2. Schwangerschaftswoche

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In der 2. SSW beginnt Dein Körper, sich auf Deine Schwangerschaft vorzubereiten. Welche Veränderungen Dein Körper dabei erlebt und wie Du ihn optimal unterstützen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Das passiert bei Dir

Mit der 2. SSW beginnt Dein Körper, sich für eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Deshalb bist Du zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell schwanger.

Die typischen Schwangerschaftssysmptome, wie Übelkeit oder Erbrechen merkst Du bisher auch noch nicht.

Nutze jetzt Deine fruchtbaren Tage. Wenn alles gut läuft, kann sich Dein Baby in der 4. SSW in Deine Gebärmutter einnisten.

Du kannst einiges tun, um Deinen Körper bei der Schwangerschaft zu unterstützen. Erfahre dazu mehr in diesem Artikel.

So bereitet sich Dein Körper auf eine Schwangerschaft in der 2. SSW vor

Dein Körper konzentriert sich in der 2. SSW darauf, sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Dazu baut er die Gebärmutterschleimhaut erneut auf, die später den Embryo aufnimmt und ihm Schutz bietet.

Zudem reifen in der 2. SSW neue Eizellen heran. Auch wenn Du 5 Tage fruchtbar bist, muss die Befruchtung innerhalb Deines Eisprungs stattfinden.

Der Eissprung findet in der Regel etwa in der Mitte Deines Zyklus statt. Hast Du also einen 28-Tage-Regelzyklus, dann findet der Eisprung am 14. Tag statt.

Hierbei reifen in Deinem Körper Eizellen heran. Sobald eine reife Eizelle platzt, macht sich die reife Eizelle durch den Eileiter auf den Weg in Deinen Uterus.

Dort lebt sie nur 12 bis 24 Stunden und muss für eine Schwangerschaft innerhalb dieser Zeit befruchtet werden. Trifft die reife Eizelle auf ihrer Reise nun ein Spermium, kann dieses die Membran der Eizelle durchdringen.

Die Erbanlagen werden hierbei vermischt und neues Leben entsteht. Kaum zu glauben, oder? Sobald die Befruchtung funktioniert hat, verdoppelt sich die Zelle.

Aus einer werden zwei, danach vier und schon bald sind es acht. Bis letztendlich eine Zellenansammlung entsteht, die wie eine Maulbeere aussieht und daher auch den Begriff „Morula“, lateinisch für Maulbeere, bekommt.

intueat-Programm

In der Mitte der Morula entsteht nun ein Hohlraum, der Keimblase genannt wird. Die Keimblase teilt sich in zwei Teile: Die Embryoblasten, aus der der Embryo wächst und die Trophoblasten. Aus dieser wird später die Plazenta entstehen und so die Versorgung des Babys übernehmen.

Sobald die befruchtete Eizelle zum Ende der 3. SSW die Gebärmutter erreicht, ist der Embryo entstanden. Er versucht, sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Durch das Gelbkörperhormon wird die Einnistung unterstützt.

Sobald sich also der Embryo fest in die Gebärmutter einnisten konnte, bist Du 4 Wochen schwanger. Bei einem Ultraschall lässt sich in der 4. SSW anhand eines kleinem schwarzen Hohlraums der Embryo erkennen.

2.SSW: Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt?

Auch wenn Deine Eizelle im letzten Zyklus erfolgreich befruchtet wurde und sich einnisten konnte, kann es leider zu einer Fehlgeburt in der 2. SSW kommen. Um das zu verstehen, ist es wichtig, Deinen eigenen Zyklus zu kennen.

Jede Frau hat einen Regelzyklus. In der 1. SSW ist noch nicht die Rede von eine offiziellen Schwangerschaft. Aber warum ist das so? In dieser Zeit findet Deine übliche Regelblutung wie gewohnt statt.

Jedoch wird für eine Schwangerschaft der erste Tag der Monatsblutung zur Berechnung der Schwangerschaftsdauer (40 Wochen) genommen.

Um also eine Schwangerschaft zu ermöglichen, baut Dein Körper in der 2. SSW Gebärmutterschleimhaut neu auf und legt neue Eizellen an. Am Ende der 2. SSW oder zu Beginn der 3. SSW kommt es zum Eisprung.

