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Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch: Von künstlicher Befruchtung bis zur Eizellspende

Haben Paare einen unerfüllten Kinderwunsch, weil es mit der Schwangerschaft einfach nicht klappen will, kann dies die Beziehung auf eine […]

Mutter mit Kind

Mutter mit Kind

Haben Paare einen unerfüllten Kinderwunsch, weil es mit der Schwangerschaft einfach nicht klappen will, kann dies die Beziehung auf eine harte Probe stellen. Aber auch Single-Frauen kann das Thema belasten, wenn die biologische Uhr tickt, sie aber trotzdem einmal im Leben Mutter werden wollen. Will es auf natürlichem Wege nicht klappen, besteht ein Ausweg in der künstlichen Befruchtung. Klappt es auch dann nicht, entscheiden sich viele für eine Eizellspende.

Unerfüllter Kinderwunsch bei vielen Frauen ein großes Thema

Unter dem Dilemma eines unerfüllten Kinderwunsches leiden nicht nur in Deutschland viele Frauen und Paare. Das ist problematisch, denn in etlichen Beziehungen komplettiert der Nachwuchs erst das Zusammensein – die eigene Familie mit Kind ist oft ein erklärtes Ziel im Leben.

Im Rahmen einer im vergangenen Jahr durchgeführten Studie von ElitePartner gaben 66% der Liierten an, dass ein Kind ihrem Leben einen tieferen Sinn gebe – 49% sagten, Nachwuchs gehöre in einer Beziehung einfach dazu und mit 45% gab immer noch knapp die Hälfte an, dass ein Kind ein Paar näher zusammen bringe.

Bekannterweise gibt es allerdings keine Schwangerschaft auf Bestellung – auch dann nicht, wenn sich beide Partner über die Zeugung von Nachwuchs einig sind. Die Ursachen dafür, dass es mit dem Kind nicht klappt, sind verschieden und reichen von Fruchtbarkeitsstörungen, über seelische Ursachen, bis hin zu anderweitigen gesundheitlichen Erkrankungen.

Das ruft die künstlicher Befruchtung auf den Plan mit ihrer bekanntesten Methode, der In-vitro-Fertilisation (IVF). Hierbei wird das Spermium außerhalb des Körpers der Frau in die Eizelle eingesetzt. Erst nach der Befruchtung wird das Ei dann wieder in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Eine andere Methode ist die Insemination, bei der die Spermien über einen Katheter in die Gebärmutter oder den Eileiter transportiert werden. Mütter sollten bereits einige Zeit vor der Behandlung auf Ihre Gesundheit achten und z. B. mit dem Rauchen aufhören.

Doch was passiert, wenn Frau trotz künstlicher Befruchtung nicht schwanger auf herkömmlichem Wege wird? In diesem Fall greifen einige Paare auf die sogenannte Eizellspende zurück. Diese ist bisher allerdings nicht in Deutschland erlaubt.

Eizellspende als Erweiterung der normalen In-vitro-Fertilisation

Sie gehört wie die IVF und im Übrigen auch die ICSI, die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, zu den Methodiken der Reproduktionsmedizin außerhalb des Körpers und wird in der Praxis mit der IVF kombiniert.

Obwohl sich das Ganze auf den ersten Blick kompliziert anhört, ist die IVF mit Eizellspende in der Durchführung nicht komplexer, als die künstliche Befruchtung der eigenen Eizellen. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

  1. Stimulation der Eierstöcke der Spenderin mit Medikamenten
  2. Entnahme von Eizellen der Spenderin durch Punktion unter Narkose
  3. Befruchtung der Eizelle mit Sperma durch IVF oder ICSI
  4. Transferierung der Eizelle zur Empfängerin

Der Transfer muss dabei nicht sofort stattfinden, sondern kann nach einer Kryokonservierung auch später erfolgen.

Das sind die Erfolgsaussichten und Risiken bei der Eizellspende

Schaffen es Frauen nicht, auf natürlichem Wege schwanger zu werden, können sie es mit der Eizellspende probieren.

 

 

Schwangere Frau hält Hände über ihren Bauch

Schwangere Frau hält Hände über ihren Bauch

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Erfolgsaussichten bei der Eizellspende durchaus positiv zu bewerten sind. Die Erfolgsrate aller Altersgruppen liegt bei ca. 45 Prozent – hervorzuheben ist diesbezüglich der nur geringe Unterschied zur Gruppe junger Patientinnen.

Die besten Erfolgschancen bietet die Eizellspende Frauen, die sich im Alter von 35 Jahren oder darunter befinden. Trotzdem handelt es sich dabei alterstechnisch nicht um den Höchstwert, denn auch bei Frauen, die schon 40 oder älter sind, kann die Eizellspende noch angewendet werden.

Gleichfalls ist zu sagen, dass die Eizellspende bei korrekter Durchführung von erfahrenen Ärzten zwar Risiken wie eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung oder Blutungen im ersten Drittel der Schwangerschaft birgt – allerdings können diese Probleme durch engmaschige Überwachungen gehandhabt werden. Trotzdem ist die Eizellspende in Deutschland verboten, es bleibt also nur der Weg ins Ausland, weswegen viele Eltern es lieber weiter mit anderen Methoden versuchen.

Lass Dir Zeit

Bei Reproduktionsschwierigkeiten sollte man nicht gleich aufgeben. Manchmal braucht es nur ein bisschen Geduld. In anderen Fällen helfen Methoden, wie die Künstliche Befruchtung oder auch die Eizellspende im Ausland. So oder so: Verlier nicht die Hoffnung und wähle für Dich den Weg, mit dem Du Dich am wohlsten fühlst.

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