Wie wichtig Schlaf für Dein Baby ist und wie Du ihn unterstützen kannst

Gerade im ersten Lebensjahr Deines Babys bestimmt der Nachwuchs seinen eigenen Schlafrhythmus. Er schläft tagsüber viel und wacht nachts häufig auf. Das ist vor allem für die frisch gebackenen Eltern anstrengend, die nachts regelmäßig aus den Federn müssen. Ob tagsüber oder in der Nacht – viel Schlaf ist für Dein Baby besonders wichtig, weshalb Du dafür sorgen solltest, dass Dein Kind genügend schläft.

Wieso Babys so viel schlafen und wie Du es schaffst, einen geregelten Schlafrhytthmus einzuführen, erfährst Du in diesem Beitrag.

So wichtig ist Schlaf für Dein Baby

Babys scheinen den ganzen Tag zu schlafen. Umso nervenaufreibender ist es für die Eltern, wenn sie nachts ständig aufstehen müssen, weil das Baby nicht durchschläft und viel schreit. Genau wie für ausgewachsene Menschen ist der Schlaf für unseren Nachwuchs wichtig. Während wir schlafen, erholen wir uns von dem Erlebten und verarbeiten gewisse Situationen.

Im Schlaf entwickelt sich das Gehirn Deines Babys. Während Dein Baby schläft, kann es Alltagssituationen verarbeiten und die neu gewonnene Kraft anschließend für die Entwicklung der Gehirnfunktionen nutzen. Damit sich Dein Kind gut entwickeln kann, sollte es daher viel schlafen.

So viel Schlaf benötigt Dein Baby

Wenn das Kind die halbe Nacht wach ist und schreit denken viele Eltern, dass ihr Kind nicht ausreichend schläft. Das ist aber nicht zwangsläufig der Fall. Gerade in den ersten Monaten nach der Geburt schlafen Babys häufig tagsüber.

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Wie viel Schlaf ein Neugeborenes benötigt ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Vor allem im ersten Lebensjahr schlafen Kinder ein Drittel des Tages. Mit jedem weiteren Monat verkürzt sich die Schlafphase und das Baby erreicht immer häufiger eine länger anhaltende Tiefschlafphase. Erst ab dem zweiten Lebensjahr sind die Phasen, in denen Dein Kind wach ist, länger als die Schlafphasen.

Schlafbedarf von Neugeborenen bis zum ersten Lebensjahr

Wie viel Schlaf Dein Kind benötigt ist individuell. Dennoch gibt es grobe Vorgaben, an denen Du Dich orientieren kannst.

Wie viel Schlaf Dein Baby im ersten Lebensjahr benötigt, siehst Du hier:

  • Geburt bis 3 Monate nach der Geburt: 15-18 Stunden Schlaf
  • 4 bis 6 Monate nach der Geburt: 14-16 Stunden Schlaf
  • 7 bis 12 Monate nach der Geburt: 13-15 Stunden Schlaf

Bis zum 6. Monat nach der Geburt schläft Dein Kind besonders viel und wacht nachts häufig auf. Viel Schlaf ist wichtig für die Entwicklung Deines Kindes. Ebenso wichtig ist aber auch das Aufwachen in den ersten Monaten nach der Geburt. Wird Dein Kind wach, solltest Du es nachts mehrfach stillen. Nach den ersten 6 Monaten benötigt Dein Baby nicht mehr alle paar Stunden eine Mahlzeit.

Schlafrhythmus entwickeln

Bereits zwischen dem 3. und 7. Monat nach der Geburt entwickelt Dein Baby einen eigenen Schlafrhythmus. Allmählich ist es in der Lage, den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Nun sollte Dein Kind lernen, dass es in der Nacht, wenn es dunkel ist, schlafen soll. Damit das gelingt, kannst Du die Räume abdunkeln, sobald es Zeit zum Schlafen ist. So weiß Dein Baby, dass die Dunkelheit mit der Nacht und somit mit dem Schlaf zusammenhängt.

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Nach und nach wird der Schlafrhythmus Deines Kindes regelmäßiger. Es lernt, ungefähr zur gleichen Uhrzeit einzuschlafen und zur gleichen Uhrzeit wieder aufzuwachen. Gute Nachricht für alle müden Eltern: ab dem 6. Monat schläft Dein Kind immer häufiger 6 Stunden am Stück durch. Es wacht seltener auf und auch Du kannst endlich mal durchschlafen.

Schlafrhythmus unterstützen

Obgleich das Kind mit der Zeit einen eigenen Schlafrhythmus entwickelt, kannst Du diesen mit einfachen Tipps und Gewohnheiten unterstützen. Nach dem 6. Monat benötigt Dein Kind nicht mehr so viel Schlaf wie in den ersten Monaten nach der Geburt.

Mit diesen Tipps kannst Du Dein Kind an einen geregelten Schlaf gewöhnen:

Rhythmus

Klar, ohne eine Regelmäßigkeit der gleichen Schlafenszeiten kann Dein Baby keinen Schlafrhythmus entwickeln. Sobald Dein Kind ein Gespür für Tag und Nacht hat, kannst Du es an geregelte Schlafenszeiten gewöhnen. Dein Kind sollte überwiegend nachts schlafen und nicht mehr tagsüber. So schlafen Kinder oft von selbst zur gleichen Zeit am Abend ein und werden tagsüber zur gleichen Zeit müde, wenn der Mittagsschlaf anfällt.

