scheidenriss weniger wahrscheinlich ist.

Zangengeburt

Geburtszangen bestehen aus zwei gebogenen Metalllöffeln, die vorsichtig in Deine Scheide eingeführt werden und den Kopf den Babys vorsichtig aus dem Geburtskanal heraus führen.

Die Zange kann nur nach der Eröffnungsphase verwendet werden, wenn Dein Muttermund vollständig erweitert ist. Eine Zangengeburt hinterlässt oft rote Stelle auf den Schädelseiten, die jedoch bald wieder verschwinden.

Das passiert beim Baby

In der 37. SSW ist Dein Baby ca. 48 cm groß und 2.9 kg schwer. Damit ist es in etwa so groß wie eine Ananas.

Soweit ist Dein Baby in der 37. SSW entwickelt

Dein Baby ist in der 37. SSW vermutlich tiefer in Dein Becken gerutscht. Das sieht man auch an Deinem Bauch: Er senkt sich etwas weiter nach unten ab – und das nicht ohne Grund.

Das Köpfchen des Babys liegt durch diese Position stabil auf Deinem Beckenknochen. So ist das Kleine optimal geschützt. Bei einem vorzeitigen Blasensprung besteht so in der 37. SSW keine Gefahr mehr, dass die Nabelschnur eingeklemmt wird.

Dein Sprössling hat nun nicht mehr viel Platz, um sich zu bewegen. Daher schläft Dein Baby viel, um Kraft für die Geburt zu sammeln. Gelegentlich träumt es sogar und lutscht am Daumen. Süß, oder?

In der 37. SSW wird braunes Fettgewebe angelegt. Dies ist für die Wärmeregulierung verantwortlich. Die Moleküle aus dem braunen Fettgewebe werden von seinem Körper in Wärme umgewandelt.

In dieser Zeit verliert Dein Baby immer mehr Käseschmiere und auch die restliche Lanugobehaarung. Beides gelangt in das Fruchtwasser und wird durch Dein Baby aufgenommen. Dadurch wird der Darm des Babys weiter angeregt.

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Das ist jetzt wichtig

Angst vor der Geburt in der 38. SSW?

Du möchtest endlich Dein Baby im Arm halten und kannst es kaum erwarten? Oftmals erleben viele werdende Mamis neben Vorfreude auch Angst und Bedenken vor der Geburt.

Dein Körper wird aktuell von Hormonen gelenkt, die einen starken Einfluss auf Deine Gefühlswelt haben. Nichtsdestotrotz solltest Du über Deine Sorgen und Ängste reden.

Wenn Du von Deinen Gefühlen überwältigt wirst, sprich mit jemandem darüber. Das kann Dein Partner, eine Freundin, Deine Hebamme oder Dein Arzt sein.

Gerade nach der Geburt ist es wichtig, auf Deine psychische Verfassung zu achten. Ein kleiner Babyblues ist normal in den ersten Tagen.

Wenn die Traurigkeit anhält, solltest Du Dir umgehend Hilfe suchen. Möglicherweise besteht die Gefahr auf eine Wochenbettdepression.

Vermutlich bist Du auch unsicher, ob Du wirklich in der Lage bist, die Wehen zu erkennen. Vor allem wenn Du in den letzten Wochen schon häufiger Kontraktionen hattest, ist es nicht so einfach, echten Wehen zu erkennen.

Nutze in der 37. SSW die restliche Zeit bis zur Geburt, um Dich zu informieren. Informiere Dich über den Ablauf der Geburt, verschiedene Geburtspositionen und die Zeit nach der Geburt.

Der Geburtsvorbereitungskurs ist eine super Möglichkeit, Dich mit anderen Eltern auszutauschen, die schon mehr Erfahrung haben. Alternativ kannst Du Deine Hebamme immer um Rat fragen.

Wichtige Fakten zur 37. SSW: Das solltest Du wissen

Der Blasensprung ist das erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt und kann bereits in der 37. SSW erfolgen. Damit wird das Platzen Deiner Fruchtblase bezeichnet.

Das ist noch etwas früh, aber gefährlich ist es für Dein Baby nicht. Alle Organe sind jetzt schon entwickelt. Das Platzen der Fruchtblase geschieht meist vor den ersten Wehen.

Das Platzen der Fruchtblase stellst Du Dir bestimmt als richtiger Schwall vor, oder? Das ist aber nicht immer der Fall. Bei Eingen Frauen treten nur wenige Tropfen des Fruchtwassers aus. Teilweise werden diese sogar kaum bemerkt.

Solltest Du ausgetretenes Fruchtwasser bemerken – auch wenn es nur wenige Tropfen sind – solltest Du umgehend eine Klinik aufsuchen.

Hebammen Tipp

Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, das die Tritte gegen Deinen Bauch weniger geworden sind. Als werdende Mama macht man sich natürlich Sorgen, ob alles in Ordnung ist. Allerdings ist das in der 37. SSW keine Seltenheit. Dein Baby hat einfach kaum noch Platz zum Strampeln in Deinem Bauch. Sprich mit Deinem Arzt oder Hebamme über Deine Sorgen und Ängste. Ein Ultraschall kann Dir ebenfalls die Bestätigung geben, dass mit Deinem Baby alles okay ist.

FAQ

Videos zur 37. SSW

Erfahre von Eileena, wie sich Senkwehen in der 37. SSW anfühlen. Josie verrät Dir Must-Haves, die unbedingt in die Kliniktasche gehören.


Quellen

 

Die besten Produkte für dich und dein Baby.

Babyphone

Mit einem Babyphone kannst Du Deine Zeit flexibel nutzen, nachts beruhigt schlafen und weißt trotzdem jederzeit, dass es Deinem Baby gut geht.

Stillkissen

Ein gutes Stillkissen hat einige Vorteile, denn es hilft Dir nicht nur beim Stillen, sondern auch beim Einschlafen und eignet sich auch als Nestche.

Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

Laufstall

Ein Laufgitter kann im Alltag sehr praktisch sein! Welches Modell passend zu Deinen Bedürfnissen ist, kannst Du in meinem Ratgeber nachlesen.

Babybett

Das erste Bett begleitet dein Kind Jahre lang. Zum Glück gibt es Betten, die mit deinem Kind mitwachsen. Ich habe mich für Dich auf die Suche nach den 5 besten Babybetten gemacht.

Kinderwagen

Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

Heizstrahler

Heizstrahler spenden deinem Kind die nötige Wärme, wenn es beim Wickeln, oder nach dem Baden friert.

Beistellbett

Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.

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