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Erziehungstipps

Was ist Medienerziehung?

Seit Kids Zugang zu technischen Errungenschaften wie dem Internet haben, stellen sich Pädagogen die Frage: Wie kann man Kids im […]

Gestern war der Safer Internet Day

Seit Kids Zugang zu technischen Errungenschaften wie dem Internet haben, stellen sich Pädagogen die Frage: Wie kann man Kids im Umgang mit neuen Medien schulen und die Nutzung dieser Technologien im Sinne des Jugendschutzes gestalten?

Der Begriff Medienkompetenz oder auch Medienerziehung wurde geboren und mit ihm verschiedene Konzepte, wie man junge Menschen zum verantwortungsvollen Umgang mit Internet, PC und Co. erziehen kann. Heute fragen wir uns, ob Medienkompetenz nicht weit mehr kann, als das. Was steckt noch dahinter und warum sollten sowohl Eltern als auch Lehrer an der Vermittlung von Medienkompetenz interessiert sein?

Die neue Kulturtechnik

Eine Kulturtechnik ist eine spezielle Herangehensweise, um kulturelle oder technische Probleme zu bewältigen. Dazu gehören: Nahrung und Schutz sicherstellen, den menschlichen Körper pflegen und gesund erhalten und das Land bewirtschaften. Alles das ist im Repertoire der Kulturtechniken enthalten, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Im schulischen Sinne sind die wesentlichen Kulturtechniken Lesen, Rechnen sowie Schreiben.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung stehen wir vor neuen Problemen, mit denen die Menschen noch vor wenigen Jahrzehnten nicht konfrontiert wurden. Mittlerweile haben wir auch im Umgang mit der Informationstechnologie Konzepte entwickelt, die wir an die jüngsten weiter geben.
Die Medienkompetenz wird daher auch als neue Kulturtechnik beschrieben, die es jungen Menschen ermöglicht, die Welt der Technik zu beherrschen. Damit ist sie bereits in der Grundschule ein wesentlicher Teil des modernen Bildungsauftrags.

Gleiche Chancen für alle

Während ein größerer Teil der Weltbevölkerung keinen Zugang zu modernen Medien hat, ist dieser bei uns selbstverständlich. Jeder, der Zugang zu den neuesten Errungenschaften der Technik hat, besitzt damit eine gewisse Macht. Jeder Mensch sollte daher über die nötige Medienkompetenz verfügen, um sich vorhandene Kommunikationstechniken zunutze machen zu können – unabhängig von seinem gesundheitlichen Status, seiner sozialen Herkunft, seines Geschlechts oder seines Wohnortes.
Deshalb ist es wünschenswert, dass auch Kinder an weniger gut etablierten Schulen Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten im Bereich Medienkompetenz bekommen. Sie sollen in dieser Hinsicht weder unbeholfen durchs Leben gehen noch gesellschaftlich benachteiligt oder gar ausgegrenzt werden. Für Jugendliche bedeutet Medienkompetenz in weiterer Folge nämlich auch höhere Chancen auf einen guten Arbeitsplatz.

Schütz‘ dich selbst!

Menschen, die keine ausreichende Medienkompetenz besitzen, sind nicht nur im sozialen Leben benachteiligt. Sie sind anderen Menschen insoweit unterlegen, als dass sie recht leicht zu Opfern krimineller Aktivitäten, beispielsweise im Internet, werden können.

Deshalb ist es das Recht jedes Menschen, Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit folgenden Schwerpunkten zu bekommen:

  • Tragweite der Persönlichkeitsrechte
  • Grundlagen des Urheberrechts und das Recht am eigenen Bild
  • Schutzmaßnahmen gegen problematische Inhalte
  • Konsumentenschutz bei Internetgeschäften
  • Richtige Verhaltensweisen im Betrugsfall
  • Maßnahmen zum Schutz der eigenen Privatsphäre sowie persönlicher Daten
  • Aufklärung über die grundlegende Funktionsweise der Informationstechnologie
  • Portale wie Elternkompass.de haben es sich zur Aufgabe gemacht, jene Informationen für
  • Eltern und Kids frei zugänglich zu machen und darüber zu diskutieren. Auf diesem Wege ist Medienkompetenz vom individuell eingeschlagenen Bildungsweg unabhängig und für jedermann verfügbar.

Wissen ist Freiheit

Wer die Grundlagen gesellschaftlicher Werte und demokratischer Strukturen verstanden hat, ist im Vorteil, wenn es um den Schutz der eigenen Freiheit geht. Deshalb ist es ein Grundrecht, über die Politik im eigenen Land informiert zu werden.

Auch dieser Bereich gehört zur Medienkompetenz. Und zwar deshalb, weil man als Jugendlicher in der Lage sein sollte, politische Medieninhalte kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus bedeutet Medienkompetenz, der eigenen Meinung darüber Ausdruck verleihen zu können, indem man sich die Medien zunutze macht.

Durch das Teilhaben an gesellschaftlichen Prozessen fördert die Medienkompetenz in diesem Zusammenhang sowohl die Chancengleichheit sowie die Vernetzung und Information der Bevölkerung.

Foto: Scanrail / bigstockphoto.com

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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