Fußpilz bei Kindern: Symptome und Behandlung

Publiziert am Januar 6, 2025
Janine wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.
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Eine gute Nachricht vorweg: Aufgrund der schnellen Hauterneuerung sind Kinder meist weniger betroffen von Pilzinfektionen. Falls es doch mal dazu kommt, ist ein schnelles Handeln notwendig. In diesem Beitrag stellen wir Dir vor, wie Du Fußpilz bei Kindern erkennst. Außerdem erfährst Du, wie Du Deinem Kind am besten helfen kannst!

Ursachen von Fußpilz bei Kindern

Trotz der geringeren Verbreitung von Fußpilz unter Kindern, kann es auch bei Deinem Kind schnell dazu kommen. In den meisten Fällen wird Fußpilz von Fadenpilzen ausgelöst, welche sich durch sogenannte Sporen übertragen. Diese befinden sich auf abgeriebenen Hautschuppen und können mehrere Wochen überleben. Übertragen werden sie meist über Gegenstände oder Oberflächen. Falls Dein Kind häufig barfuß in Schwimmbädern, Turnhallen oder auf Teppichböden herumläuft, kann es schnell zu einer Fußpilz Erkrankung kommen.

Die hohe Korrelation zwischen einer Fußpilz-Erkrankung und sportlichen Aktivitäten zeigt sich auch in der Übersetzung ins Englische. Im englischsprachigen Raum wird Fußpilz als „Athlete’s Foot“, also Athleten Fuß, bezeichnet. Gerade Eltern von sportlichen Kindern sollten sich mit den Symptomen auskennen.

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Gerade im Hallen oder Badesport stecken sich viele Kinder mit Fußpilz an

Risikofaktoren sind:

  • ein schwaches Immunsystem
  • das Tragen von engen Schuhen (feuchte & verschwitzte Füße)
  • Familienmitglieder mit Fußpilz-Erkrankungen
  • sportliche Aktivitäten – häufiges Nutzen von Umkleiden und Gemeinschaftsduschen

Symptome schnell erkennen

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Fußpilz bei Kindern führt oft zu einem unangenehmen Schuhgeruch

Meistens sind der kleine Zeh und der Nachbarzeh betroffen, großflächigere Erkrankungen können aber auch auftreten. Zwischen den Zehen ist es besonders warm, welches ein ideales Klima für den Hautpilz bietet. Eine Hautpilz-Erkrankung bei Kindern erkennst Du daran, dass

  • sich Dein Kind über einen unangenehmen Juckreiz beklagt oder sich viel kratzt.
  • die Haut schuppt.
  • die Haut rot und gereizt ist.
  • ein Trockenheitsgefühl oder ein nässendes, feuchtes Hautgewebe besteht.
  • sich Pusteln oder Bläschen unter den Zehen oder der Fußsohle bilden.
  • ein unangenehmer Geruch vorhanden ist.

Es kann für juckende Füße aber auch andere Ursachen geben.

Behandlung von Fußpilz bei Kindern

Wenn Du diese Symptome bei Deinem Kind festgestellt hast, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln. Obwohl Fußpilz recht harmlos ist, ist er sehr unangenehm für Dein Kind. Besonders zu vermeiden ist eine Ausbreitung auf andere Körperbereiche.

Die meisten Ärzte verschreiben eine antimyotische Creme, eine Salbe oder ein Spray. Eine Behandlung mit Tabletten wird meist bei großflächigeren Erkrankungen empfohlen. Hier kommt in der Regel Itraconazol oder Terbinafin zum Einsatz.

Alternative Heilmethoden – funktionieren sie?

Es ist verständlich, dass Du für Deine Kinder am liebsten schonende Methoden einsetzen möchtest. Dennoch ist es wichtig, sich gut zu informieren, was tatsächlich hilft. Eine kinderfreundliche und doch schnelle sowie effektive Behandlung sollte immer Vorrang haben.

