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Eizellenspende

Eizellenspende Die Eizellenspende ist für Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch oft die letzte Lösung um Schwanger zu werden. Jedoch ist […]

Eizellenspende

Eizellenspende

Eizellenspende

Die Eizellenspende ist für Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch oft die letzte Lösung um Schwanger zu werden. Jedoch ist in Deutschland die Eizellenspende verboten

Was ist eine Eizellenspende?

Die Eizellenspende ist ein Verfahren der Reproduktionsmedizin. Wenn die Eierstöcke der Frau durch zum Beispiel eine Krankheit keine Eizellen mehr produzieren können, ist sie auf eine Eizellenspende angewiesen, wenn sie ein Kind bekommen möchte. Auch Missbildungen oder ein zu hohes Alter können ein Grund für die nicht vorhandenen Eizellen sein. Die Eizellen werden den Spenderinnen entnommen und künstlich mit dem Sperma des Mannes befruchtet.
In der Regel wird die Spenderin vor der Entnahme der Eizellen mit Hormonen behandelt. Durch die Hormonbehandlung reifen mehrere Follikel gleichzeitig an und können der Spenderin entnommen werden. Um die Erfolgschance zu erhöhen, werden im Labor dann auch mehrere Follikel befruchtet.

Formen der Eizellenspende

Anonyme Eizellenspende: Diese Eizellenspende kann völlig anonym Verlaufen, was bedeutet, dass die Spenderin und das Empfänger Paar sich nicht kennen und auch nicht in Zukunft personenbezogene Informationen erhalten können. Die Spenderin bleibt für das Empfänger-Paar und jedes Kind, welches aus den gespendeten Eizellen entsteht komplett anonym.

Offene Eizellenspende: Zum Zeitpunkt der Eizellenspende ist die Spenderin anonym. Jedoch wird zugestimmt, dass das entstandene Kind ab dem 18 Geburtstag die Identität der Spenderin erfahren darf, um nähere Informationen über sie herauszufinden. Bevor diese Informationen rausgegeben werden, werden die Spenderinnen informiert.

Bekannte Eizellenspende: Wenn Spenden für eine Freundin oder Familienmitglieder abgegeben werden, sind dies bekannte Eizellenspenden.

Für all diese Spendenformen, werden die gleichen Tests durchgeführt und die selben Bedingungen gelten. Auch ein Ärztliches Beratungsgespräch ist vor jeder Spende dieser Spenderformen notwendig.

Was nach der künstlichen Befruchtung passiert

Die gespendete und künstlich Befruchtete Eizelle wird der austragenden Mutter in die Gebärmutter eingesetzt. Wenn es sich um eine Eizellenspende handelt, wird das Kind nur mit dem Vater Genetisch verwandt sein.
Wenn mehr befruchtete Eizellen entstanden sind, als der werdenden Mutter eingesetzt werden können, werden die übrigen befruchteten Eizellen in Flüssigem eingefroren. Falls ein weiterer Versuch benötigt wird, werden dann diese eingefrorenen Eizellen verwendet.

Ist eine Eizellenspende in Deutschland erlaubt?

Laut Embryonenschutzgesetz dürfen einer Frau nur die eigenen, künstlich befruchteten Eizellen wieder eingesetzt werden. Es ist also nicht erlaubt, von einer Eizellenspenderin die Eizellen eingesetzt zu bekommen. Allerdings würde sich bei einer Behandlung nur der Arzt strafbar machen und nicht die Patientin. Auch in Italien, Litauen, Norwegen, der Türkei und der Schweiz sind Eizellenspenden verboten.

In welchen Ländern sind solche Eizellenspenden erlaubt?

Eizellenspenden sind in Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien, Belgien, den Niederlanden der Tschechischen Republik, Polen, der Slowakei, und der Ukraine erlaubt.
Seit April 2015 wurde mit der Erneuerung des Fortpflanzungsgesetzes eine Eizellenspende in Österreich legal.
Vor allem in Osteuropa sind in den vergangenen Jahrzehnten viele Fruchtbarkeitskliniken entstanden, in denen sich auch viele Frauen aus Deutschland ihren unerfüllten Kinderwunsch mit einer Eizellenspende erfüllen. Deshalb wird auch oft von einem Befruchtungstourismus gesprochen.

Wer ist die Mutter bei einer Eizellenspende?

