Geburtsphasen – ein Überblick, der Dir hilft!

Das Wichtigste in Kürze

Welche Geburtsphasen existieren?

Es gibt drei Geburtsphasen: die Eröffnungsphase, die Austreibungsphase sowie die Nachgeburtsphase.

Wie lange dauert eine Geburtsphase?

Die Dauer einer Geburtsphase kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Der Fakt, ob es sich um eine Erstlings- oder Mehrfachgeburt handelt, beeinflusst dies. Man kann ungefähr rechnen mit: bis zu zwölf Stunden in der Eröffnungsphase und mehre Stunden in der Austreibungs- und Nachgeburtsphase.

Die längste Wehe: Wie lange dauert sie?

Intensive, Anhaltende Wehen können im Rahmen eines Wehensturmes auftreten.

Die Geburtsphasen zu kennen, kann einer angehenden Mutter bei der Vorbereitung auf die Geburt zusätzlichen Stress nehmen. Doch wie nennt man die vier Phasen der Geburt eigentlich? Was passiert in ihnen? Womit können und müssen angehende Mütter rechnen, wenn sie die jeweiligen Phasen der Geburt durchleben? Wie lange dauern sie an? Antworten auf diese Fragen liefert Dir unser Beitrag.

Geburtsphasen – ein Überblick

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Eine hochschwangere Frau hält sich den Bauch

Wer kennt das nicht: mit gepackter Kliniktasche ins Krankenhaus, denn: die Geburt beginnt! Doch wie läuft diese eigentlich ab? In diesem Zusammenhang spricht man von Phasen.

Die Geburtsphasen, auch als Geburtsstufen bekannt, sind die drei Abschnitte einer natürlichen Geburt. Innerhalb der verschiedenen Phasen der Geburt öffnet sich die Gebärmutter; das Baby gelangt durch den Geburtskanal und erblickt das Licht der Welt.

Insgesamt umfasst die Geburt drei Phasen:

  • die Erste Geburtsphase (den Wehenbeginn)
  • die Zweite Geburtsphase (Austreibungsphase)
  • die Dritte Geburtsphase (die Phase der Nachgeburt)

Achtung: Jede Phase innerhalb des Geburtsprozesses hat ihre eigenen Merkmale. Sie erfordert daher unterschiedliche Anforderungen an die werdende Mutter und ihre Geburtshelfer.

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Die Geburt beginnt mit der Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase, auch als Wehenphase bekannt, ist die erste Phase der Geburtsphase. Die Dauer dieser Phase kann sehr unterschiedlich sein. Der Faktor, ob es sich um eine Erstlingsgeburt handelt oder nicht, kann hierbei mit einspielen: So geht man davon aus, dass die Eröffnungsphase der Geburt bei Müttern, die ihr erstes Kind bekommen, bis zu zwölf Stunden andauern kann. Frauen, die bereits Kinder auf die Welt gebracht haben, können mit weniger Stunden innerhalb dieser Phase der Geburt rechnen (bis zu acht Stunden).

Charakteristisch für diese Phase der Geburt sind die sogenannten Eröffnungswehen. Dabei handelt es sich um Wehen, die zeitlich regelmäßiger auftreten – meist in Abständen zwischen drei und sechs Minuten. Sie sind dafür zuständig, dass sich der Muttermund öffnet; der Körper der Mutter bereitet sich innerhalb der Wehenphase auf die herannahende Geburt des Babys vor.

Du wirst wahrscheinlich die folgenden Symptome während der Eröffnungsphase in der Geburt erleben:

  • Regelmäßige Wehen: Die Wehen treten nun in regelmäßigen Abständen auf und werden stärker und häufiger. Sie helfen dem Muttermund, sich zu öffnen und das Baby in die Geburtsposition zu bringen.
  • Schmerzen: Viele Frauen berichten während der Eröffnungsphase der Geburt von Schmerzen, die von den Wehen ausgehen. Die Schmerzen können von leichten Krämpfen oder Rückenschmerzen bis hin zu starken Wehen reichen, die regelmäßig und in immer kürzeren Abständen kommen.
  • Veränderungen des Muttermunds: Während der Wehenphase öffnet sich der Muttermund. Er wird weicher und dünner. Dein Arzt und/oder Deine Hebamme wird den Muttermund und dessen Entwicklung während dieser Phase mitverfolgen, um den Fortschritt im Geburtsprozess zu verzeichnen.
  • Blutungen/Schleimabsonderungen: Möglicherweise gibt es auch eine leichte Blutung oder Schleimabsonderung.