Auch ein fester Tagesablauf kann dabei helfen, einen Schlafrhythmus zu etablieren. Du solltest Dein Kind immer zur gleichen Zeit ins Bett bringen und das Zimmer abdunkeln. So stellt sich der Körper Deines Babys nach und nach auf die festen Schlafenszeiten ein.
Dazu gehört auch, dass das Kind immer wiederkehrende Tagesabläufe hat. Das Wickeln und Essen zu gleichen Zeiten gehört ebenso dazu wie gleiche Zeiten, an denen Dein Kind schläft und wieder aufwacht.

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Geborgenheit

Fühlen Kinder sich geborgen, schlafen sie gut. Dein Baby sollte das Gefühl haben, dass es sich bei Dir sicher fühlen kann und Du immer da bist, wenn etwas nicht stimmt.
Wenn Dein Kind weint, solltest Du es selbstverständlich trösten. Das Gefühl, nicht allein zu sein, hat zudem positive Auswirkungen auf den Schlaf Deines Babys. Kinder, die nicht allein gelassen werden, schlafen tendenziell besser als Kinder, die früh alleine schlafen müssen.

Ruhige Abende

Bevor Du Dein Kind ins Bett bringst, solltest Du keine aktiven Spiele spielen, bei denen das Kind ausgelassen tobt. Wenn Dein Kind vor dem Schlafen auf Hochtouren auffährt, kann das den Prozess des Einschlafens erschweren. Stattdessen solltest Du vor dem Schlafen etwas ruhiges mit Deinem Baby machen. Ob es das Vorlesen von einem Buch ist oder das Kuscheln mit der Mama oder dem Papa – so wird Dein Kind ruhig und schläft besser und schneller ein.
Auch laute Geräusche solltest Du zur Schlafenszeit vermeiden. Etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen sind Toben und laute Geräusche tabu.

Abendliche Rituale

Es ist hilfreich, wenn Du schon relativ früh abendliche Rituale einführst. Nach dem Abendessen solltest Du immer wiederkehrende Rituale in die Abendroutine einbauen. Sehr schnell lernt Dein Kind, dass bestimmte Gewohnheiten bedeuten, dass es schlafen muss.

Eine Möglichkeit, wie Du die Rituale gestalten könntest, sieht so aus:

  • gemeinsames Abendessen
  • Duschen oder Baden
  • Schlafanzug anziehen
  • Zähneputzen
  • Dein Baby ins Bett bringen
  • das Zimmer abdunkeln
  • ein Buch vorlesen oder beruhigende Klänge abspielen

Wenn Du Rituale einbaust, weiß Dein Kind genau, dass es anschließend schlafen muss. Abweichungen sind nicht schlimm und uns ist klar, dass Dein Kind nicht jeden Tag zur gleichen Uhrzeit schlafen kann. Dennoch solltest Du bestimmte Abfolgen und feste Schlafenszeiten so häufig wie möglich umsetzen.

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In Kürze

In den ersten 6 Monaten nach der Geburt schläft Dein Baby die meiste Zeit. Dieser Schlaf ist wichtig, damit sich Dein Kind gut entwickeln kann. Ab dem ersten halben Jahr nach der Geburt benötigt Dein Baby immer weniger Schlaf. Nach und nach entwickelt es einen eigenen Schlafrhythmus, den Du mit einfachen Tricks und Gewohnheiten unterstützen kannst.

So kann sich Dein Baby schnell an geregelte Schlafenszeiten gewöhnen und auch Du bekommst genügend Schlaf um den nächsten Tag als frisch gebackenen Mama oder als frisch gebackener Papa meistern zu können.

Schlaf Baby – FAQ

Warum braucht ein Baby so viel Schlaf?

Vor allem in den ersten Monat nach der Geburt benötigt Dein Baby besonders viel Schlaf. Während der Schlafenszeiten entwickeln sich vor allem die Gehirnfunktionen Deines Babys. Zudem werden Geschehnisse verarbeitet.

Wann ändert sich der Schlaf bei meinem Baby?

Innerhalb des ersten Lebensjahres verändert sich der Schlaf Deines Babys am meisten. In den ersten 6 Monaten sind die Schlafenszeiten länger als die Wachzeiten. Ab dem 6. Monat schläft Dein Baby immer seltener und die Durchschlafphasen werden länger.

Kann ich den Schlaf von meinem Baby beeinflussen?

Nach und nach entwickelt Dein Baby einen eigenen Schlafrhythmus. Diesen kannst Du ab dem 6. Monat beeinflussen, indem Du Rituale einführst und darauf achtest, dass Dein Kind vor dem Schlafengehen nicht tobt.

Quellen

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Babyphone

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Stillkissen

Ein gutes Stillkissen hat einige Vorteile, denn es hilft Dir nicht nur beim Stillen, sondern auch beim Einschlafen und eignet sich auch als Nestche.

Wickeltaschen

Eine Wickeltasche bietet Dir viel Stauraum, damit Du auch unterwegs alles Dabei hast, was Du für Dein Baby brauchst – von der Wickelauflage bis hin zum Fläschchen.

Pucksack

Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

Laufstall

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Das erste Bett begleitet dein Kind Jahre lang. Zum Glück gibt es Betten, die mit deinem Kind mitwachsen. Ich habe mich für Dich auf die Suche nach den 5 besten Babybetten gemacht.

Kinderwagen

Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

Heizstrahler

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Beistellbett

Beistellbetten sind sehr praktisch und bieten sowohl Mutter als auch Baby jede Menge Vorteile, denn für Babys ist es vor allem in den ersten Lebensmonaten beruhigend neben den Eltern schlafen zu können.