Dein Baby hat Bauchweh? Das ist jetzt zu tun

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Wenn es zwickt und zwackt im Bauch, ist das fürs Baby unangenehm und es reagiert mit Quengeln und Weinen. Gerade bei jungen Säuglingen ist beim Trinken oder Schreien verschluckte Luft im Bauch die Ursache für die Bauchschmerzen.

Aber auch die Verdauung muss nach der Geburt erst richtig in Schwung kommen. Manche Babys haben in den ersten Wochen häufig schmerzhafte Blähungen oder reagieren schlicht empfindsam auf den Verdauungsprozess. Mit zunehmendem Alter geben sich diese Probleme zumeist und die Blähungen und Bauchschmerzen verschwinden wieder.

Dein Baby hat Bauchweh und Du weißt nicht, was Du tun sollst? Hier erfährst Du es.

Dein Baby hat Bauchweh: Der Kinderarzt als Anlaufstelle

Ist Dein Kind erst wenige Tage oder Wochen alt, so sind Bauchschmerzen aufgrund von Blähungen normal und kein Grund zur Besorgnis. Dennoch solltest Du Deinen Kinderarzt fragen, beispielsweise im Rahmen der jetzt ohnehin in kurzen Abständen erfolgenden Kontrollbesuche.

So manches Baby hat Bauchweh, weil es mit einer Milchzuckerunverträglichkeit geboren wurde oder eine Fehlbildung des Magenausgangs hat. Beides führt zu Bauchkrämpfen und kann zudem mit häufigem, schwallartigem Erbrechen einhergehen. Diese Ursachen müssen ausgeschlossen werden, um Deinem Kind optimal helfen zu können.

Anhaltendes Weinen oder Schreien, eine blasse Gesichtsfarbe sowie ein eingezogener oder (stark) aufgeblähter Bauch sind typische Signale für oft heftige Bauchschmerzen. Dein Kind zieht dabei die Beine dicht an den Körper und wird sich so wenig wie möglich bewegen.

Das Bäuchlein fühlt sich zudem häufig hart an oder Dein Kind reagiert auf dessen Berührungen mit deutlichen Schmerzsignalen. Kontrolliere, ob Dein Baby Fieber hat und versuche, es durch körperliche Nähe zu beruhigen.

Wenn es mag, kannst Du selbst jungen Säuglingen Fencheltee geben. Dies beruhigt den Bauch und wirkt gegen die schmerzhaften Blähungen. Bessert sich das Baby Bauchweh nicht nach spätestens einer Stunde oder treten wiederholt auf, so suche bitte Deinen Kinderarzt auf.

Auch in diesen Fällen solltest Du mit Deinem Kind zum Kinderarzt gehen:

  • Akute, starke Bauchschmerzen bei krank wirkendem, schrill schreiendem Baby
  • Wenn das Baby sich nicht beruhigen lässt oder apathisch wirkt
  • Wenn sich der Bauch angespannt und hart anfühlt
  • Bei Symptomen wie Erbrechen und Durchfall, Blut im Stuhl (oder ausbleibendem Stuhl), Fieber und Schüttelfrost
  • Wenn das Baby Bauchweh nachts auftritt
  • Wenn Dein Baby in den letzten Tagen an Gewicht verloren hat
  • Wenn die Bauchschmerzen ohne erkennbaren Grund oder immer wieder auftreten

Diese Dinge verursachen bei Deinem Baby Bauchweh

Gerade in den ersten drei Lebensmonaten leidet so manches Baby unter Bauchweh, ganz gleich, ob es gestillt wird oder mit der Flasche gefüttert. Dabei kommen viele Ursachen infrage, wobei schlichte Blähungen oder auch die berühmt-berüchtigten Dreimonatskoliken häufig vorkommen.