Wichtig: Jede Frau und jede Geburt ist anders. Es gibt keine festen Regeln dafür, wie lange diese Phase dauern oder wie sie verlaufen sollte. Wichtig ist, dass Du Dich in dieser Phase sicher und gut aufgehoben fühlst und Deinen Bedürfnissen und Wünschen Beachtung schenkst.

Wenn die Wehen in ihrer Regelmäßigkeit und Stärke intensiver werden, bedeutet dies, dass sich der Muttermund weiter öffnet. Sprich: Das Baby rutscht tiefer in den Geburtskanal.

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Nicht zu verwechseln sind diese Wehen mit einem Wehensturm.

Wehensturm

Ein Wehensturm ist eine Kontraktion der Gebärmutter, die sich als intensive und schmerzhafte Wehen äußert. Manchmal ist ein Wehensturm so stark, dass er die Gebärmutter dazu bringt, sich zu verkrampfen, was zu einer Verzögerung des Geburtsvorgangs führen kann. Ein Wehensturm ist am wahrscheinlichsten, wenn sich die Gebärmutter zum ersten Mal zusammenzieht oder wenn sich die Wehen verschlimmern.

Wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, ist es Zeit für die nächste Phase der Geburtsphase – die Austreibungsphase.

Mit dem Platzen der Fruchtblase startet die Austreibungsphase

Primär beinhaltet sie die eigentliche Geburt des Babys. Die Austreibungsphase umfasst die zweite Phase der Geburt. Wichtig: Manche sehen den Übergang zwischen Eröffnungs- und Austreibungsphase als eigenständige Phase an, daher wird in manchen Kontexten von vier Phasen der Geburt gesprochen.

Nachdem der Muttermund sich geöffnet hat, geschieht der sogenannte Blasensprung. Das meint: das Platzen der Fruchtblase. Dadurch bewegt sich das Baby in der Austreibungsphase in und dann durch den Geburtskanal.

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Eine Frau im Geburtsprozess

Man spricht in der Austreibungsphase von einer frühen Austreibungs- und einer nachfolgenden Pressphase. Diese können zeitlich unterschiedlich sein, ähnlich wie bei der Eröffnungsphase.

  • Die Frühphase der Austreibungsphase kann für Frauen, die das erste Mal gebären, bis zu zwei Stunden andauern; bei Frauen, die bereits Kinder haben, kann sich das bis auf die Hälfte (und weniger) verkürzen.
  • Die Pressphase schließt direkt danach an. Wie die Bezeichnung bereits suggeriert, ist das Pressen der Mutter in dieser Zeit zentral. Daher dauert diese Phase im Vergleich nicht so lang; meist rangiert sich die Dauer bei einer halben Stunde ein. Je nachdem, ob Du zu diesem Zeitpunkt bereits eine Geburt vollbracht hast, kann sich das zeitlich um wenige Minuten verschieben.

Während dieser Phase werden die Wehen stärker und häufiger, was einem starken Drücken und Ziehen im Unterbauch und im Rückenbereich entspricht. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von sogenannten Presswehen.

Wie sieht die Austreibungsphase für die Mutter aus?

Die Austreibungsphase kann für die Mutter ein sehr intensiver Prozess sein. Während dieser Phase müssen die Mütter stark atmen, pressen und sich entspannen, um die Wehen zu unterstützen.

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Hinweis: Sollte es in der Austreibungsphase zu Komplikationen kommen – zum Beispiel durch das Fehlliegen des Neugeborenen – kann es zu einem Dammschnitt oder anderen Eingriffen kommen.

Während der Austreibungsphase sollte die Mutter, soweit möglich, mit bei der Geburt unterstützenden Hebammen und Ärzten kommunizieren, um Hilfe und Anleitung zu erhalten. Besonders, da viele angehende Mütter in dieser Phase körperlich verletzlich sind und ihnen dadurch die Angst genommen werden sollte.

Wie kann man die Austreibungsphase erleichtern?

Es gibt einige Möglichkeiten, um die Austreibungsphase zu erleichtern. Zunächst ist es wichtig, dass die Mutter sich entspannt und sich auf das Pressen und die Wehen konzentriert. Unterstützung und Ermutigungen von den der Geburt beiwohnenden Ärzte und Hebammen kann ebenfalls förderlich wirken.

Außerdem können Wärmeeinreibungen und Massagen helfen, die Wehen zu lindern. Es ist auch hilfreich, dass die Mutter verschiedene Positionen ausprobiert, um ihren Körper und das Baby zu unterstützen. Eine optimale Geburtsposition ist daher nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter selbst von Vorteil. Eine der angenehmsten Übungen, mit denen man das Kind in die richtige Geburtsposition bringen kann, ist zum Beispiel die Indische Brücke.