Ein Kind, dass durch eine Eizellenspende entstanden ist, hat immer zwei Mütter. Das Kind ist genetisch mit der Spenderin verwandt. Die Eizellenempfängerin trägt es aus und wird es großziehen. Ob das Kind erfahren wird, wie es entstanden ist und dass es mit seiner sozialen Mutter nicht Blutsverwandt ist entscheiden die Eltern.
Allerdings kann das Kind oder andere Außenstehende darauf kommen, dass es mit der Mutter nicht genetisch verwandt ist, da es äußerliche Unterschiede aufweisen wird. Vielleicht ist daher der bessere Weg von Anfang an ehrlich mit dem Kind umzugehen und ihm zu erzählen wie es
entstanden ist.
Wie auch immer ihr euch als Familie entscheidet, ihr werdet immer wissen, dass der ein oder andere Charakterzug oder optische Auffälligkeit des Kindes nicht in der Familie liegt.

Wird eine Eizellenspende bezahlt?

Jedes Land hat hier eine unterschiedliche Regelung. Die Länder Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Schweden bekommen  die Spenderinnen kein Geld für ihre Spende. In Spanien und Tschechien bekommen Spenderinnen eine Aufwandsentschädigung von 600-900€ pro Punktion. In den USA bekommen Spenderinnen zwischen 5000 und 8000 Dollar. Ohne Aufwandsentschädigung ist die Motivation, sich einer Vollnarkose zu unterziehen sehr gering.
Das Geld ist oft aber nicht der einzige Grund für die Spendenbereitschaft. Oft geben Spenderinnen an, mit der Spende einem kinderlosen Paar helfen zu wollen, weil sie von ähnlichen Fällen im Freundeskreis oder der Familie wissen.
Was kostet eine künstliche Befruchtung durch eine Eizellenspende?
In den osteuropäischen Ländern liegen die Kosten zwischen ca. 4000€-8.500€. In Spanien sollten sie mit 7.500€-9.000€ rechnen. Hinzu kommen noch Reisekosten.

Ist eine Eizellenspende anonym?

In den meisten Ländern wird die Spenderin unbekannt bleiben. Zwingend anonym ist die Spende in Spanien. In Österreich steht es dem Kind jedoch mit dem 14 Geburtstag zu, den Namen der Spenderin zu erfahren. Dasselbe gilt auch für die Niederlande, Schweden und Großbritannien.
Sehr oft kommen die Spenderinnen aber auch aus dem Freundes- oder Familienkreis der zukünftigen Mutter. In solchen Fällen ist von Anfang an einen Kontakt zwischen Genetischer Mutter und dem Kind angedacht.

Wie lange dauert so ein Eingriff?

Die Vorbereitung auf eine Eizellenspende dauert ca. 14 Tage. Zu beginn der Vorbereitung wird der Zyklus der Spenderin und der Empfängerin synchronisiert.

Die Behandlung der Spenderin

Der Spenderin wird am Anfang des Zyklus einmal täglich ein follikelstimulierendes Hormon gespritzt. Diese Behandlung dauert etwa 9-12 Tage. Der Follikelwachstum wird dann durch Ultraschallkontrollen überprüft. Durch ein weiteres Medikament wird ein vorzeitiger Eisprung verhindert. Wenn die Eizellen eine ausreichende Größe erreicht haben, wird das Hormon HCG Gespritzt um die endgültige Reifung und den Eisprung auszulösen. Etwa 36 Stunden danach werden die Eizellen unter einer Vollnarkose entnommen. Die gespendete Eizelle wird anschließend mit den Samenzellen des Mannes durch IVF oder ICSI befruchtet.

Behandlung der Empfängerin

Die Empfängerin der gespendeten Eizelle nimmt ein Östrogenpräparat ein um die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vorzubereiten. Per Ultraschall wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut überprüft. Etwa drei bis fünf Tage nach der künstlichen Befruchtung der Spenderzellen im Labor oft zwei der entstandenen Embryonen in die Gebärmutter der Empfängerin eingesetzt. Übrige Embryonen werden mit flüssigem Stickstoff eingefroren und für weitere Versuche oder Kinderlose Paare aufbewahrt. Zwei Wochen nach dem Transfer kann von der Empfängerin ein Schwangerschaftstest gemacht werden.

Wie wird eine Spenderin ausgesucht?

Mögliche Spenderinnen werden oft über eine Agentur gesucht, da eine offene Eizellenspende nur in wenigen Ländern möglich ist. Das Paar mit dem Kinderwunsch kann bestimmte Merkmale auswählen, die in ihrer Sicht für das Kind wichtig seien. Die Spenderin benötigt zusätzlich auch die notwendigen medizinischen Voraussetzungen, wie Blutgruppe, ähnlicher Zyklus, usw. ….

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Über Kim Riehl

Kim ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer einjährigen Tochter Mila in Mainz. Sie gehen regelmäßig gemeinsam zum Babyschwimmen oder bauen Sandburgen im Sandkasten. Wenn die Autorin nicht gerade für den Elternkompass schreibt, liebt sie es zu fotografieren.

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