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Vom Schnuller bis zum ersten Mal: Dein Kind hat eine lange Entwicklung vor sich bis zum Erwachsenwerden. Trotzdem verfliegt die Zeit oft wie im Fluge, eben ist dein Kind noch durch den Flur gekrabbelt, jetzt bringt es schon den ersten Freund nach Hause. Hier findest du alles, was du zur Förderung und Entwicklung des Kindes wissen musst: Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät.

Dein Kind wird älter: Verschiedene Entwicklungsphasen

Die Entwicklung des Kindes lässt sich grob in fünf verschiedene Entwicklungsstufen einteilen. Nach der Zeit als Baby wird das Kind als Kleinkind bezeichnet. Von einem Kleinkind spricht man ab einem Alter von drei Jahren bis zu einem Alter von sechs Jahren. Dies überschneidet sich teilweise mit der Zeit, die das Kind im Kindergarten verbringt. Dann sind die Kinder im Grundschulalter und werden auch als Schulkinder bezeichnet. Die Entwicklung des Kindes wird beendet durch die Pubertät. Nun ist dein Kind kein Kind mehr, sondern ein Teenager, der bald zum Erwachsenen wird.

Letzendlich bereitet jede Entwicklungsstufe das Kind auf das Erwachsenwerden und auf ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben vor. Umso älter das Kind wird, umso selbstständiger wird es und umso mehr löst es sich von seinen Eltern l0s. Trotzdem bleibt die enge Verbindung zwischen Kind und Eltern immer bestehen.

Entwicklung und Förderung des Kleinkindes

Als Kleinkind möchte dein Kind alles alleine machen und neu entdecken. Dadurch dass seine motorischen Fähigkeiten verfeinert sind, kann das Kleinkind nun das Haus unsicher machen und alles erforschen. Hierbei geht es einen Schritt zur Eigenständigkeit. Beim Schuhe binden oder Brei essen sollen Mama und Papa nicht mehr helfen, denn ihr Kind ist jetzt schließlich schon groß.

Kleinkind abhängig von Eltern

Trotz erster Selbstbehauptung und Eigenständigkeit ist das Kleinkind noch sehr abhängig von seinen Eltern. Zwischen Kind und Eltern besteht eine emotionale, soziale und physische Abhängigkeit. Das Kleinkind ist auf die Liebe und Anerkennung der Eltern angewiesen. Die Erziehung der Eltern wird das Kind sein ganzes Leben lang prägen. Laut der Psychologie haben die frühkindliche Phase und die Erziehung und der Umgang der Eltern einen entscheidenden Einfluss auf unsere Charakterbildung und unsere Psyche.

Ein Kleinkind benötigt deshalb ganz viel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit von seinen Eltern. Mit den Eltern sammelt es auch seine ersten sozialen Erfahrungen. Schließlich sind sie die ersten Menschen, mit denen das Kleinkind interagiert.

Das Kleinkind ist aber nicht nur auf der psychologischen Ebene von den Eltern abhängig, sondern auch auf der existenziellen. Immerhin sichern die Eltern das Überleben des Kleinkindes. Die Eltern ernähren und erziehen es.

Eltern als Vorbild für das Kleinkind

Im Kleinkindalter dienen die Eltern als Vorbild. "Sie haben immer Recht." Und das Kleinkind möchte später einmal so sein wie sie. Jetzt wo das Kind bewusst zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheiden kann und darüber sprechen kann, schmiedet es schon Zukunftspläne. Hier orientiert es sich an Mama und Papa, den großen Vorbildern. So ahmt es auch in seinen Spielen, wie Playmobile, Puppenhaus oder Polizist, das Leben der Erwachsenen nach. Das Kleinkind probt also in Spielen für die Zukunft.

Kleinkind denkt über das Leben nach

Der Entdeckerdrang des Kleinkinds macht auch nicht vor den Sinnfragen des Lebens halt. Das Kind möchte über Themen wie Sterben, Tod, Sexualität, Liebe und Glaube sprechen und sie verstehen. Eltern sollten ihrem Kind hier mit Offenheit und Verständnis begegnen. Über kindergerechte Vermittlung von schwierigen Themen kann man sich in Büchern und Filmen informieren.

Sexuelle Identität des Kleinkinds

Die Entwicklung des Kleinkinds umfasst auch das Entdecken der sexuellen Identität. Viele Eltern sind geschockt oder voller Scham, wenn sie ihr Kleinkind bei sogenannten Doktorspielen entdecken. Im Kleinkindalter ist es aber ganz normal, dass Kinder ihr eigenes Geschlecht und die Geschlechtsmerkmale des anderen Geschlechtes entdecken. Den Kleinkindern ist nun bewusst, dass sie ein Mädchen oder ein Junge sind. Sie erkennen also ihre sexuelle Identität. Darauf folgt, dass sie ihren Körper durch Selbstbefriedigung und Nacktheit erforschen.

