Sind Schmerzen beim Eisprung in den fruchtbaren Tagen normal?

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Es scheint wie verhext. Die Periode hast Du gerade überstanden und bereits 11 bis 15 Tage nach der Menstruation spürst Du schon wieder ein Ziehen im Unterleib. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern deutet darauf hin, dass Dein Eisprung erfolgt und alles in Ordnung ist.

Dennoch ist der Schmerz unangenehm und kann in Einzelfällen sogar zu einer Einschränkung Deines Wohlbefindens und Deiner Lebensqualität führen.

Warum es beim Eisprung zu Schmerzen kommt

Wenn es beim Eisprung schmerzt, wird Dir der Gynäkologe im Regelfall mitteilen, dass das völlig normal ist und dass Deine Eierstöcke funktionieren. Für Dich ist das im Bezug auf den Kinderwunsch zwar eine Erleichterung, doch gleichzeitig interessiert Dich, warum der Eisprung Schmerzen erzeugt und ob Du etwas dagegen unternehmen kannst.

Etwa jede vierte Frau spürt den so genannten Mittelschmerz, der zu Beginn des Eisprungs auftritt und sich bis zum Ende der fruchtbaren Tage mehr oder minder stark ziehen kann. Eine konkrete Ursache für den Zusammenhang von Eisprung und Schmerzen ist trotz wissenschaftlicher Forschung nicht bekannt.

Die These, dass das Ziehen im Unterleib – die Schmerzen im linken Unterbrauch mit dem Platzen des prall gefüllten Eibläschens im Zusammenhang stehen, klingt aber durchaus einleuchtend.

Beim Aufplatzen und der Freigabe der Eizelle wird auch verhältnismäßig viel Flüssigkeit freigesetzt. Diese gelangt an Dein Bauchfell und kann auch dort durch eine Reizung für Schmerzen sorgen.

Eisprung Schmerzen werden als Mittelschmerz bezeichnet und sind für alle betroffenen Frauen ein sicheres Zeichen für den Eisprung – wann er beginnt und bei anhaltendem Schmerz auch, wann er endet.

Hängen Regelschmerz und Schmerzen beim Eisprung zusammen?

Auch hier gibt es keine wissenschaftliche Studie, die einen Zusammenhang der Menstruationsbeschwerden und der Unterleibsschmerzen ohne Periode, den Eisprung Schmerzen herstellt.

Doch 95 Prozent aller betroffenen Frauen können sich nicht irren und sind der festen Meinung, dass das zyklusbedingte Ziehen im Unterleib viel stärker ist, wenn sich während der Menstruation ebenfalls starke Schmerzen zeigen.

Aber auch hier zeigt sich, dass die Problematik vor allem Frauen betrifft, die während der Periode und beim Eisprung Schmerzen litten. Auch wenn der Eisprung und die Schmerzen dabei unangenehm sind, helfen sie Dir doch dabei, Deinen Kinderwunsch zu erfüllen und die fruchtbaren Tage eindeutig zu erkennen.

Weitere sichere Eisprung-Symptome sind der Zervixschleim und die mit dem Eisprung verbundene erhöhte Temperatur.

Schmerzen linker Unterbauch – warum gerade dort?

Beim Eisprung sind die Schmerzen entweder einseitig oder als Mittelschmerz präsent. Wenn Du zu einseitigem Ziehen im Unterleib neigst, sind es meist Schmerzen, die Deinen linken Unterbauch betreffen.

Das hängt damit zusammen, dass meist nur ein Eierstock aktiv ist und genau in diesem schmerzt es. Für das im linken Unterbauch häufigere Auftreten der Schmerzen gibt es keine wissenschaftliche Begründung.

Dennoch zeigt die Praxis, dass die meisten Frauen unter einseitigem, meist linksseitigem Schmerz während des Eisprungs leiden. Die Bezeichnung Mittelschmerz wird dennoch verwendet, auch wenn es beim Eisprung zu Schmerzen im linken Unterbauch kommt.

Unterleibsschmerzen ohne Periode beim Eisprung – wann hört das auf?