Typische Symptome für Bauchschmerzen sind vor allem:

  • Anfallartiges, häufig schrilles Schreien
  • Kind lässt sich auch durch Tragen und Wiegen kaum beruhigen
  • Angezogene Beine und gekrümmte Haltung
  • Aufgeblähter, druckempfindlicher Bauch
  • Rotes Gesicht, schwitzige Haut

Dabei können, müssen aber nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten. Hat der Kinderarzt die Ursache dem Baby Bauchweh herausgefunden, kannst Du Deinem Kind auf verschiedene Weise helfen.

Neugeborene leiden häufig unter Blähungen

Wenn Dein Baby unter Bauchweh leidet, sind häufig Blähungen die Ursache. Der Kinderarzt bezeichnet diese auch als Meteorismus. Der Blähbauch wird durch übermäßig viel Luft im Bauch verursacht, die oft durch Verschlucken beim Schreien oder Trinken in den Darm gelangt.

Außerdem muss der Verdauungstrakt erst lernen, weshalb bei den Verdauungsprozessen entstehende Gase nicht schnell genug entweichen und sich deshalb im Darm stauen. Als Folge erleidet Dein Baby Bauchweh, das häufig kurz nach einer Mahlzeit oder in den Abendstunden auftreten.

Da Dein Kleines sich anders noch nicht ausdrücken kann, behilft es sich mit schrillem Schreien und macht so auf sein Unbehagen aufmerksam.

Die häufigsten Ursachen für Blähungen

Blähungen sind bei jungen Säuglingen bis zu einem Alter von rund drei Monaten nichts ungewöhnliches und treten sehr häufig auf. Danach lassen die schmerzhaften Bauchkrämpfe deutlich nach. Vermutlich ist eine noch nicht komplett ausgebildete Darmflora sowie ein noch nicht richtig funktionierendes Verdauungssystem die Ursache.

Begünstigt werden die Blähungen vor allem durch diese Gegebenheiten:

  • Baby schluckt beim Trinken zu viel Luft
  • Stress, Reizüberflutung und Unruhe
  • Umstellung von Milch auf feste Nahrung

Wie Du siehst, kann das Baby Bauchweh auch psychische Ursachen haben: Weint Dein Baby beispielsweise viel, weil es sich um Alltag gestresst und überfordert fühlt, so schluckt es dabei ebenfalls Luft welche wiederum die Bauchkrämpfe verursacht und Dein Kind noch mehr weinen lässt. Daneben kann hinter dem Blähbauch auch krankhafte Ursachen oder aber eine Nahrungsmittelunverträglichkeit bzw. Allergie stecken.

Verdächtig und dringend klärungsbedürftig durch den Kinderarzt sind dabei diese Begleiterscheinungen:

  • Langes und ausgiebiges Schreien nach jeder Mahlzeit
  • Durchfall
  • Verstopfung oder harter Stuhl
  • Nahrungsverweigerung
  • Ausbleibende oder zu geringe Gewichtszunahme

In diesen Fällen wird der Arzt nach weiteren organischen Ursachen für den schmerzenden Blähbauch suchen.

Diese Hausmittel helfen gegen Baby Bauchweh

Leidet Dein Baby unter Bauchweh aufgrund von Blähungen, so kannst Du ihm mit diesen Maßnahmen helfen:

KleidungZiehe Deinem Baby locker sitzende Kleidung an, die den Bauch nicht einschnürt. Bevorzuge etwa Strampler anstatt einer Jeans.
WärmeEin warmes Kirschkernkissen (nicht auf die nackte Haut legen!) oder ein warmes Bad hilft gut gegen Blähungen.
MassageMassiere Babys Bäuchlein im Uhrzeigersinn sanft um den Bauchnabel herum. Dabei kannst Du auch Bäuchlein-Öl auf der Basis von Kümmel, Anis oder Fenchel einmassieren.
FliegergriffLege Dein Baby bäuchlings auf deinen angewinkelten Unterarm, wobei sein Köpfchen zu Deinem Ellenbogen schaut und Du einen Oberschenkel mit der Hand umfasst.
Beinchen anwinkelnUnterstütze Dein Kind, indem Du ihm durch das Anwinkeln der Beine Richtung Bauch beim Ablassen der Luft hilfst.
TeeGib Deinem Kind zwischen den Mahlzeiten ungezuckerten Kümmel- oder Fencheltee zu trinken.

