Vater werden – Geburtsvorbereitung für Männer

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Er lernt gemeinsam mit seiner Partnerin, wie man bei der Geburt atmet. Denn gemeinsam erwarten sie ein Baby. Der Mann […]

Männer in anderen Umständen
Vater sein ist nicht so schwer – Vater werden um so mehr

 

Was macht ein Mann im Geburtsvorbereitungskurs?

Er lernt gemeinsam mit seiner Partnerin, wie man bei der Geburt atmet. Denn gemeinsam erwarten sie ein Baby. Der Mann erwartet seinen Nachwuchs allerdings anders als die Frau. Während sich bei ihr recht bald erste Anzeichen einer Schwangerschaft zeigen, ist sie für den werdenden Vater viele Wochen wenig konkret. Zwar kann er seine Hand auf den Bauch der Frau legen und das heranwachsende Leben spüren. Doch mit den körperlichen Veränderungen einer Schwangerschaft hat er wenig zu tun.

Es sei denn, er gehört zu jener Gruppe von Männern, deren Vaterwerden sich in Gewichtszunahme, morgendlicher Übelkeit oder Rückenschmerzen widerspiegelt. Solche Beschwerden führen Mediziner und Psychologen aber auf ein übersteigertes Mitgefühl für die schwangere Partnerin zurück – sowie auf Ängste und Unsicherheiten, die der Mann körperlich verarbeitet: das so genannte Couvade-Syndrom.

Bei den meisten Männern spielt sich die Schwangerschaft hauptsächlich im Kopf ab: Was soll aus unseren Reiseplänen werden? Wird das Geld reichen? Kann ich ein guter Vater sein? Wie bringe ich Beruf und Familie unter einen Hut? „Ganz normal“, sagen Väter, die dieses Abenteuer schon erleben durften.

 

Die meisten Männer trifft es zunächst wie ein Schlag, wenn sie von ihrer bevorstehenden Vaterschaft erfahren. „Freiheit ade!“ denken viele, und befürchten mit der neuen Lebenssituation nur schwer zurecht zu kommen.

Was unterscheidet Männer und Frauen im Übergang zur Elternschaft?
Und was ist dran, an dem so genannten „Baby-im-Bauch-Neid“?

Für Männer ist es schwieriger, sich in die Elternrolle einzufinden, als für Frauen. Das hat tatsächlich vielfach mit der Angst zu tun, sich als Versorger in seinen gewohnten „Männerfreiheiten“ einschränken zu müssen und über die eigene Zeit nicht mehr frei verfügen zu können. Diese Gefühle sind beim Mann meist ausgeprägter als bei der Frau, die sich parallel zu ihren körperlichen Veränderungen auch konkreter mit den Veränderungen im Alltag auseinandersetzt.
Darüber hinaus fühlen sich viele Männer hilflos. Denn alles über die Schwangerschaft erfahren sie nur über ihre Partnerin. „Baby-im-Bauch-Neid“ heißt aber nicht, dass der Mann das Kind lieber selbst austragen würde. Eine schwangere Partnerin zu haben verdeutlicht ihm allerdings, dass sie etwas kann, das ihm nie möglich sein wird. Ein oftmals neues, aber unbewusstes Gefühl.

Natürlich sollte das Paar während der neun Monate Schwangerschaft noch einmal die Zweisamkeit genießen, und jeder sich Zeit für persönliche Interessen nehmen. Dennoch möchte Mann sich auch aktiv an der Schwangerschaft beteiligen.

Wie kann er sich auf seine Vaterrolle und den Nachwuchs vorbereiten?

Er sollte sich vor allem mit seinen Einstellungen und Ängsten auseinander setzen. Vielen hilft es schon, mit Freunden und Männern aus dem Bekanntenkreis darüber zu sprechen. Vielleicht stecken sie gerade in der gleichen Situation oder können von ihren Erfahrungen erzählen. Der Mann sollte sich aber auch immer wieder vergegenwärtigen, welche positiven Gefühle des Vaterwerdens seinen Sorgen gegenüber stehen.
Über die anstehenden Veränderungen sollte er rechtzeitig mit seiner Partnerin besprechen – finanziell, in der Paarbeziehung oder in der Freizeitgestaltung. Ein konkreter Plan zu diesen Punkten macht den Kopf frei und Platz für Vorfreude. Bei Männern wächst diese umso mehr, wenn sie etwas tun können: Kinderwagen kaufen, Maxicosi besorgen, Babyzimmer einrichten und die Regale mit Windeln und Stramplern füllen.
Darüber hinaus sollte auch der junge Vater bei der Ankunft des neuen Familienmitglieds über Säuglingspflege und die Bedürfnisse des kleinen Wurms Bescheid wissen: Eine Reihe von Büchern, Videos oder CD-Roms zu diesen Themen richten sich sogar speziell an werdende Väter.

Bis in die 80er Jahre waren Männer im Kreissaal gar nicht erwünscht. Das ist heute anders. Die meisten werdenden Väter engagieren sich heute von Anfang an für die anstehende Geburt.

Was können Sie ihnen in Sachen Geburtsvorbereitungskurs und Geburt empfehlen?

Ich kann werdenden Vätern nur raten, sich an der Wahl des Geburtsvorbereitungskurses zu beteiligen: Heute werden vielfach Kurse angeboten, die Paare nicht nur gemeinsam auf die Geburt vorbereiten, sondern auch gesondert auf Fragen und Anliegen der Väter eingehen. Findet im Kursverlauf Gruppenarbeit ohne Partnerinnen statt, fällt es Männern erfahrungsgemäß leichter, sich über Höhen und Tiefen des Vaterwerdens zu unterhalten.
Wenn sie dort einen guten Draht zueinander gefunden haben, sollten sie die Kontakte auch über den Kurs und die Geburt hinaus nutzen, um sich – mit oder ohne Nachwuchs – zu treffen und über Babys, Beziehung oder Beruf auszutauschen.

Bei der Geburt selbst dabei zu sein, ist für Männer dann Ehrensache. Allerdings wird die Selbstverständlichkeit, mit der man den Vater heute im Kreissaal empfängt, oft als Norm empfunden. Wenn Mann befürchtet, mit der Geburtssituation nicht zurecht zu kommen, ist es wichtig diese Bedenken ernst zu nehmen und der Partnerin mitzuteilen. Denn eine halbherzig zugesagte oder schlecht vorbereitete Geburtsbegleitung ist für niemanden hilfreich.
Mit der Hebamme sprechen, die Klinik kennen lernen und sich über Medien informieren helfen bei der Vorbereitung. Bestenfalls kann Mann im Vorhinein einen frisch gebackenen Vater aus dem Bekanntenkreis nach seinen Erfahrungen bei der Entbindung fragen. Jede Geburt ist allerdings anders. So kann niemand voraussagen, was Er im Kreissaal zu tun hat. Der Vater kann sich jedoch sicher sein: es wird eine unvergleichbare Erfahrung sein, bei der es – auch für die Partnerin – zählt, dass Mann dabei war.

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