Auch wenn Dich diese Nachricht nicht begeistert: Die meisten Frauen haben das Stechen, Krampfen oder Ziehen im Unterleib bis zur Menopause. Unterleibsschmerzen ohne Periode sind keine Seltenheit und betreffen deutlich mehr Frauen als der Unterleibsschmerz, der menstruationsbedingt während der monatlichen Zyklen auftritt.

Eine veraltete und in der Praxis ungültige These hält sich kontinuierlich. Als junges Mädchen wurde Dir berichtet, dass die Schmerzen beim Eisprung und auch während der Menstruation nach der ersten Schwangerschaft enden.

Das ist ein Mythos, den nur die wenigsten Frauen in ihrem Alltag bestätigen können. Vielmehr kannst Du wie viele Deiner Leidensgenossinnen feststellen, dass sich die Regel- und Eisprung Schmerzen mit zunehmendem Alter und unabhängig der geborenen Kinder verstärken.

Ist das der Fall, solltest Du eine Methode zum Umgang mit dem Schmerz finden und Dich zum Beispiel durch autogenes Training oder Yoga „sozialisieren“. Denn das Warten auf die Menopause ist die sichtlich schlechteste Entscheidung, die Du im Bezug auf die mit dem Eisprung verbundenen Schmerzen und den Menstruationsschmerz treffen kannst.

Stechen, krampfen oder ziehen im Unterleib: Was der Schmerz aussagt

Denke in diesem Zusammenhang nicht an eine Erkrankung, schließe sie aber auch nicht prinzipiell aus. Wenn Du während des Eisprungs ein Ziehen im Unterleib feststellst, kann das durchaus ein positives Zeichen sein.

Dieser Schmerz ist neben der stärkeren Schleimbildung, der erhöhten Temperatur und sogar möglichen Schmierblutungen ein Zeichen für die Funktion Deiner Eierstöcke. Auch während der Schwangerschaft kann es zu Ausfluss und Begleiterscheinungen wie einem Ziehen kommen.

Der Unterleibsschmerz ist immer unangenehm und sollte, sofern er Dich im Alltag belastet und Dir ungewöhnlich erscheint, von einem Gynäkologen per Diagnostik abgesichert werden. In den meisten Fällen sind die während der Menstruation und dem Eisprung auftretenden Schmerzen normal und kein Grund zur Besorgnis.

Das Ziehen im Unterleib, auch ein Krampf oder ein stechender Schmerz zeigen Dir die Fruchtbarkeit und damit die Basis für Deinen erfüllbaren Kinderwunsch an. Sieh es als etwas Positives, als etwas Normales an und finde die Ruhe. Die wirkt sich positiv auf Dein Schmerzempfinden aus und lässt die kleinen Momente weniger störend empfinden.

Was bei Eisprung Schmerzen hilft und was nicht hilft

Fakt ist: Eisprung Schmerzen sind eine normale Reaktion Deines Körpers auf das platzende Follikel, dass das Ei freigibt und damit der Grundstein für eine Schwangerschaft ist.

Keinesfalls solltest Du mit pharmazeutischen Medikamenten gegen den Schmerz vorgehen, auch wenn er Dir einmal stärker erscheint oder zum Beispiel während eines Urlaubs nicht in die Planung passt.

Es gibt viele alternative Methoden, die den Schmerz lindern und die Deinen Körper nicht belasten. Was hilft und worauf Du verzichten solltest, erfährst Du hier in den nächsten Absätzen.

Naturpräparate gegen Ziehen im Unterleib

Wärme ist die beste Methode, wenn Dir Schmerzen (linker Unterbauch) oder im gesamten Unterleib den Zyklus erschweren. Gegen Eisprung Schmerzen und Menstruationsbeschwerden hat sich Wärme als wirkungsvollstes Mittel etabliert und wird daher in unterschiedlichen Formen, am besten mit einer Wärmflasche, erzeugt.

Auch pflanzliche Mittel und Gewürze mit entkrampfender Wirkung sind eine gute Hilfe, um Dich unbeschwert durch den Tag und durch Deine fruchtbaren Tage gehen zu lassen. Hier sind Kümmel und Fenchel, Anis und Pfefferminze bewährte Hausmittel, die Du in Form von Tees zu Dir nehmen und zur Krampflösung einsetzen kannst.

