Ab wann benötige ich eine Milchpumpe?

Publiziert am Februar 26, 2020
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Milchpumpe
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Eine Milchpumpe wird oft als beliebtes Hilfsmittel zum Stillen verwendet. Die Gründe, weshalb eine Milchpumpe zum Einsatz kommt, sind jedoch ganz unterschiedlich. Was man eigentlich unter einer Milchpumpe versteht, wann sie in Einsatz kommt und welche Arten es gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist eine Milchpumpe?

Die Milchpumpe oder auch Brustpumpe bezeichnet ein Gerät, das entweder per Hand oder elektrisch betrieben werden kann. Damit kannst Du Milch für Dein Baby abpumpen. Ein Grund spricht zum Beispiel dafür, dass so für mehr Flexibilität im Alltag gesorgt ist.

Zudem kann mithilfe einer Milchpumpe auch jemand anderes Dein Baby füttern. So kannst Du auch mal für 5 Minuten die Beine hochlegen. Wenn Du eine Milchpumpe verwendest, muss Dein Baby niemals auf die nährstoffreiche Muttermilch verzichten.

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Diese Gründe sprechen für die Verwendung einer Milchpumpe

Aus unterschiedlichen Gründen kann es für Mamas sinnvoll sein, eine Milchpumpe zu benutzen. In den meisten Fällen wird sie tatsächlich verwendet, um Milch abzupumpen und sie aufzubewahren.

Allerdings können noch andere Gründe für eine Verwendung der Milchpumpe sprechen:

  • Dein Baby ist ein Frühchen und muss nach der Geburt noch im Krankenhaus bleiben, soll aber trotzdem Muttermilch bekommen
  • Dein Baby hat eine Saugschwäche
  • Deine Brustwarzen sind wund und müssen sich erholen
  • Bei einer Mastitis
  • Bei Flach- oder Hohlwarzen
  • Bei der Einnahme von Medikamenten in der Stillzeit

Wie funktioniert eine Milchpumpe?

Die Funktionsweise einer Milchpumpe ist ganz simpel. Der Aufsatz der Milchpumpe besteht entweder aus Silikon oder Latex. Der Aufsatz wird direkt auf Deiner Brust platziert. Durch den Pumpeffekt – entweder manuell oder elektrisch – wird ein Unterdruck erzeugt. Dieser Unterdruck soll das Saugen von Deinem Baby simulieren, damit die Milch aus der Brust fließen kann.

Elektrische Milchpumpe vs. Handmilchpumpe – was ist besser?

Der größte Unterschied besteht darin, ob eine Milchpumpe per Hand oder elektrisch betrieben wird. Zudem unterscheiden sich Milchpumpen in ihrem Aussehen (Form, Farbe) und in ihrem Preis. Das Abpumpen der Muttermilch per Hand ist zwar aufwändiger – dafür aber umso günstiger.

Elektrische Milchpumpe

Mit einer elektrischen Milchpumpe hast Du einen ganz klaren Vorteil: Du sparst Zeit. Besonders praktisch, wenn Du einen Termin hast oder einfach mal Zeit für Dich genießen willst. Falls Du keinen Anspruch auf die Kostenübernahme von der Krankenkasse hast musst Du die elektrische Milchpumpe selber zahlen. Elektrische Milchpumpen sind zudem teurer als herkömmliche Handmilchpumpen.

Handmilchpumpe

Wenn Du die Milchpumpe nicht so häufig benötigst, empfiehlt sich eine Handmilchpumpe. Diese Art ist übrigens mit etwas mehr Aufwand verbunden, dafür aber schonender für Deinen Geldbeutel.

Grundsätzlich kann man nicht sagen das eine Variante besser oder schlechter als die andere ist. Es geht um die Häufigkeit des Abpumpens. Schon gewusst? Eine Milchpumpe kann auch gemietet werden. Zum Beispiel dann, wenn Dein Baby unter einer Saugschwäche leidet.

Die Kosten werden übrigens sogar von der Krankenkasse übernommen.