Ab diesem Zeitpunkt bist Du mehrere Tage lang fruchtbar. Während sich die reife Eizelle durch den Eilleiter zum Uterus bewegt, kann sie von einem Spermium befruchtet werden. In der 4. SSW versucht nun die befruchtete Zelle sich in die Gebärmutterschleimhaut einzunisten.

Gelingt es dem Embryo sich einzunisten, bist Du bereits in der 4. SSW schwanger. Kann der Embryo sich nicht einnisten, wird er bei der nächsten Regelblutung ausgeschieden. Leider kann es passieren, dass es die befruchtete Eizelle nicht schafft, sich einzunisten.

In solchen Fällen spricht man von einem Abort – einer Fehlgeburt. Das Risiko für eine Fehlgeburt lässt sich zwar nicht ausschließen, verringert sich aber mit zunehmender Schwangerschaftsdauer.

Die Gründe für eine Fehlgeburt

In den ersten Schwangerschaftswochen besteht grundsätzlich für viele Frauen das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Daher verraten auch viele werdende Mamas erst ab der 12. SSW, dass sie schwanger sind.

Kommt es zu einer Fehlgeburt in der 2. SSW, merken die meisten Frauen tatsächlich nicht einmal, dass sie schwanger waren.

Für sie fängt ein neuer Zyklus an. Meistens wird eine Fehlgeburt in der 2. SSW nur daran erkannt, dass die Regelblutung sich etwas verschoben hat oder dass diese anders aussieht als sonst.

In der 2. SSW kann es in manchen Fällen zu einer Fehlgeburt kommen. Der Grund dafür ist, dass der Embryo sich nicht einnisten konnte. Ein Mangel an Gelbkörperhormonen kann dafür verantwortlich sein.

Auch eine Chromosomenunverträglichkeit bzw. eine Abstoßungsreaktion des Körpers kann zu einer Fehlgeburt in der 2. SSW führen.

Können sich Fehlgeburten wiederholen?

Falls Du schon mehrere Fehlgeburten erlitten hast und Dir trotzdem sehnlichst ein Kind wünscht, ist es ratsam Deinen Frauenarzt aufzusuchen.

So kannst Du die Gründe für eine Fehlgeburt in der 2. SSW, bzw. 6. SSW oder später feststellen lassen und diese bekämpfen. Denn bereits vaginale Infektionen oder sogar Schilddrüsenprobleme können eine Fehlgeburt auslösen.

Das eigene Kind zu verlieren ist schlimm und lässt sich nur schwer verarbeiten. Wenn es Dir und Deinem Partner nicht gut geht, könnt ihr Euch Hilfe holen. Psychologen oder auch Selbsthilfegruppen können Euch bei der Verarbeitung dieses Verlustes unterstützen.

Zahlen und Fakten 

Hier findest Du einen Überblick. Bei den Zahlen handelt es sich um einen Durchschnittswert. Hinzu kommen Alter, Lebensstill und Vorerkrankungen, die das Risiko einer Fehlgeburt beeinflussen. Lass Dich also nicht zu sehr davon beeinflussen.

  •  5. und 6. SSW -> 20%
  •  7. SSW -> 9,4%
  •  8. SSW -> 4,2%
  •  9. SSW ->1,5%
  •  10. SSW -> 0,5%
  •  11. SSW -> 0,7%

 

2. SSW: Fehlgeburt vorbeugen – geht das?

Mangel an Gelbkörperhormonen vermeiden

Liegt ein Mangel an Gelbkörperhormonen vor, kann sich der Embryo nicht einnisten. Dieser Mangel kommt meist durch zu viel Stress zustande.

Ein gesunder Wert an Gelbkörperhormonen kann eine gute Voraussetzung für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft schaffen. Unser Tipp: Bei Kinderwunsch den Hormonhaushalt vom Arzt testen lassen.

Schon gewusst? Das Gelbkörperhormon wird vom Körper etwa in der 2. SSW produziert und versorgt die Gebärmutterschleimhaut mit wichtigen Nährstoffen. Später übernimmt die Plazenta diese wichtige Aufgabe.

Verzicht auf Alkohol und Nikotin

Alkohol und Nikotin sollten in Deiner ganzen Schwangerschaft tabu sein. Im folgenden Verlauf des Artikels erfährst Du, was diese Schadstoffe anrichten können.