Eltern sollten ihren Kindern dies nicht verbieten, sondern sie in Maßen aufklären und aufpassen, dass nichts in Körperöffnungen eingeführt. Das Entdecken des Körpers ist sehr wichtig, da die Kleinkinder so beginnen sich in ihrem Körper wohlzufühlen und ihn zu verstehen.

Sprachentwicklung und Sprachförderung des Kleinkinds

Durch den Besuch des Kindergartens vergrößert sich der Wortschatz des Kleinkinds enorm. Leider nimmt das Kleinkind hier auch erste Schimpfwörter, wie "scheiße", in seinen Wortschatz auf. Dem Kind dies zu verbieten, führt zu nichts. Sätze wie "das ist ein Schimpfwort, und solche bösen Wörter möchte ich in unserem Haus nicht hören" reichen vollkommen aus.

Um die sprachliche Entwicklung des Kindes weiter zu fördern, sollten Eltern in ganzen Sätzen mit ihnen sprechen und die Sprachfehler der Kinder nicht nachsprechen. Auch spielerisch, durch Kinderlieder oder das Vorlesen, kann die Sprachentwicklung des Kleinkinds gefördert werden.

Schnuller weg

Sprachfehler, wie Lispeln, können bei Kleinkindern oft auf den Schnuller zurückgeführt werden. Wenn sie mit dem Schnuller im Mund sprechen, ist ihre Aussprache sehr undeutlich. Diese undeutliche Aussprache gewöhnen sich die Kleinkinder häufig an und benutzen diese auch ohne Schnuller im Mund. Einen Besuch beim Logopäden könnt ihr euch also durch eine frühzeitige Entwöhnung vom Schnuller sparen.

Hilfe mein Kind hat einen Sprachfehler!

Sollte euer Kind trotzdem einen auffälligen Sprachfehler, wie Lispeln oder starkes Nuscheln, haben, empfiehlt sich ein Besuch beim Logopäden. Viele Kinder verlieren auf Grund ihres Sprachfehlers ihr Selbstbewusstsein, trauen sich nicht mit anderen zu sprechen oder werden sogar ausgelacht. Wenn der Sprachfehler trotz eurer Hinweise nicht verschwindet, kann ein Logopäde aushelfen.

Eine richtige Aussprache erleichtert den Kindern auch das Schreiben lernen und das Erlernen der Rechtschreibung.

Kinder im Kindergarten

Der Kindergartenbesuch ist ein aufregender neuer Abschnitt für das Kleinkind und seine Eltern.

Erzieher/Erzieherin als neue Bezugsperson

Die Eltern sind jetzt nicht das einzige Vorbild für das Kleinkind, sondern auch der Erzieher oder die Erzieherin. Außerdem knüpft dein Kind die ersten sozialen Kontakte im Kindergarten und erweitert seinen Wortschatz. Sprecht vor dem Kindergarten mit der Erzieher oder der Erzieherin darüber was euer Kind alles für den ersten Besuch im Kindergarten braucht und was in den Kindergartenrucksack gehört.

Kindergartenrucksack packen

Den Kindergartenrucksack packen ist sehr aufregend für dein Kind. Achte darauf, dass der Kindergartenrucksack nicht zu schwer ist und dass in dem Kindergartenrucksack alles eingepackt ist, was der Erzieher oder die Erzieherin des Kindergartens empfohlen haben. Hierzu gehören Brotdose, Trinkflasche, Wechselkleidung, Matschhose und vielleicht auch ein kleines Plüschtier. Hausschuhe können meist im Kindergarten aufbewahrt werden.

Kindergarten verändert Kleinkind

Laustärkepegel steigt

Nach den ersten Tagen im Kindergarten wird es plötzlich laut im Haus. Studien zeigen, dass ein Tag im Kindergarten auf die Kinder dieselbe Wirkung hat, wie der Besuch einer Disco. Sie müssen sich gegenüber den anderen Kindern behaupten, um auch zu Wort kommen. S0 steigt der Lautstärkepegel und den übernehmen die Kleinkinder auch zu Hause. Teilt eurem Kind einfach mit ein bisschen leiser zu sprechen, oft bemerkt es seine Lautstärke gar nicht.

