Griechenland ist pleite: Banken bleiben diese Woche geschlossen

Publiziert am Juni 29, 2015
Janine wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.
Griechenland ist pleite: Banken bleiben diese Woche geschlossen

Griechenland bekommt keine weiteren Geldmittel als Hilfe vor einer drohenden Staatspleite. Weder von den Eurostaaten, noch vom IWF. Und eigentlich müsste Griechenland spätestens morgen schon Geld zurückzahlen. Kurz gesagt: Griechenland ist pleite. Das ist es schon länger, aber die neue griechische Regierung hat lange versucht, so zu tun als wäre dies nicht der Fall. Das Ergebnis ist, dass die Banken bis zum 6.Juli geschlossen bleiben, die griechische Börse sogar bis zum 7. Juli.

 

Wenn ein Staat pleite geht: Tsipras lässt das Volk abstimmen

Die Geldgeber, die Griechenland seit Jahren Geld geliehen haben, um so die drohende Pleite zu verhindern, fordern von Griechenland drastische Sparmaßnahmen. Jedoch war die neue griechische Regierung unter Ministerpräsident Tsipras bisher nicht mit den Forderungen der Geldgeber einverstanden und forderte, dass alle Schulden und alle bisher erbrachten Kredite nicht zurückgezahlt werden müssen. Das lehnten die Eurostaaten, die viele Milliarden Euro an Griechenland verliehen hatten, aber ab. Nun will Griechenland die Menschen im Land abstimmen lassen, ob man die Forderungen erfüllen soll oder nicht.

 

Panik bestimmt die Pleite: Die Banken bleibe diese Woche geschlossen

Die Regierung Griechenlands verkündete, dass diese Woche alle Banken geschlossen bleiben und sie, wie es heißt überprüft werden sollen. Als Reaktion darauf gab es gestern lange Schlangen an den Geldautomaten, denn die Menschen haben Angst, dass ihre Bank auch pleite ist und ihr gespartes Geld weg sein könnte. Jeder rettet so viel es geht und nimmt es lieber mit nach Hause als es auf der Bank zu lassen. So etwas hat man schon einmal gesehen: In Island 2008, kurz vor der Staatspleite. Und so wird die griechische Regierung wohl noch diese Woche zugeben müssen, dass Griechenland kein Geld mehr hat. Das Schlimmste wäre, wenn das Land aus der EU austritt- es könnte eines der ärmsten Länder in Europa werden.

 

Erklärung der schwierigen Wörter:

Die Eurostaaten sind die Länder, in denen man mit dem Euro bezahlen kann, also zum Beispiel Deutschland und Frankreich. Auch Griechenland hat den Euro als Zahlungsmittel.

Der Internationale Währungsfonds (kurz IWF) ist eine weltweite Institution, die unter anderem Geld verleiht.

Die EU (Europäische Union) ist eine Gemeinschaft von Staaten in Europa. In der EU gibt es zum Beispiel keine Grenzkontrollen mehr und jeder Mensch kann wohnen und arbeiten, wo er will.

 

Foto: milang/bigstockphoto.com