Du freust Dich schon unheimlich auf den Bauchzwerg. Aber die Schwangerschaftsbeschwerden trüben die Vorfreude? Ganz vermeiden lassen sich Morgenübelkeit und Co. leider nicht. Es gibt aber so manchen Tipp, mit dem Du Dir selbst Linderung verschaffen kannst. Schauen wir doch mal …
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Sodbrennen in der Schwangerschaft
Sodbrennen wird vor allem mit fortschreitender Schwangerschaft immer wahrscheinlicher. Immerhin wird es zunehmend eng für Deinen Magen. Durch den erhöhten Druck auf den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen, fließt manchmal Speisebrei zurück und Du spürst den charakteristischen Schmerz: ein Brennen hinter dem Brustbein. Vielleicht hast Du davon auch Halsschmerzen, wirst heiser oder musst Dich öfter räuspern.
Die Wahrscheinlichkeit für diese Schwangerschaftsbeschwerden kannst Du aber mit einer gezielten Ernährung in der Schwangerschaft verringern. Wie für nicht Schwangere gilt: Vermeide kohlensäurehaltige Getränke sowie zu fettige, süße und scharfe Lebensmittel. Bei manchen Frauen wirkt während der Schwangerschaft auch ein guter Tee, etwa mit Fenchel, Kümmel oder Pfefferminze, um Sodbrennen zu lindern. Bei saurem Aufstoßen hilft es manchen, Nüsse oder einen Löffel Haferflocken langsam und gründlich zu kauen.
Da das Sodbrennen in der Schwangerschaft jedoch vor allem durch ein akutes Platzproblem ausgelöst wird, hilft vor allem eines: viele, aber dafür kleine Mahlzeiten, von denen Du die letzte idealerweise nicht erst kurz vor dem Schlafengehen zu Dir nimmst. So wird der Schließmuskel zur Speiseröhre weniger belastet und diese Schwangerschaftsbeschwerden lassen nach.
Morgenübelkeit: Erstes Anzeichen?
So manche Frau merkt erst, dass sie schwanger ist, wenn morgens die Übelkeit einsetzt. Sie tritt in der frühen Schwangerschaft auf und gehört zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden in dieser Zeit. Warum viele Frauen an Übelkeit leiden, wenn sie schwanger sind, haben Wissenschaftler noch nicht endgültig geklärt. Die Forscher vermuten aber die hormonelle Achterbahn zu Beginn der Schwangerschaft als Ursache. Immerhin bereitet sich Dein Körper darauf vor, ein neues Leben für eine längere Zeit zu schützen und zu erhalten.
Gegen die Übelkeit gibt es für schwangere Frauen zahllose Tipps. Welche davon für Dich funktionieren, musst Du einfach ausprobieren. Vielleicht helfen Dir kleine, leichte Snacks morgens oder kurz vor dem Schlafengehen. Möglicherweise gehörst Du aber auch bald zu den Frauen, die auf Ingwer gegen diese Schwangerschaftsbeschwerden schwören. Andere aromatische Pflanzen wie Kamille, Fenchel und Pfefferminze können als Tee ebenfalls die Übelkeit lindern. Willst Du lieber schnuppern, solltest Du zu den ätherischen Ölen der Minze oder zu Zitrusnoten wie Mandarine oder Zitrone greifen. Aber Achtung: Was der Einen super hilft, kann bei der Anderen die Morgenübelkeit noch verstärken.
Ebenfalls ausprobieren kannst Du Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Triggerpunkte aus der Akupressur.
Schwangerschaftsbeschwerden: Schwere Beine
Während der Schwangerschaft nimmt Deine Blutmenge zu und die Venen weiten sich – auch in den Beinen. Die Folge sind Ödeme, die sich als schwere Beine oder dicke Füße bemerkbar machen – schlimmstenfalls so sehr, dass Du nicht mehr in Deine gewohnten Schuhe passt.
Als Soforthilfe kannst Du die Beine hochlegen – das fördert den Rückfluss. Längeres Hochlagern – etwa nachts – unterstützt den Effekt.
Generell lindern lassen sich diese Schwangerschaftsbeschwerden auch mit Bewegung. Du solltest es nicht übertreiben, aber moderater Sport aktiviert die Venenpumpe und sorgt so dafür, dass weniger Flüssigkeit in den Füßen und Beinen versackt. Besonders gut sind in dieser Zeit Sportarten wie Wassergymnastik oder Schwimmen.
Kompressionsstrümpfe sind zwar nicht sexy, unterstützen aber ebenfalls die Venen in ihrer Arbeit. Auch eine Fußreflexzonen-Massage tut geschwollenen, schweren Füßen oft gut.
Kreislaufprobleme als Schwangerschaftsbeschwerden
Kaum stehst Du auf, dreht sich die Welt? Das liegt in der Schwangerschaft vermutlich daran, dass Dein Herzkreislaufsystem Höchstleistungen vollbringen muss. Hier verändert sich viel und führt so zu diesen Schwangerschaftsbeschwerden. Vor allem die erhöhte Blutmenge und ein tendenziell oft (zu) niedriger Blutzuckerspiegel lösen den Schwindel aus.
Fängt der Kopf bei einer Lageänderung etwa vom Sitzen zum Stehen an, sich zu drehen, gehe es einfach langsamer an. Setz Dich wieder hin, lege ein wenig die Beine hoch und stehe dann langsam wieder auf. Ist Dir flau und Du hast vielleicht ein leicht wattiges Gefühl, hebt ein kleiner, leichtverdaulicher Snack den Blutzuckerspiegel wieder an und die Schwangerschaftsbeschwerden verschwinden. Den Kreislauf generell in Schwung bekommst Du mit körperlicher Bewegung, mit sanften Wechselduschen oder auch mit anregenden Fußbädern oder indem Du die Unterschenkel mit einem feuchten, kühlen Waschlappen von unten nach oben abreibst. Einige Tropfen Rosmarinöl ins Fußbad oder auf den Waschlappen wirken zusätzlich durchblutungsfördernd und kreislaufanregend und lindern so die Schwangerschaftsbeschwerden
Quellen
Classen, Birgit. Heilpflanzenlexikon: Ein Leitfaden auf wissenschaftlicher Grundlage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2006. S. 431 ff.