Die Nachgeburtsphase schließt die Geburt ab

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Eine Mutter hält ihr Neugeborenes

Die Nachgeburtsphase ist die kurze Zeitspanne, die zwischen der Geburt des Kindes und dem Zeitpunkt liegt, an dem die Plazenta und die Nabelschnur abgetrennt werden. Zeitlich reiht sie sich daher nach der Geburt ein. Innerhalb dieser Phase der Geburt unternimmt man wichtige Versorgungsschritte, um die Gesundheit des Neugeborenen und seiner Entwicklung zu gewährleisten. Zu diesen Schritten gehören:

  • die Untersuchung des Neugeborenen
  • die Säuglingspflege
  • die Versorgung der Mutter

Säuglingspflege

Säuglingspflege bezieht sich auf die Pflege und Versorgung eines Neugeborenen von der Geburt bis zu einem Alter von etwa einem Jahr. Es umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Diese zielen darauf ab, das Wohl, die Gesundheit und das Wachstum des Babys sicherzustellen.

Einige Beispiele für Aufgaben der Säuglingspflege sind:

  • das Stillen oder die Flaschenernährung (zum Beispiel mithilfe von Milchpumpen)
  • das Wickeln und Reinigung des Säuglings (zum Beispiel auf einem Wickeltisch)
  • Körperpflege (zum Beispiel Baden/Waschen in einer Babydusche)
  • regelmäßige Untersuchungen und Impfungen
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Die Dauer der Nachgeburtsphase ist von Fall zu Fall unterschiedlich und kann je nach der Situation der Mutter und des Neugeborenen variieren.

Warum ist die Nachgeburtsphase so wichtig?

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Versorgung von Mutter und Kind

In der Nachgeburtsphase hat das Neugeborene eine Reihe von Untersuchungen durchlaufen, die wichtig sind, um seine allgemeine Gesundheit von Mutter und Kind zu überprüfen. Einige dieser Tests werden gemacht, um sicherzustellen, dass das Baby gesund und normal entwickelt wird. Andere werden durchgeführt, um eventuelle Probleme oder Komplikationen zu erkennen, die so schnell wie möglich behandelt werden müssen.

Außerdem wird in der Nachgeburtsphase die Säuglingspflege durchgeführt. Dazu gehört die Reinigung des Neugeborenen, der Schnitt der Nabelschnur sowie die damit einhergehende Versorgung.

Schließlich wird in der Nachgeburtsphase auch die Mutter versorgt. Dazu gehört das Anlegen einer Wundauflage, die Versorgung des Nabels und die Versorgung der Gebärmutter. All diese Schritte sind sehr wichtig, um zu gewährleisten, dass die Mutter sich nach der Geburt wieder erholen und gesund bleiben kann. Lokale Schmerzmittel können gleichfalls verabreicht werden, zum Beispiel in Form einer Peridural- oder Spinalanästhesie oder eines Pudendusblock.

Tipp: Ist die Nachgeburtsphase abgeschlossen, kannst die Geburt Deines Kindes endlich gebührend gefeiert werden – zum Beispiel mit entsprechenden Geschenken.

Alles Wichtige zu den Geburtsphasen auf einen Blick

Insgesamt gibt es drei Geburtsphasen: die Eröffnungsphase, die Austreibungsphase und die Nachgeburtsphase. In allen Phasen steht der Fokus auf etwas anderem: In der Eröffnungsphase öffnet sich der Muttermund, in der Austreibungsphase gelangt das Baby in und durch den Geburtskanal, in der Nachgeburtsphase werden Mutter wie Neugeborenes gleichermaßen versorgt. Die Phasen der Geburt können zeitlich variieren.

FAQ zum Thema Geburtsphasen

Was gehört zu den 3 Phasen der Geburt?

Die Geburtsphasen unterteilen sich in: Eröffnungsphase, Austreibungsphase und Nachgeburtsphase.

Wie lange dauern die jeweiligen Phasen einer Geburt?

Das kann unterschiedlich sein. Abhängig ist das unter anderem auch von dem Fakt, ob die Mutter bereits Kinder auf die Welt gebracht hat oder ob es sich um eine Erstlingsgeburt handelt.

Was stellt den schlimmsten Schmerz bei einer Geburt dar?

Im Regelfall sind das die Wehen. Diese können verschiedenartig intensiv von Frau zu Frau sein.

Quellen

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