Salzwasser gegen Fußpilz

Es stimmt, dass Salzwasser eine positive Wirkung auf eine Vielzahl an Hautproblemen hat. Leider ist dieses bei Fußpilz nicht der Fall. Es werden weder Erreger abgetötet noch wunde Stellen desinfiziert. Dementsprechend ist es nicht zu empfehlen.

Apfelessig oder Teebaumöl

Die Therapie mit diesen Heilmitteln ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Eine Studie zeigt jedoch auf, dass Teebaumöl zu 50% Erfolg zeigt. Dennoch haben konventionelle Behandlungsmethoden bei weitem höhere Erfolgsraten!

Was Du trotzdem tun kannst

  • Zieh Deinem Kind über Nacht Socken an – damit stoppst Du eine weitere Ausbreitung!
  • Verhindere, dass dein Kind barfuß herumläuft.
  • Wasche die Handtücher täglich – so verringert sich das Risiko, dass sich der Pilz ausbreitet.
  • Kaufe atmungsaktive Socken und wasche diese bei mindestens 60 Grad.
  • Desinfiziere die Schuhe mit einem speziellen Spray – das verhindert eine Neuansteckung.

Vorbeugung einer Infektion

Da sich viele Kinder in Umkleiden oder Schwimmbädern anstecken, kann das Tragen von Badeschlappen schon einen großen Unterschied machen. Nach dem Schwimmen ist ein vollständiges Abtrocknen der Füße besonders wichtig. Wenn Du zusätzlich noch die Handtücher und Socken Deines Kindes regelmäßig bei mindestens 60 Grad wäschst, bist Du dem Hautpilz schon ein paar Schritte voraus!

Auch die Schuhwahl ist entscheidend. Diese sollten nicht zu eng sein. Am besten ist ein offenes und atmungsaktives Design, welches die Füße nicht zu stark schwitzen lässt.

FAQ

Wie sieht Fußpilz bei Kindern aus?

Bei Kindern treten meist die gleichen Symptome wie bei Erwachsenen auf. So beginnt eine Fußpilz Erkrankung meist mit einem leichten jucken, welcher sich mit der Zeit intensiviert. Mit der Zeit tritt eine gerötete und schuppige Fußhaut auf, teils in Kombination mit Pusteln und Bläschen. Auch ein unangenehmer Geruch kann auf eine Fußpilz bei Kindern hindeuten.

Kann Fußpilz von alleine weggehen?

Obwohl Fußpilz bei gesunden Kindern meist harmlos ist, verschwindet er normalerweise nicht von alleine. Zögert man eine Behandlung heraus, kann sich die Pilzerkrankung auf die Nägel ausbreiten. Nagelpilz-Erkrankungen sind meist hartnäckiger und daher unbedingt zu vermeiden. Eine Ausbreitung auf andere Hautstellen, wie beispielsweise auf die Hände, passiert nur selten.

Welche Kinder sind besonders gefährdet?

In den meisten Fällen stecken sich Kinder bei Erwachsenen an. Das kann beispielsweise durch die Benutzung des gleichen Badezimmers mit einem infiziertes Familienmitglied passieren. Ein besonders hohes Risiko bringen Hallen- und Freibäder mit sich. Aber auch in anderen Sportarten kann sich Dein Kind mit Fußpilz infizieren.

Fazit

Niemand wünscht sich Fußpilz für sein Kind. Falls sich Dein Kind über einen unangenehmen Juckreiz beschwert, solltest Du hellhörig werden. Aufgrund der verglichen mit Erwachsenen seltenen Erkrankung von Kindern, erkennen viele Eltern den Fußpilz zu spät. Dadurch konnten sich bereits weitere Kinder anstecken. Gleichzeitig wird es auch für das Kind zunehmend unangenehm. Sobald Fußpilz bei Kindern erkannt ist, ist er glücklicherweise sehr gut zu behandeln. So ist mit einem Besuch beim Hautarzt den Kindern meistens schon geholfen!

Quellen