Fehlgeburten vorbeugen mit Magnesium?

Magnesium hat eine muskelentspannende und krampflösende Wirkung. Schwangere und auch stillende Mamis haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Dieser Bedarf nimmt im Laufe der Schwangerschaft zu.

Magnesium-Präparate werden Schwangeren häufig vom Arzt empfohlen. Allerdings erst dann, wenn ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten oder Fehlgeburten besteht.

Grundsätzlich solltest Du darauf achten, dass Du ausreichend Magnesium zu Dir nimmst. Ein andauernder, hoher Magnesiummangel kann zu einer verzögerten Entwicklung des Embryos oder zu vorzeitiger Wehentätigkeit führen.

Ein gesunder Lebensstil

Neben dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin, solltest Du auch auf den Genuss von Kaffee achten. Nach aktuellen Empfehlungen, sind 200 bis 300 mg Koffein täglich unbedenklich. Damit Du es Dir besser vorstellen kannst: Das entspricht in etwa 2 bis 3 Tassen Filterkaffee.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist zudem das A und O. Leichte körperliche Bewegung und Sport sind in der Schwangerschaft erlaubt. Gut eignen sich (Nordic) Walking, langsames Joggen, Schwimmen oder Yoga.

Schon gewusst? Bewegung hilft Dir in der Schwangerschaft dabei, Verspannungen zu lockern, Rückenschmerzen vorzubeugen und Dich zu entspannen. Sportarten wie Tennis oder Squash sowie Leichtathletik werden nicht in der Schwangerschaft empfohlen.

So wirst Du schwanger

Dein größter Wunsch ist es, ein eigenes Baby zu bekommen? Die 2. SSW kannst Du prima nutzen, um gute Vorraussetzungen für eine Schwangerschaft zu schaffen. Etwas weiter unten erfährst Du, auf was Du jetzt unbedingt achten solltest.

In diesem Abschnitt verraten wir Dir aber schon mal 4 Tipps, wie Du schwanger werden kannst

So kannst Du Dich auf Deine Schwangerschaft vorbereiten

Fruchtbare Tage erkennen

Wusstest Du, dass es im Monat nur an 5 bis 6 Tagen möglich ist, schwanger zu werden? Um schwanger zu werden, ist es gut zu wissen wann diese Tage sind. Die fruchtbare Zeit beginnt ein paar Tage vor dem Eisprung und endet spätestens 24 Stunden nach dem Eisprung.

Die Schwierigkeit besteht darin, zu erkennen, wann dieser stattfindet. Unser Tipp: Berechne Deinen Eisprung mit Hilfe eines Eisprungkalenders oder mit einem Ovulationstest.

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Stress vermeiden

Alles was zu Stress führt, sollte möglichst vermieden werden. Damit ist nicht gemeint, dass Du Deinen Job kündigen solltest.

Jedoch können Aussprachen, kleine Änderungen im Tagesablauf und andere Kompromisse dazu führen, dass auch auf Arbeit oder Zuhause wieder ein angenehmeres Klima herrscht.

Wenn Du es schaffst, Dich auf die schönen Dinge zu konzentrieren, verlieren die schlechten ihre Bedeutung. Sie beeinflussen Deine Psyche nicht mehr so sehr und Du kannst Dich öfter entspannen.

Gesunder Lebensstil

Sport und Bewegung helfen, um Stress abzubauen und den Körper optimal mit Sauerstoff zu versorgen. Du solltest aber nur leichte Sportarten ausführen. Achte auf genügend Schlaf. Auch das reduziert Stress.

Setz Dich nicht selber unter Druck

Wer schwanger werden will, gerät schnell selbst unter Druck. Aber genau das solltest Du bleiben lassen. Damit Dein Körper sich optimal auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann, solltest Du ihm so viel Entspannung wie möglich gönnen.

Genieß diese aufregende Zeit und erwarte nicht, dass es direkt im ersten Monat klapp.

Das ist jetzt wichtig

Richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um eine gute Grundlage für eine Schwangerschaft zu schaffen. Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung unterstützt Du Deinen Körper in dieser Zeit.