Außerdem haben sich die folgenden, sanften Medikamente aus der Apotheke gegen Bauchschmerzen bei Säuglingen bewährt:

  • Kümmelzäpfchen: Verabreiche Deinem Kind vor jeder Mahlzeit bzw. bei Bedarf ein Kümmelzäpfchen.
  • Entschäumer (z. B. Sab Simplex): Diese tropfst Du in die Flaschenmilch oder gibst sie deinem Kind vor einer Stillmahlzeit auf einem Löffel.
  • Chamomilla: Manche Eltern schwören auf homöopathische Mittel wie Chamomilla. Frage Deine Hebamme danach.

So beugst Du Baby Bauchweh vor

Ein „Bäuerchen“ nach jeder Mahlzeit und zwischendurch hilft Deinem Baby dabei, Luft abzulassen und sorgt dafür, dass sich gar nicht erst so viel Luft im Bauch ansammelt. Dadurch hat es weniger Bauchschmerzen.

Erleichtere Deinem Kind das Aufstoßen, indem Du:

  • es nach dem Trinken aufrecht hältst
  • ihm leicht auf den Rücken klopfst
  • dabei herumläufst und es sanft schaukelst

Flaschenkinder profitieren zudem von einer so genannten Anti-Kolik-Flasche, die eine übermäßige Luftaufnahme von vornherein verhindert. Achte zudem darauf, dass Du das Fläschchen nach dem Anrühren erst einige Minuten stehenlässt, damit sich die durch das Schütteln entstandenen Luftblasen zurückbilden können.

Stillkinder sollten die Brustwarze vollständig mit dem Mund umschließen und vor allem länger als nur ein paar Minuten an der Brust trinken: Zunächst fließt nämlich die sehr milchzuckerhaltige Milch, die dem Bäuchlein häufig Probleme macht. Die fettreiche Milch hingegen fließt erst später, hilft aber gegen Baby Bauchweh.

Lasse Dir außerdem viel Zeit beim Trinken lassen und sorge dafür, dass Dein Kind – ganz gleich ob Still- oder Flaschenkind in Ruhe und ohne Hektik trinken kann. Wenn Du stillst, solltest Du zudem auf stark blähende Lebensmittel wie etwa Zwiebeln und Kohl verzichten sowie Fenchel-, Kümmel- oder Anistee trinken.

Diese Kräuter haben zudem den Vorteil, dass sie die Milchbildung anregen.

Koliken oder Blähungen? Wie Du Deinem Baby hilfst

Etwa 16 von 100 Babys schreien auffallend viel und lassen sich nur schwer beruhigen. Bei diesen Kindern können sich hinter dem vermeintlichen Baby Bauchweh aufgrund von Blähungen auch Koliken verbergen.

Die sogenannten Dreimonatskoliken treten typischerweise zwischen der zweiten und dritten Lebenswoche erstmalig auf und hören häufig nach dem dritten Lebensmonat allmählich auf. Früher nahm man an, dass Bauchkrämpfe die Ursache für die Schreiattacken wären.

Heute gehen Kinderärzte hingegen von Regulationsstörungen aus. Die betroffenen Kinder können sich schlicht nicht selbst beruhigen und sind häufig sehr empfindsam bezüglich Änderungen im Tagesablauf oder Alltagsreizen.

Ein solches, auch als „Schreibaby“ bezeichnetes Kind braucht viel Ruhe. Es sollte wenig Reizen ausgesetzt werden. Auch ein täglich gleichartiger Tagesablauf trägt zu seiner Entspannung bei.

Zudem solltest Du es oft tragen und ihm viel körperliche Nähe geben, da Deinem Kind dies Geborgenheit und Sicherheit gibt. Nichtsdestotrotz kann auch ein von Regulationsstörungen betroffenes Baby Bauchweh haben: Während des exzessiven Schreiens schlucken diese Kinder sehr viel Luft und leiden anschließend unter Blähungen.

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