×
Kind

So wird die Übernachtung von kleinen Freunden zum Erfolg

„Mami, kann meine neue Freundin morgen bei mir schlafen?“ Eltern sollten sich rechtzeitig an diesen Wunsch ihres Nachwuchses gewöhnen. Ab […]

So wird die Übernachtung von kleinen Freunden zum Erfolg

So wird die Übernachtung von kleinen Freunden zum Erfolg

„Mami, kann meine neue Freundin morgen bei mir schlafen?“ Eltern sollten sich rechtzeitig an diesen Wunsch ihres Nachwuchses gewöhnen. Ab circa dem vierten Lebensjahr wollen Kinder bei ihren Freunden übernachten. Dieses Abenteuer verspricht lange aufbleiben zu dürfen, sich Geschichten erzählen zu können und im Dunkeln Geheimnisse auszutauschen.

Aber sind die Eltern auf solch einen Besuch eingestellt? Was tun, damit sich die kleinen Gäste wohl fühlen? Auch wenn es vielleicht nur für eine Nacht sein sollte, ist es entscheidend, ihnen in der fremden Umgebung einen gemütlichen Schlafplatz einzurichten, damit mögliches Heimweh gelindert wird.

„Wichtig ist, dass die Freunde in einem Raum schlafen, damit sich die kleinen Helden nachts nicht fürchten“, so Udo Groene, Geschäftsführer des Kindermöbelherstellers PAIDI und selbst Vater von drei Kindern.

Wenn die Kleinen größer werden…

Ab dem Kindergartenalter möchten die Kleinen so viel Zeit wie möglich mit ihren Freunden verbringen. Das Beieinander-Übernachten ist für sie ein außergewöhnliches Erlebnis und stärkt die Freundschaft. Die Kids wollen Neues entdecken und beginnen sich von ihren Eltern abzunabeln. Für Diplom-Psychologin Helga Gürtler, Autorin von Ratgebern wie „So wird mein Kind selbstbewusst“, ist das ein normaler Vorgang: „Woanders übernachten ist ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von den Eltern.“ Das erste Mal bei einem Freund zu schlafen, ist für Kinder ein wichtiges Ereignis, denn nun sind sie ja schon ‚groß’. Gürtler weiß, dass solch ein Erlebnis den Nachwuchs stolz und selbstbewusst macht. Damit der Übernachtungsbesuch aber auch garantiert ein Riesenspaß wird, müssen die Gasteltern entsprechende Voraussetzungen schaffen. Idealerweise denkt man bereits bei der Zimmereinrichtung an künftige Übernachtungen von Freunden des Schützlings.

Übernachtung mit Wohlfühlatmosphäre

Der Kinder- und Jugendmöbelhersteller PAIDI zum Beispiel hat sich über Übernachtungswünsche von Sprösslingen Gedanken gemacht und Hoch-, Spiel- und Etagenbetten entworfen.Unter ihnen kann entweder eine kuschelige Höhle für die kleinen Abenteurer oder sogar ein zweiter Schlafplatz eingerichtet werden. Dieser kann tagsüber in ein Sofa verwandelt und zum Toben, Lesen und Ausruhen benutzt werden.

Oder man entscheidet sich von Anfang an für ein Platz sparendes Etagenbett. Dann ist es auch kein Problem, wenn zwei Freunde über Nacht bleiben, da der optionale Bettkasten als Lager dienen kann. Diese Schlafstätte bietet mit ihren Standardmaßen Platz für kleine Besucher mit samt ihren Plüschspielgefährten und anderen Einschlafhilfen. Und nach dem Besuch ist alles wieder schnell aufgeräumt.

Auf jeden Fall sollte das Gästebett kuschelig sein, damit sich mutige Piraten nach der Schatzsuche zum Schlafen zurückziehen oder kleine Prinzessinnen in süße Träume entschlummern können. Wer noch lange nicht müde ist, kann flüsternd Geheimnisse unter besten Freunden austauschen.

Eine Nacht ohne die Eltern

Viele Eltern stehen dem Übernachtungswunsch ihres Nachwuchses eher ängstlich gegenüber: Wird es meinem Sprössling bei den Bekannten gut gehen? Aber auch die Gasteltern sorgen sich im Angesicht der Mehrverantwortung.

Doch bei aller Sorge: Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen.

Damit der erste Übernachtungsbesuch auch klappt, sollten einige Dinge berücksichtigt werden. Für den Nachwuchs ist es wichtig, mit den Gasteltern vielleicht gewohnte Einschlafrituale zu erleben, wie zum Beispiel Geschichten vorgelesen zu bekommen oder Hörspielen zu lauschen. Für viele Kleinkinder ist es hilfreich, ein Kuscheltier oder das eigene Kopfkissen mitzunehmen, um sich eine gewohnte Umgebung schaffen zu können.

In einem fremden Haus ist alles anders – vor allem nachts können ungewohnte Geräusche selbst den Mutigsten Angst einjagen. Daher sollte man daran denken, eine Lichtquelle zu haben, die sanft das Zimmer erhellt bzw. Orientierungspunkte schafft. Aber das Wichtigste überhaupt: Väter und Mütter müssen jederzeit – zumindest bei den ersten Übernachtungen außer Haus – ihr Kind abholen können.

Bewertung:
Bewertungen: 714 Ihre Bewertung: {{rating}}

Über Charlotte Menke

Neben ihrer Arbeit für den Elternkompass, wird die 34-Jährige von ihrem fünfjährigen Sohn Emil auf Trapp gehalten. Die beiden freuen sich schon darauf im Herbst Drachen steigen zu lassen. Die Autorin und Mutter liebt es zu zeichnen oder durch ihre Heimatstadt Leipzig zu spazieren.

Alle Beiträge anzeigen

Newsletter

Für jede Schwangerschaftswoche die passenden Informationen
kostenlos in Ihren Posteingang!