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Nach der Schwangerschaft

Stilldemenz

Stilldemenz Als Stilldemenz bezeichnet man den Zustand vieler Mütter, die in der ersten Zeit nach der Geburt ihres Babys häufig […]

Stilldemenz

Stilldemenz

Stilldemenz

Als Stilldemenz bezeichnet man den Zustand vieler Mütter, die in der ersten Zeit nach der Geburt ihres Babys häufig sehr vergesslich sind. Mit einer echten Demenz, bei der das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen, hat dies aber zum Glück nichts zu tun. Im Unterschied zu einer Demenz ist das Gedächtnisdefizit nicht von Dauer und legt sich oft nach einigen Monaten wieder.
Dir kommen Fragen auf, wie „Habe ich den Herd wirklich ausgemacht?“ oder du vergisst deine EC Karte beim Einkaufen an der Kasse? In den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt sind Mütter sehr vergesslich. Viele Mütter stellen diese Vergesslichkeit in der Zeit des Stillens fest. Hier erfährst du alles was es mit der der Vergesslichkeit auf sich hat.
Studien haben belegt, dass in der Stillzeit die Konzentrations- und Gedächtnisleistung bei vielen Müttern nachlassen oder vermindert ist. Du bildest dir die Stilldemenz also nicht ein. Das Erinnerungsvermögen entspricht in etwa einer 60-Jährigen Frau.
Es handelt sich aber nicht um eine wirkliche Krankheit, du kannst also entspannt reagieren. Nach ungefähr einem Jahr arbeitet dein Gehirn wieder normal.

Leiden nur stillende Mütter unter der Stilldemenz?

Die Stilldemenz betrifft auch die Mamas, die ihrem Baby die Flasche geben. Die Ursache der Stilldemenz ist nicht auf das Stillen zurück zu führen, sondern auf den Schlafmangel, Stress und den veränderten Hormonhaushalt in den ersten Monaten. Zum Teil leiden auch Männer an der Stilldemenz.

Wie es zur Stilldemenz kommt

Es gibt eine Menge an Faktoren, die für die Stilldemenz verantwortlich sind. Die Frau befindet sich in den Monaten nach der Geburt ihres Kindes in einem Ausnahmezustand. Der Rhythmus wird täglich durcheinandergeworfen. Wenn man über einen längeren Zeitraum zu wenig Schlaf bekommt, lässt die Gedächtnisleistung zu Wünschen übrig. Auch Verantwortlich für die Stilldemenz ist der erhöhte Hormonspiegelnach der Geburt. Er sorgt dafür, dass der Körper die Geburt gut verarbeitet und die Geburtsschmerzen aus der Erinnerung gelöscht werden. Laut Experten, kann eine weitere Ursache der Stilldemenz eine Überflutung von Gefühlen wie Freude und Angst sein. Durch diese Überflutung der Gefühle, wird dass Gehirn gehindert, logisch zu denken und blendet schnell unwichtige Sachen aus.

Folgende Tipps können dir bei einer Schwangerschafts- oder Stilldemenz helfen

Stilldemenz

Stilldemenz

  • Um eine Schwangerschaftsdemenz vorzubeugen, sollten schwangere Frauen sich genügend Ruhepausen und Schlaf gönnen. Im Idealfall sollten junge Mütter tagsüber ein Nickerchen machen, wenn das Kind schläft. Das Verlangen nach Schlaf ist nämlich bei den meisten Babys in den ersten Wochen noch sehr hoch, die Zeit solltest du unbedingt nutzen.
  • Überleg dir gut welcher Termin wirklich wichtig ist und wie viel du dir an einem Tag vornimmst. Überanstrenge dich nicht
    Neben ausreichend Schlaf, benötigt unser Gehirn auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitaminen. Mandeln und Walnüsse sind für einen gesunden Snack zwischendurch sehr gut geeignet. Auch empfehlenswert sind mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. Achte auch immer darauf, dass Du mindestens 2 Liter Wasser pro Tag trinkst.
  • Es wird dir schwerfallen, aber aufräumen, Wäsche waschen und Saugen kann auch mal einen Tag warten oder auf die Familie aufgeteilt werden.
  • Um dir wichtige Termine merken zu können, schreib dir kleine Notizen auf Post-Ist. Du solltest die Zettel aber unbedingt in deinem Sichtfeld aufhängen, wie beispielsweise an die Haustür oder an den Kühlschrank. Eine Tafel im Flur oder in der Küche kann dir auch Helfen indem du wichtige Dinge dort aufschreibst.
  • Für Abschaltung und Entspannung kannst Du mit einer ausreichenden Bewegung oder Sport sorgen. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft reicht aber meistens schon vollkommen aus.
  • Fordre deinen Kopf heraus, indem du zwischen all dem Stress mal einen Zeitungsartikel liest oder ein Kreuzworträtsel machst

Hormonhaushalt und Stilldemenz

Das Gehirn der Mutter schüttet nach der Geburt vermehrt das Hormon Oxytocin aus. Dieses Hormon ist nicht nur für die Milchbildung wichtig, sondern auch dafür, dass die Mutter sich voll und ganz auf ihr Kind konzentriert. Häufig blenden Mütter dann eher unwichtige Dinge einfach aus.
Der veränderte Hormonhaushalt ist auch für den sogenannten Nesttrieb oder den häufigen Putzdrang bei Müttern verantwortlich. Ständiges umstellen der Möbel ist daher ganz normal. Wenn du deinen Partner an deinen Gefühlen, Sorgen und Wünschen teilhaben lässt, kann er leichter verstehen, wenn es mal wieder an der Zeit ist den Sessel in eine andere Ecke des Raumes zu stellen.

Schlafmangel und Stilldemenz

In einem Schlaflabor wurde festgestellt, dass Menschen, deren Tiefschlaf immer wieder unterbrochen wurde, verstärkt an Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisproblemen leiden. Die sogenannte Stilldemenz ist also eine Folge von Schlafmangel und mangelnden Erholungsphasen. Wenn sich dein Schlafrhythmus und der Schlafrhythmus deines Kindes aneinander angepasst haben, solltest du eine Verbesserung deines Gedächtnisses spüren.
Tipp: Wenn du mit deinem Baby in einem Raum schläfst, musst du nachts nicht so weit laufen, um es zu stillen und kannst dies im Halbschlaf erledigen. So wird deine Nachtruhe nicht zu sehr gestört.

Papa hilft mit!

Wenn die Mama mal wieder etwas vergisst, ist es meist der Vater, der ein Lächeln nicht verbergen kann oder den Kopf schüttelt. Du wirst die Symptome schnell wieder los, wenn dein Mann dir ein paar Arbeiten im Haushalt abnimmt. Wenn dein Baby die Flasche annimmt, kann der Papa in der Nacht aufstehen und du bekommst deinen wohlverdienten Schlaf. Das gleiche gilt auch für Freunde und Großeltern. Hol dir entlastende Unterstützung. Wenn Du erschöpft bist, lass Dir helfen und unter die Arme greifen.

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Über Kim Riehl

Kim ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer einjährigen Tochter Mila in Mainz. Sie gehen regelmäßig gemeinsam zum Babyschwimmen oder bauen Sandburgen im Sandkasten. Wenn die Autorin nicht gerade für den Elternkompass schreibt, liebt sie es zu fotografieren.

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