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Kinder im Grundschulalter

Hobbys für Grundschulkinder: Was ist am besten?

Mit der Einschulung kommt schon bald die Frage nach der Freizeitgestaltung deines Kindes auf. Hobbys ermöglichen es deinem Kind, Interessen […]

Mit der Einschulung kommt schon bald die Frage nach der Freizeitgestaltung deines Kindes auf. Hobbys ermöglichen es deinem Kind, Interessen auszuprobieren und Talente zu entfalten, für die in der Schule kein Platz ist. Wichtig ist vor allem, dass dein Kind Spaß an seiner Freizeitbeschäftigung hat. Dann trägt ein Hobby maßgeblich zur Persönlichkeitsbildung deines Kindes bei. Die Auswahl ist groß, wie weiß man als Eltern also, was das richtige Hobby für das Kind ist?  

 

Kinder und Hobbys 

Hobbys sind eine gute Sache, um die Freizeit mit sinnvollen Aktivitäten zu gestalten, die zu einer positiven Entwicklung deines Kindes beitragen. Außerdem erweitern Kinder beim Sport, Musizieren oder anderen Tätigkeiten ihre sozialen Kompetenzen und verbessern ihre motorischen wie kognitiven Fähigkeiten.

Eltern sind natürlich immer bemüht, ihr Kind bestmöglich zu fördern, am liebsten in allen Bereichen. Manche übertreiben es in dieser Hinsicht leider und die Kinder hetzen schon im Kindergarten von einem Termin zum nächsten. So arten Freizeitaktivitäten bei den Kindern in Stress und Überforderung aus, was ja nicht dem eigentlichen Sinn einer spaßigen Beschäftigung entspricht.

Daher sollten Kinder höchstens zwei Hobbys haben, damit neben den Hausaufgaben noch genug unverplante Zeit bleibt, die die Kinder selbst gestalten und in der sie einfach nur spielen können.

Das freie Spielen gehört zu den kindlichen Bedürfnissen und ist sehr wichtig für die gesunde Entwicklung deines Kindes, denn auch hier trainieren Kinder wichtige Fähigkeiten, die sie im Leben brauchen, wie soziale Kompetenzen, Selbstbewusstsein und Kreativität.

 

Bewegung tut gut: Sportliche Aktivitäten für Kinder

Kinder, die sich gerne austoben und Spaß an der Bewegung haben, können das auch mit einem Hobby verbinden. Hierbei kann dein Kind seine motorischen Fähigkeiten verbessern und entwickelt ein besseres Gefühl für seinen Körper.

 

Dadurch baut es Selbstbewusstsein und Vertrauen in sein körperliches Können auf: dein Kind weiß, was es körperlich leisten kann, das verschafft ihm mehr Zuversicht und das nötige Selbstvertrauen, um sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen – nicht nur beim Sport, sondern allgemein im Leben. Außerdem tut dein Kind auch etwas für seine körperliche Fitness und Gesundheit. Sport hilft auch dabei, Stress abzubauen, der sich bei Kindern durch den Leistungsdruck in der Schule entstehen kann. Durch die regelmäßige Bewegung ist dein Kind entspannter und kann besser mit den Herausforderungen des Alltags umgehen.

Teamplayer oder Einzelkämpfer?

Ist dein Kind kontaktfreudig und ein Teamplayer, eignen sich Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball, aber auch Turnen und Tanzen. Hierbei geht es darum, sich in eine Gruppe einfügen zu können und mit den eigenen Fähigkeiten zum Spielsieg oder zu einem gelungenen Tanzauftritt beizutragen.

Gehört dein Kind eher zu den zurückhaltenden, disziplinierten Kindern, ist vielleicht eine Sportart besser, bei der es nicht zwingend mit anderen zusammen agieren muss. Dazu gehören Ballett, Klettern, Reiten oder Schwimmen sowie Tennis oder Kampfsportarten.

Zur Ausübung einer bestimmten Sportart ist immer auch das entsprechende nötig: Sportkleidung, Ballettschuhe, Kletterhelm, Reitstiefel und was sonst noch angeschafft werden muss. Bevor du dich für dein Kind für ein bestimmtes Sporthobby entscheidest, solltest du dich über anfallende Kosten informieren und darüber, ob zum Testen die Sachen geliehen werden können.

 

Für Einzelkämpfer sind Kampfsportarten ein guten Hobby

 

Singen oder ein Instrument spielen: Musik fördert viele Fähigkeiten 

Viele Kinder haben Spaß an der Musik. Ob singen oder ein Instrument spielen – die Möglichkeiten sind jeweils vielfältig und auch schon im Grundschulalter kann dein Kind seine musikalischen Fähigkeiten ausbauen.

Auch sonst fördert das Musizieren die Entwicklung deines Kindes und das gleich in mehrfacher Hinsicht: hierbei werden die Gehörbildung, die charakterliche Entwicklung, die Kreativität sowie das Rhythmusgefühl verbessert und angeregt. Beim Spielen eines Instrumentes trainiert das Kind außerdem seine motorischen Fähigkeiten.

