Jugendwort des Jahres gekürt

Publiziert am Januar 6, 2025
Janine wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.
Jugendwort des Jahres gekührt

Das Jugendwort des Jahres wurde gekürt. Bereits seit dem Jahr 2008 hat der Langenscheidt-Verlag jedes Jahr zur Wahl des Jugendwortes des Jahres aufgerufen und der Sieger in diesem Jahr wurde: „Smombie“- eine Wortneuschöpfung aus „Smartphone“ und „Zombie“. Gemeint ist ein Mensch, der nur auf sein Smartphone starrt und dabei durch die Gegend läuft, ohne etwas von seiner Umwelt mitzubekommen.

 

Das Jugendwort des Jahres

Die Wahl wird oft kritisiert, weil viele Menschen, auch Jugendliche, sagen, sie kennen die Siegerwörter gar nicht. Auch im Falle von „Smombie“ ist dies so. Man versteht das zusammengesetzte Wort zwar, jedoch hat man noch nie jemanden dieses Wort sagen gehört. In einer Online-Umfrage hatte lange das Verb „merkeln“ vorne gelegen. Gemeint ist dabei, dass man einfach gar nichts tut, keine Entscheidungen trifft und keine Äußerungen von sich gibt. Das Wort war gleichzeitig auch eine Kritik an Angela Merkels Regierungsstil. Auch „rumoxidieren“ für rumhängen oder „Diskopumper“ für Jemanden, der nur im Fitnesstudio trainiert, um abends in der Disko gut auszusehen, waren ganz oben im Kurs. Gewonnen jedoch hat „Smombie“. Und jeder von uns sieht wohl jeden Tag Menschen, die auf ihr Smartphone starrend durch die Straßen laufen und dabei nichts von der Außenwelt wahrnehmen.

 

Die Sieger der vergangenen Jahre

Seit 2008 wird das Jugendwort des Jahres gewählt und die Sieger der vergangenen Jahre sind zum Teil immer noch angesagt: 2014 wurde „läuft bei dir“ der Sieger, was so viel wie „Glückspilz“ oder „Du hast es drauf“ bedeutet, 2013 wurde „Babo“ (Boss, Anführer) das Jugendwort des Jahres, 2012 „Yolo“ (englische Abkürzung für „Du lebst nur einmal“), 2011 „Swagg“ (für coole, lässige Ausstrahlung), 2010 „Niveaulimbo“ (ständig sinkendes Niveau) und 2009 „hartzen“ (für Menschen, die von Arbeitslosengeld leben und faul sind). Ob man die Wahl nun gut findet oder nicht- lustig ist sie allemal.

 

 

Foto: Mirimiska/bigstockphoto.com