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Vorhautverengung bei Babys – Eltern handeln oft zu schnell

Wusstest Du’s? Jungs kommen mit einer natürlichen Vorhautverengung auf die Welt. Viele Eltern wundern sich und lassen diese entweder vorzeitig […]

Vorhautverengung bei Babys

Vorhautverengung bei Babys

Wusstest Du’s? Jungs kommen mit einer natürlichen Vorhautverengung auf die Welt. Viele Eltern wundern sich und lassen diese entweder vorzeitig behandeln oder verletzen das Baby, indem sie die Vorhaut beim Reinigen zu sehr zurückziehen. Der Mangel an Informationen führt leider immer noch oft zu langfristigen Beschwerden. Deshalb erfährst Du in diesem Artikel alles, was Du über das Thema Vorhautverengung (Phimose) wissen solltest.

Vorhautverengung – ganz normal bei kleinen Jungs

Über 90 Prozent aller Jungs kommen mit einer natürlichen Vorhautverengung zur Welt.  Diese dient der empfindlichen Eichel als Schutz vor Krankheitserregern. Mit der Zeit löst sich die natürliche Vorhautverengung. In den meisten Fällen lässt sich die Vorhaut schon in einem Alter von 2–3 Jahren vollständig zurückziehen.

So vermeidest Du langfristige Schäden

Viele Eltern ziehen die Vorhaut bei ihrem Baby aus Unwissenheit zurück, um den Penis zu reinigen. Doch das gewaltsame Zurückziehen kann langfristig sehr schädlich sein. Es bilden sich dadurch Verletzungen der Vorhaut, die zu einer langfristigen Vorhautverengung führen können.

Bei der Reinigung solltest Du also behutsam vorgehen. Es reicht aus, den Penis vorsichtig mit Wasser abzuwaschen. Da die natürliche Vorhautverengung dafür da ist, Keime abzuhalten, ist es auch nicht notwendig auf Biegen und Brechen darunter sauber zu machen. Deshalb auch Hände weg von Wattestäbchen oder Ähnlichem, um darunter zu gelangen.

Welche Arten von Vorhautverengung gibt es?

Neben der natürlichen Vorhautverengung, bei der es sich eher um eine Verklebung von Vorhaut und Eichel handelt, gibt es noch die primäre Phimose und die sekundäre Phimose.

Mit der primären Phimose kommen Jungs bereits zur Welt. In diesem Fall bleibt die Vorhaut sehr eng und weitet sich im Kleinkindalter nicht ausreichend.

Mit der sekundären Phimose kommen Jungs hingegen nicht zur Welt. Zunächst lässt sich die Vorhaut ganz normal zurückschieben. Doch durch wiederholtes gewaltsames Zurückschieben oder wiederkehrende Entzündungen, kann das Gewebe vernarben, wodurch dieses enger wird. Es passiert recht häufig, dass die Unkenntnis von Eltern der Grund für das Auslösen einer sekundären Phimose darstellt.

Wann ist eine Behandlung notwenig?

Sollte dein Sohn mit einer natürlichen Verklebung von Eichel und Vorhaut zur Welt kommen, brauchst Du Dir erstmal keine Sorgen machen. Die meisten weiten sich in einem Alter von 2 bis 3 Jahren. Sollte die Verengung mit ca. 5 Jahren immer noch bestehen, solltest Du zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Chronische Vorhautverengungen sollten unbedingt behandelt werden. Betroffene leiden auf Dauer zumeist unter sehr unangenehmen Schmerzen. Diese treten beim Zurückziehen für die Reinigung auf, aber auch Erektionen können zu starken Einrissen in der Haut führen. Bei besonders engen Phimosen können sogar Auswirkungen auf das Urinieren auftreten. Eine langfristige Phimose erschwert die Hygiene oft so sehr, dass es bei Erkrankten zu unangenehmen Entzündungen kommen kann, die schlimmstenfalls eine Blutvergiftung zur Folge haben. Bei Schmerzen und vor allem bei behindertem Urinfluss, sollte demnach unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Eine besondere Gefahr stellt der eigenannte „Spanische Kragen“ dar. Dieser entsteht, wenn die Vorhaut beim Zurückziehen am Kranz der Eichel hängenbleibt. Dadurch wird der Blutfluss abgeschnürt. Sollte dies passieren ist eine sofortige Behandlung notwendig.

Die Behandlung der Vorhautverengung

Im Gegensatz zur Allgemeinen Meinung ist eine Beschneidung nur im Falle von Komplikationen notwenig. Ansonsten kann zunächst versucht werden, die Vorhaut mit täglichen Dehnübungen zu weiten. Dazu werden spezielle hormon- oder cortisonhaltige Salben verwendet, wodurch die Haut geschont wird.

 

Fall Du also bemerkst, dass die Vorhaut Deines Sohnes etwas enger ist, bleib erstmal ruhig. Das ist bei Babys und Kleinkindern ganz normal und erledigt sich auf Dauer normalerweise von selber.

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Über Charlotte Menke

Neben ihrer Arbeit für den Elternkompass, wird die 34-Jährige von ihrem sechsjährigen Sohn Emil auf Trapp gehalten. Die beiden freuen sich schon darauf im Herbst Drachen steigen zu lassen. Die Autorin und Mutter liebt es zu zeichnen oder durch ihre Heimatstadt Leipzig zu spazieren.

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