Besonders, wenn dein Kind später in einem Orchester mitspielt, werden zudem soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und die emotionale Intelligenz gefördert, weil es sich auf andere einlassen und sich in die Gemeinschaft einfügen muss.

 

Ein Musikinstrument lernen

Es gibt viele verschiedene Musikinstrumente, die auch schon von Kindern erlernt werden können. Während sich aber manche Instrumente schon für Grundschüler eignen, sind andere eher erst für ältere Kinder passend. Glockenspiel, Blockflöte und Rhythmusinstrumente sind leicht zu erlernen und daher auch für kleine und Grundschulkinder interessant, weil sie damit schnell Töne erzeugen können.

 Für Instrumente wie Tuba, Klarinette, Querflöte oder Geige sind ein ausreichend großes Lungenvolumen bzw. gute feinmotorische Fähigkeiten nötig, die etwa ab dem achten Lebensjahr soweit ausgebildet sind, dass das Kind ein solches komplexeres Instrument erlernen kann.

Bevor es jedoch an den richtigen Instrumentalunterricht geht, bietet es sich an, das Kind bei der musikalischen Frühforderung anzumelden. Hier lernt es spielerisch erste einfache Instrumente und die Bedeutung von Noten kennen.

 

Im Chor singen

Singt dein Kind im Chor, bringt ihm das ebenfalls gewisse Vorteile, denn auch hier lernt das Kind, sich in eine Gemeinschaft einzufügen und sein Talent in einem großen Team einzubringen.

Außerdem baut es sein Selbstvertrauen auf und entwickelt nicht nur Spaß an der Musik, sondern auch am Lernen: Im Chor werden immer wieder neue Liedtexte und Melodien eingeübt, die sich die Kinder (in der Regel auswendig) merken müssen. Das ist auch in der Schule eine gefragte Fähigkeit, die bis zum Schulabschluss und darüber hinaus sehr vorteilhaft ist.

 

Das richtige Hobby finden

Das Angebot an Freizeitaktivitäten für Kinder ist sehr groß. Wie findest du da etwas Passendes für dein Kind, was ihm auch langfristig Spaß macht? Ein erster Schritt auf der Suche nach dem passenden Hobby ist es, das Kind konkret nach seinen Interessen zu fragen und so herauszuhören, welches Hobby überhaupt infrage kommt und welches nicht.

 

 

Schon im Grundschulalter können Kinder ein Musikinstrument erlernen

 

Generell solltest du bei der Wahl des Hobbys immer die Wünsche deines Kindes berücksichtigen. Nur so ist gewährleistet, dass es Spaß an der Sache hat und einen gesunden Ehrgeiz entwickelt, sich stetig verbessern zu wollen.

 

Im Sport muss man regelmäßig trainieren, später auch außerhalb der eigentlichen Trainingszeiten im Verein, um die Fähigkeiten zu steigern. Und auch im Bereich Musik wird man ohne regelmäßiges Proben und Üben nicht besser spielen oder singen können. Das ist ein Punkt, über den du dein Kind unbedingt aufklären solltest, bevor ihr eine Entscheidung trefft.

Denn Kinder können noch nicht abschätzen, welcher zusätzliche Aufwand hinter einem Hobby stecken kann. Wenn du dir darüber selbst noch nicht im Klaren bist, was da auf dein Kind zukommt, solltest du dich im Vorfeld bei den Vereinen informieren, die grundsätzlich infrage kommen.

 

Örtliche Angebote und Schnupperstunde

Bei der Suche nach dem passenden Hobby ist es in einem nächsten Schritt sinnvoll, deinem Kind verschiedene Möglichkeiten, die es vor Ort oder im nahen Umkreis gibt, vorzuschlage. Vielleicht zeigt dein Kind auch Interesse an einem Hobby, das es vorher gar nicht kannte.

Um aber endgültig herauszufinden, ob sich das ausgewählte Hobby wirklich eignet, solltest du mit deinem Kind das Angebot einer Schnupperstunde wahrnehmen. Dann könnt ihr euch beide anschauen, ob das Hobby den Erwartungen entspricht. Dabei spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle. Das Kind hinbringen, wieder abholen, mit ihm zu Auftritten oder Spielen fahren – das ist mit manchen Berufen oder anderen Verpflichtungen nicht immer gut vereinbar.

Grundsätzlich hängt die Entscheidung aber auch vom Charakter des Kindes ab. Ein zurückhaltendes Kind wird sich bei einem Hobby, bei dem es im Vordergrund steht, eher weniger wohlfühlen. Wenn es sich anbietet, kann dein Kind sein neues Hobby auch zusammen mit einem Freund oder einer Freundin ausüben. So ist es nicht alleine neu in der Gruppe und pflegt die Freundschaft.

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