Bastelalarm

Habt ihr euch bisher erfolgreich vor dem Basteln gedrückt? Mit der Kindergartenzeit ist das auf jeden Fall vorbei. Um eine große laute Gruppe Kinder zu beschäftigen, greifen der Erzieher oder die Erzieherin gerne auf das Basteln zurück. Kommt dein Kind in den Kindergarten, kannst du dich also ruhig schon mal mit Farbstiften, buntem Papier, Schere, Kleber und anderen Bastelutensilien ausrüsten.

Keine Sorge, für Eltern ohne kreative Ader gibt es einfache Bastelanleitungen und Bastelideen im Internet. Und für das Kind ist sowieso das Wichtigste, dass ihr beide Spaß habt.

Kinder im Grundschulalter

Die nächste Etappe bei der Entwicklung deines Kindes ist die Grundschule. Die Einschulung ist mit sehr viel Aufregung und Angst verbunden. Schließlich ist die Grundschule ganz anders als der Kindergarten.

Soziale Entwicklung der Kinder im Grundschulalter

In der Grundschule lernen die Kinder in einer Gruppe zu agieren, sich an Regeln zu halten und Konflikte friedlich zu lösen. Dadurch gewinnen sie Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein. Erstmals müssen die Kinder auch ihre Leistungen und Fähigkeiten vor anderen unter Beweis stellen.

Loslösung von den Eltern

In der Grundschule gewinnen die Freunde für Kinder eine größere Bedeutung. Zwar sind die Eltern noch immer die wichtigsten Personen im Leben des Kindes, doch gegenüber den gleichaltrigen Freunden sind die Eltern häufig peinlich. Die Kinder im Grundschulalter entwickeln eine eigene Meinung, die sich oft auch gegen die der Eltern richtet. So gewinnen die Kinder Eigenständigkeit.

Kinder in der Pubertät

Mädchen in der Pubertät

Ab der vierten Klasse ist der Geschmack vieler Kinder so weit entwickelt, dass sie ihre Klamotten selbst auswählen. Ende der vierten Klasse beginnt sich der Körper der Mädchen zu entwickeln, sie werden vom Kind zum Teenager: Die Pubertät fängt an. Ihre Brüste wachsen, sie beginnen sich für Jungen, Alkohol, Schminke und Sexualität zu interessieren und vor allem sind die Eltern in der Pubertät erstmal abgeschrieben.

Jungen in der Pubertät

Bei Jungen beginnt die Pubertät häufig später als bei Mädchen. Sie macht sich durch den Stimmbruch und das Wachstum der männlichen Geschlechtsorgane, sowie der Schamhaare bemerkbar. Jungen denken, häufig noch öfter als Mädchen in der Pubertät, über ihre Sexualität und das erste Mal Sex nach. Dies liegt daran, dass sie oft unsicher sind und Angst haben beim Sex etwas falsch zu machen.

Eltern in der Pubertät

Kinder in der Pubertät entwickeln in der Pubertät eine eigene Identität und versuchen herauszufinden, wer sie sind. Eltern sind oft peinlich und die Jugendlichen grenzen sich in der Pubertät von ihnen ab, um etwas eigenes zu entwickeln. Wenn Töchter den ersten Freund mit nach Hause bringen oder Eltern bei Jungen ein Kondom finden, dann möchten sie doch gerne darüber sprechen.

Aufklärung über die Sexualität in der Pubertät

Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder in der Pubertät aufklären. Aufklärung sollte nicht peinlich werden, sondern durch Offenheit und die Möglichkeit, Fragen zu stellen, geprägt sein. Sollte ein Gespräch über Aufklärung mit deinem Kind unmöglich sein, kannst du einen Termin mit einem Gynäkologen vereinbaren. Es ist sehr wichtig, dass Mädchen in der Pubertät und Jungen in der Pubertät über Verhütung aufgeklärt sind. Du solltest ihnen ihre Sexualität und die ersten sexuellen Erfahrungen nicht verbieten, sondern sie über Verhütung aufklären und ein offenes Ohr für die Jugendlichen in der Pubertät haben.

Alkohol und Drogen in der Pubertät

Viele Kinder sammeln in der Pubertät ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol und leider auch Drogen. Sprich mit deinen Kindern über den Konsum von Alkohol. Hier müssen Eltern jedoch für sich selbst wissen, wie viel Alkohol und ab wann sie diesen erlauben. Erinnert euch als Eltern vielleicht an eure Pubertät und Jugend, und wie damals euer Konsum von Alkohol war. Jugendliche trinken oft, um ihre Grenzen auszutesten und kennenzulernen. Gehen sie auf eine Party oder Treffen sich mit Freunden, können Eltern ruhig fragen, ob es dort auch Alkohol gibt.

