Textilarbeitern soll geholfen werden

Publiziert am Januar 6, 2025
Janine wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

Die meisten Kleidungsstücke die wir tragen kommen aus dem Ausland. Auch wenn Du eine Jacke trägst, die in einem deutschen Geschäft gekauft wurde, ist es wahrscheinlich, dass sie beispielsweise in dem Land Bangladesch hergestellt wurde. Viele deutsche Kleidungs-Firmen haben sich aber jetzt entschlossen, dafür zu sorgen, dass es den Arbeitern in diesen Ländern besser geht.

Sehr häufig „Made in Bangladesch“

In sehr vielen Kleidungsstücken kann man am Etikett sehen, dass es in Bangladesch hergestellt worden ist. Dort steht dann geschrieben „Made in Bangladesch“. Das ist ja eigentlich auch kein Problem, denn die Qualität ist deswegen ja nicht schlecht. Viel schlimmer jedoch ist, dass die Arbeiter dort oft unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen leiden müssen. Das soll jetzt geändert werden und die Arbeiter sollen es besser haben.

Lange Arbeitszeiten bei wenig Lohn

In solchen Ländern müssen die Arbeiter, wie z.B. die Näherinnen oft sehr viele Stunden am Tag arbeiten und bekommen dafür trotzdem ganz wenig Geld. Die Räume in denen sie arbeiten sind sehr eng, es ist dort heiß und die Luft ist sehr schlecht, weil kaum gelüftet werden kann. Auch die Sicherheit ist nicht sehr groß und es gibt in vielen Fällen nur eine einzige Türe. Du kannst Dir sicher vorstellen, was dort passiert, sollte mal ein Feuer ausbrechen, wie es ja schon öfter geschehen ist. Aus diesem Grund wurde vor einem Jahr von deutschen Firmen das Textilbündnis geschaffen.

Erste Erfolge sind zu vermelden

Erste Erfolge sind jetzt nach einem Jahr schon zu vermelden. Es wurden dort Feuerlöscher installiert und es gibt mehr Türen, durch die man in Notfällen ins Freie gelangen kann. Die Arbeiter haben auch Sicherheitskleidung bekommen. Die Arbeiter, welche Stoffe zuschneiden, die haben jetzt Sicherheitshandschuhe, damit sie sich nicht mehr mit den scharfen Messern verletzen können. Was die Arbeiter aber besonders freuen wird, ist die Einführung von einem Mindestlohn. Damit ist jetzt geregelt, wie viel jemand mindestens verdienen muss. Damit dies auch so bleibt, gibt es mittlerweile rund 200 Leute, die ganz unabhängig das alles überwachen. Diese Leute haben schon rund 1000 Firmen überprüft und achten darauf, dass alles in Ordnung ist.

Erklärung der schwierigen Wörter:

Bangladesch ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Südosten an Myanmar und wird sonst von den indischen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura, Westbengalen, Mizoram und Assam umschlossen. In dem Land leben rund 160 Millionen Menschen. Bangladesch ist mittlerweile der zweitgrößte Textilproduzent der Welt.

Foto: Dmitry Chulov / bigstockphoto.com