Bundeswehr rettet 200 Flüchtlinge vor dem Ertrinken

Publiziert am Mai 15, 2015
Janine wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.
Bundeswehr rettet 200 Flüchtlinge vor dem Ertrinken

Die Bundeswehr hat am vierten Tag ihres Einsatzes im Mittelmeer rund 200 Menschen gerettet, die mit einem völlig überfüllten Holzboot in Seenot geraten waren und vermutlich alle ertrunken wären, wenn die Fregatte „Hessen“ der deutschen Marine nicht in der Nähe gewesen wäre. Am gleichen Tag wurden noch weitere 200 Menschen aus kleinen Booten von dem Versorger „Berlin“ der Bundeswehr aufgenommen.

 

Die aktuelle Flüchtlingswelle nimmt kein Ende

Die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer nimmt kein Ende. Die Menschen kommen aus Afrika, um in Europa ein besseres Leben anzufangen. Hunger, Vertreibung und Krieg lassen die gefährliche und illegale Reise über das Mittelmeer antreten- und die Hoffnung, auch ein Leben im Wohlstand genießen zu können, so wie wir es hier in Europa gewohnt sind. Dafür zahlen sie sogenannten Schleppern Geld, für das sie eine Überfahrt über das Mittelmeer erhalten in kleinen Booten, die meistens völlig überfüllt sind und dadurch bei kleinen Wellen schon kentern können. Seit Anfang des Jahres sind dabei mindestens 1750 Menschen ertrunken, allein in den letzten Wochen mehrere hundert Menschen, darunter viele Frauen und Kinder.

 

Die EU-Staaten weiten ihre Marinemissionen aus

Seit letzter Woche beteiligt sich die Bundeswehr auch an der Sicherung der Grenzen von Europa und hat gleich zu Beginn das Leben von 200 Menschen zirka 70 Kilometer vor der Grenze Lybiens gerettet, die ihr Boot sonst nicht bis nach Italien hätten steuern können und vermutlich alle ertrunken wären. Das Problem, das dabei entsteht: Die Flüchtlinge sind allesamt illegale Einwanderer, wenn sie von der deutschen Marine nach Italien an Land gebracht werden. Ihnen muss geholfen werden- sie brauchen Kleidung, Essen und ein Dach über dem Kopf. Und die Europäer müssen mit ihrem Geld dafür bezahlen, denn Geld bringen die Menschen aus Afrika keines mit, sie haben kein Geld. Ein großes Problem also, das noch lange bestehen wird, denn Europa ist reich und Afrika ist bettelarm.

 

Erklärung der schwierigen Wörter:

Die Bundeswehr ist die Armee Deutschlands seit 1955. Sie besteht aus Land-Luft und Wasserstreitkräften.

Das Mittelmeer ist ein Nebenmeer des Atlantischen Ozeans und liegt zwischen Europa, Afrika und Asien.

Eine Fregatte ist ein Schiff der Armee. Meist sind Fregatten kleinere Kriegsschiffe, die auch bewaffnet sind.

Die Wasserstreitkräfte der Bundeswehr werden als die Marine bezeichnet und umfasst kleine und große Kriegsschiffe und auch U-Boote.

Kentern nennt man es, wenn Wasserfahrzeuge wie Schiffe und Boote umkippen.

 

Foto: sailorsnook/bigstockphoto.com