Drogen solltet ihr euren Kindern in der Pubertät jedoch verbieten. Drogen schädigen die Entwicklung von Jugendlichen und wirken sich negativ auf das Wachstum der Jugendlichen in der Pubertät aus.

Make-Up und Wimperntusche: Teenager schminken sich

"So kannst du doch nicht aus dem Haus gehen!", rufen viele Eltern ihren in Make-Up gebadeten Töchtern in der Pubertät morgens hinterher. Die meisten Mädchen beginnen in der Pubertät sich zu schminken. Das liegt zum einen daran, dass sie gerne älter und erwachsener aussehen möchten.

Ein anderer Grund ist, dass Mädchen in der Pubertät sehr unsicher sind. Sie müssen sich erstmal mit den neuen körperlichen Veränderungen arangieren und fühlen sich oft unwohl in ihrem Körper. Durch die Schminke erscheinen sie sich hübscher und das lässt die Mädchen in der Pubertät selbstbewusster auftreten.

Teenager experimentieren mit ihrem Aussehen

Außerdem experimentieren Teenager in der Pubertät gerne an sich herum. Sie färben sich die Haare, tragen auffällige Klamotten oder werden Emos, Punks oder Gothics. Das liegt daran, dass die Kinder in der Pubertät auf der Suche nach ihrer Identität sind und eine eigene Persönlichkeit entwickeln. Experimente mit Schminke, Kleidung und Haaren helfen ihnen dabei, den richtigen Weg zu finden.

Als Eltern solltet ihr euch darüber keine Sorgen machen. Die pinken Haare, die Schicht Make-Up oder die Netzstrumpfhose sind den Jugendlichen meist in ein paar Jahren selbst peinlich.

Akne sorgt in der Pubertät für Unsicherheit

Viele Jugendliche kämpfen in der Pubertät mit Pickeln und Akne. Da eure Kinder in der Pubertät sich sowieso sehr schnell angegriffen fühlen, sorgen Pickel für Unsicherheit und Minderwertigkeitskomplexe. Die Jugendlichen fühlen sich hässlich und das sorgt für ein unsiches Auftreten.

Was sollten Eltern bei Akne bei ihren Kindern tun?

Als Eltern könnt ihr Helfen, indem ihr Scherze über das schlechte Hautbild unterlasst. Die Zickerei der Jugendlichen mag für euch zwar lustig sein, ein Streit mit euren Kindern in der Pubertät führt jedoch zu Zwiespalt und Verletztheit. Am besten weist ihr die Jugendlichen gar nicht auf ihre Akne hin, die Teenager bemerken sowieso jeden neuen Pickel beim nächsten Blick in den Spiegel.

Stattdessen könnt ihr euren Kindern Gesichtswasser und Reinigungsmittel kaufen oder empfehlen. Sollten eure Kinder mit sehr schwere Akne kämpfen, kann auch ein Besuch beim Hautarzt Abhilfe schaffen. Ist das Hautbild sehr schlecht, bezahlt auch die Krankenkasse spezielle Pflegeprodukte.

Kinder in der Pubertät schwitzen stärker

Jugendliche schwitzen in der Pubertät stärker als früher. Weist sie zu Beginn der Pubertät daraufhin, dass sie nun öfter duschen müssen als als Kind. Außerdem könnt ihr mit euren Kindern in der Pubertät gemeinsam Deo kaufen gehen. So bewahrt ihr die Jugendlichen vor Mobbing oder peinlichen Kommentaren in der Schule.

Tabu sind jedoch Witze oder sarkastische Kommentare über den Schweißgeruch eurer Kinder. In der Pubertät sind eure Kinder sehr empfindlich und schnell verletzt.

Konsequente Regeln statt Erziehung

Außerdem sollten die Eltern wissen, dass nun die eigentliche Erziehung vorbei ist. Die Kinder müsssen sich in der Pubertät nun selbst ausprobieren und brauchen konsequente Regeln und keine Erziehungsmaßnahmen mehr. Regeln und Grenzen lassen sich mit den Jugendlichen in der Pubertät am besten vereinbaren, indem ihr euren Kindern deutlich macht: Wenn du wie ein Erwachsener behandelt werden möchtest, dann begegne auch deinen Eltern wie ein Erwachsener, mit Respekt.

 

Quellen:

www.zahnaerzte-nymphenburg.de

www.9monate.de

www.windeln.de

www.elternimnetz.de

www.kindergartenpaedagogik.de

www.baby-und-familie.de

www.netmoms.de

www.focus.de

www.familienhandbuch.de