Die Vor- und Nachteile einer Milchpumpe

Wenn Dein Baby nicht unter einer Saugschwäche leidet und Du nicht zwingend eine Milchpumpe benötigst, solltest Du Dich vor dem Kauf mit den Vor- und Nachteilen auseinandersetzen. Hier findest Du einen Überblick:

Vorteile

  • Entlastung für Dich
  • Du hast einen Vorrat an Muttermilch
  • Milchstau wird vermeiden
  • Du kannst so die Milchproduktion anregen
  • Deine Brust wird geschont
  • Entzündungen der Brustwarzen werden vorgebeugt
  • Deine Brust wird bei überschüssiger Milchproduktion entlastet

Nachteile

  • Das Abpumpen ist mit einem höheren aufwand verbunden
  • Durch die Lagerung im Kühlschrank verliert die Muttermilch ihre ideale Temperatur
  • Du musst dich über die richtige Aufbewahrung der Muttermilch informieren

Woher erhalte ich eine Milchpumpe?

Das Rezept für eine Milchpumpe kann Dir entweder direkt im Krankenhaus oder von Deinem Frauen- oder Kinderarzt ausgestellt werden. Allerdings muss auch ein wirklicher Grund vorliegen, damit Du eine Milchpumpe für Dein Baby verschrieben bekommst.

Leidet Dein Baby an Saugschwäche oder an einer Kiefer-Gaumen-Spalte, hast Du Anspruch auf eine elektrische Milchpumpe. Für den Fall das Du an Milchstau leidet, gilt dasselbe.

Wer kommt für die Kosten auf?

Wenn Du eine Milchpumpe auf Rezept erhältst, musst Du lediglich eine Kaution hinterlegen. Deine Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine elektrische Milchpumpe. Wenn keine große Dringlichkeit besteht, kannst Du Dir natürlich auch selbe eine elektrische Milchpumpe oder eine Handmilchpumpe kaufen.

Wie bewahre ich die Muttermilch richtig auf?

Wenn Du wieder in Deinen Beruf zurückkehrst, Zeit mit Deinem Partner genießen willst oder zum Sport gehst ist es praktisch, wenn Du vorher bereits etwas Muttermilch aufbewahren kannst. Muttermilch ist die beste Nahrung für Dein Baby. Allerdings ist mit dem Vorrat an Muttermilch leider nicht anzufangen, wenn Du sie nicht entsprechend lagerst.

Aufbewahrte Muttermilch neigt nach einiger Zeit dazu, sich in unterschiedlichen Schichten abzusetzen. Das Fett sammelst sich hierbei an der Oberfläche. Wenn das der Fall ist, reicht es auch die Flasche einmal hin und her zu schwenken. So können sich alle Schichten wieder miteinander vermischen.

Achtung: Vermeide zu starkes Schütteln oder Rühren. Das kann dazu führen, dass wichtige Nährstoffe in der Muttermilch beschäftigt werden.

Muttermilch im Kühlschrank aufbewahren

Um Muttermilch richtig im Kühlschrank aufzubewahren, solltest Du einige Dinge beachten. Halte Dich an diese Richtlinien, damit nichts schief geht:

  • Stelle Deine Muttermilch direkt nach dem Abpumpen in den Kühlschrank
  • Bewahre sie in BPA-freien Gläschen oder Flaschen auf
  • Die Milch sollte stets in kühlsten Bereich des Kühlschranks stehen

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Muttermilch im Gefrierschrank aufbewahren

Neben dem Kühlschrank bietet auch der Gefrierschrank eine gute Möglichkeit, um Deine Muttermilch optimal aufzubewahren.

Beachte diese Tipps:

  • Die Muttermilch sollte so schnell wie möglich nach dem Abpumpen eingefroren werden
  • Achte drauf, dass die Behälter für die Milch auch für den Gefrierschrank geeignet sind
  • Die gefrorene Milch sollte im hinteren Bereich des Gefrierschrank gelagert werden. Dort schwanken die Temperaturen am wenigsten

Benötige ich wirklich eine Milchpumpe?

Grundsätzlich kommt es darauf an, ob und wie häufig Du eine Milchpumpe benötigst. Falls es gesundheitliche Probleme gibt und damit ein herkömmliches Stillen nicht funktioniert, ist es besser auf eine Milchpumpe zurückzugreifen.

Falls Du allerdings nicht zwingend eine Milchpumpe benötigst, kannst Du es auch weiterhin genießen Dein Baby mit der Brust zu stillen.

Quellen

https://www.medela.de/stillen/deine-stillzeit/muttermilch-aufbewahren-und-auftauen