Hier findest Du eine Auflistung mit besonders wichtigen Nährstoffen für Deine Schwangerschaft:

Eisen

  • Fleisch
  • Hülsenfrüchte
  • Mangold
  • Spinat
  • Fenchel
  • Zucchini
  • Sesam
  • Nüsse
  • Vollkornbrot
  • Rote Beete
  • Wirsing

 

*Folsäure

  • Salate
  • Grünkohl
  • Spinat
  • Bohnen
  • Nüsse
  • Kichererbsen

*Empfohlen wird eine zusätzliche Einnahme von Folsäure-Präparaten.

 

Vitamin B12

  • Fisch
  • Rindfleisch
  • Kefir
  • Vollmilch
  • Eier
  • Hartkäse

 

Magnesium

  • Nüsse
  • Vollkornbrot
  • Haferflocken
  • Zartbitterschokolade
  • Hülsenfrüchte
  • Getrocknete Feigen
  • Sojaprodukte
  • Parmesan

 

Jod

  • See-Fisch (Scholle, Seelachs, Kabeljau)
  • Jodsalz
  • Brot
  • Hartkäse
  • Algenprodukte

 

Proteine

  • Käse
  • Mageres Fleisch
  • Hülsenfrüchten
  • Naturjoghurt.

 

Folsäure in der 2. SSW

Folsäure ist in den Vitaminen B9 und B11 und in Fleisch, Fisch und in vielen Gemüse- sowie Obstsorten vorhanden.

Täglich 0,4 Milligramm solltest Du nun zu Dir nehmen. Folsäure ist dafür zuständig, für die embryonale Entwicklung von Gehirn und Nervensystem zu sorgen.

Da eine Einnahme über Lebensmittel kaum ausreicht, empfehlen viele Ärzte und Hebammen eine zusätzliche Einnahme über sogenannte Folsäure-Präperate.

Verzicht auf Alkohol und Nikotin in der 2. SSW

In der gesamten Schwangerschaft ist Alkohol- und Nikotin tabu. Schon ab der 1. SSW und bei bestehendem Kinderwunsch solltest Du auf diese Schadstoffe verzichten.

Alkohol und Nikotin können zu folgenden Schädigungen führen:

  • Erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt
  • Fehlbildungen
  • Zu geringes Wachstum des Kindes
  • Geringes Geburtsgewicht
  • *Mangelgeburt
  • Gesichtsanomalien
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Geistige Beeinträchtigung

*Mit dem Begriff „Mangelgeburt“ werden Babys bezeichnet, die nicht altersgerecht entwickelt sind.

Wichtige Fakten zur 2. SSW: Das solltest Du wissen

 

Was ist bereits passiert?

  • Dein Körper produziert Gebärmutterschleimhaut und Eizellen
  • In der 2. SSW kommt es zum Eisprung
  • Eine reife Eizelle macht sich auf dem Weg und kann befruchtet werden und sich einnisten

 

Das kannst Du jetzt tun:

  • Vermeide Stress, um die Gelbkörperhormonproduktion zu fördern
  • Entspannende Sportarten, wie Yoga sind für eine Schwangerschaft hilfreich und helfen auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf
  • Auch die Aufnahme von Folsäure, enthalten in den Vitaminen B9 und B11, kann das Wachstum des Embryos und dessen Entwicklung fördern
  • Suche einen Frauenarzt auf, um mögliche Erkrankungen auszuschließen
  • Nimm keine Medikamente ein bzw. nur nach Rücksprache mit Deinem Arzt

 

Achtung

  • Verzichte bereits jetzt auf Alkohol und Nikotin

In der 2. SSW passieren viele Veränderungen in Deinem Körper. Er breitet sich auf eine Schwangerschaft vor. In diesem Artikel hast Du gelernt, wie Du Deinen Körper optimal dabei unterstützen kannst.

Mit gesunder Ernährung, leichtem Sport und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin schaffst Du tolle Voraussetzungen für Deine Schwangerschaft.

Hebammen Tipp

Um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, solltest Du Dich an folgende Tipps halten: 

  • Achte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung 
  • Vermeide Alkohol und Nikotin
  • Stress reduzieren

Je besser es Dir und Deinem Körper geht, desto höher ist die Chance, endlich schwanger zu werden.

FAQ

Videos zur 2. SSW

Hier erfährst Du, wie Mella herausgefunden hat, dass sie schwanger ist

Quellen

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