Wenn Du nebenbei Yoga machst und Dich tief in Deinem Inneren entspannst, wirst Du diese Zeit nicht nur überstehen, sondern sie genießen und dazu nutzen können, Deinen Kinderwunsch in die Tat umzusetzen.

Unter starkem Ziehen im Unterleib während dem Eisprung bleibt die Familienplanung häufig auf der Strecke. Das verwundert nicht, denn wenn es Dir schlecht geht, hast Du keine Lust auf gemeinsame Momente mit Deinem Partner und damit auf die Grundlage, um schwanger zu werden und eine Familie zu gründen.

Pharmazeutische Medikamente gegen Schmerzen beim Eisprung

Auf eine medikamentöse Behandlung solltest Du während dem Eisprung verzichten. Nur wenn der Eisprung mit Schmerzen, die Du nicht aushalten kannst einhergeht, kann der gelegentliche Griff zu einem Schmerzmittel eine Maßnahme sein.

Mit Kinderwunsch ausgeschlossen, bei abgeschlossener Familienplanung aber möglich ist die Verschreibung eines Hormonpräparats. Frauen die die Pille nehmen, klagen in den meisten Fällen über eine deutliche Senkung oder die vollständige Aufhebung der Schmerzen, die den Eisprung über viele Jahre begleitet haben.

Bedenke allerdings, dass die Pille Deinen Hormonhaushalt verändert und mit einigen Nebenwirkungen einhergehen kann. Denn die wenigsten Frauen werden direkt nach der Beendigung der hormonellen Verhütung schwanger. Bis sich Dein Hormonhaushalt normalisiert, kann einige Zeit vergehen.

Eisprung-Symptome erkennen, Unterleibsschmerzen ohne Periode richtig zuordnen

Verursacht der Eisprung die Schmerzen oder hat das Ziehen, das Stechen oder Krampfen in Deinem Unterleib eine andere Ursache? Wenn die Symptome im Zeitraum, in dem Deine fruchtbare Phase sein müsste auftreten, kannst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer Begleiterscheinung des Eisprung ausgehen.

Leidest Du hingegen in unterschiedlichen Intervallen, während der Menstruation und auch vor oder nach dem regulär errechneten Eisprung unter Schmerzen, ist der Besuch beim Gynäkologen angeraten.

Denn starkes Ziehen im Unterleib, Zwischenblutungen und Übelkeit oder Kopfschmerzen können auch ein Indiz für eine Endometriose und damit für eine Erkrankung Deiner Gebärmutter sein.

Der Eisprung, wann ist er eigentlich? Wenn Du diese Frage beantworten und Dich auf Deinen Körper verlassen kannst, wirst Du in der Zuordnung der Schmerzen und Symptome keinen Fehler machen.

Du wirst wissen, ob es sich beim auftretenden Ziehen im Unterleib um ein Symptom für den Eisprung oder aber um ein Problem handelt, das völlig neu ist und einer medizinischen Diagnostik bedarf.

Fazit: Die meisten Frauen haben beim Eisprung Schmerzen

Es ist ein Fakt, dass die meisten Frauen bereits im Jugendalter unter Eisprung Schmerzen leiden und ein starkes Ziehen im Unterleib verspüren. Das ist eine natürliche Gegebenheit, die Dir aber auch zeigt, dass Du fruchtbar bis und Deinen Kinderwunsch erfüllen kannst.

Um die Symptome nicht fehl zu deuten und Dir Deiner Gesundheit sicher zu sein, solltest Du bei regelmäßigen und starken Eisprung Schmerzen einen Gynäkologen aufsuchen und das Thema ansprechen.

Hier bekommst Du auch Tipps, wie Du die Zeit überstehen und den Schmerzpegel senken kannst. Du bist mit der Problematik nicht allein, denn Dir geht es wie zahlreichen Frauen, die ihren Eisprung bereits an den Schmerzen erkennen.

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