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Gesundheit in der Schwangerschaft

Wie gefährlich ist Eisenmangel in der Schwangerschaft?

Der menschliche Körper benötigt Eisen für unterschiedliche Prozesse. Besonders bei der Blutbildung ist das Spurenelement von großer Bedeutung. In der […]

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Der menschliche Körper benötigt Eisen für unterschiedliche Prozesse. Besonders bei der Blutbildung ist das Spurenelement von großer Bedeutung. In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Eisen besonders hoch. Damit das Ungeborene bestmöglich versorgt werden kann, sollte darauf geachtet werden, dass es während der Schwangerschaft zu keinem Eisenmangel kommt.

Warum Eisen für den Körper wichtig ist

Eisen ist ein Spurenelement, das für die Bildung des Hämoglobins benötigt wird. Der rote Blutfarbstoff ist für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Auch Botenstoffe, die für die Signalübertragung im Gehirn benötigt werden, brauchen für ihre Bildung Eisen. Das Spurenelement ist unerlässlich, um den Körper fit und leistungsstark zu halten. Auch für die Konzentration sowie gesunde Abwehrkräfte ist Eisen unverzichtbar.

Ursachen für Eisenmangel

Ein Eisenmangel liegt vor, wenn dem Körper nicht so viel Eisen zugeführt wird, wie er benötigt. Eisen wird durch die Nahrung aufgenommen. Bestimmte Ernährungsformen, wie beispielsweise die der Veganer oder Vegetarier, enthalten oft zu wenige eisenhaltige Nahrungsmittel. Dennoch ist eine vegetarische oder vegane Ernährung auch während der Schwangerschaft möglich. Worauf Du dabei achten solltest, erfährst Du hier.

Auch bestimmte Erkrankungen können Schuld an einem Eisenmangel sein. So können beispielsweise Magengeschwüre für einen Eisenmangel verantwortlich sein. Die Menstruation kann ebenfalls zu einem Eisenmangel führen. In der Schwangerschaft ist der Eisenmangel meist durch den erhöhten Bedarf des Spurenelements geschuldet. Der Körper der werdenden Mutter muss nicht nur sich selbst, sondern auch das Ungeborene versorgen. Dazu wird die Blutmenge um etwa 30 bis 40 Prozent erhöht. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto mehr Eisen wird benötigt.



Die Auswirkungen von Eisenmangel

Wer unter Eisenmangel leidet, fühlt sich häufig schlapp und müde. Auch Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Haarausfall können auf einen Eisenmangel hindeuten. Ein Mangel an Eisen ist außerdem die häufigste Ursache für Anämie. Hierbei handelt es sich um eine Blutarmut. Durch das fehlende Eisen können nicht ausreichend rote Blutkörperchen gebildet werden, wodurch die Organe nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt werden können. Atemnot, Schwindel und verminderte Leistungsfähigkeit sind typische Symptome der Anämie. Eisenmangel in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass das Kind nicht genügend Sauerstoff erhält. Seine Entwicklung wird dadurch möglicherweise negativ beeinträchtigt.

 

Folgen von Eisenmangel in der Schwangerschaft

Folgen von Eisenmangel in der Schwangerschaft

Eisenmangel in der Schwangerschaft erkennen

Damit der Fötus während der Schwangerschaft ausreichend versorgt ist, gehört die Überprüfung des Eisenwertes zur Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt dazu. Bereits zu Beginn der Schwangerschaft wird gemessen, wie hoch der Hämoglobin-Wert (kurz: Hb-Wert) ist. Bei einem Wert von mehr als 11,2 Gramm pro Deziliter Blut besteht kein Handlungsbedarf, da der Eisenspeicher genügend gefüllt ist. In diesem Fall wird der Wert erst im letzten Schwangerschaftsdrittel erneut kontrolliert.

Bei Frauen mit einem diagnostizierten Eisenmangel wird der Hb-Wert im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen häufiger gemessen. Auch wenn sich während der Schwangerschaft Symptome entwickeln, die auf einen Eisenmangel hindeuten, sollte sich die werdende Mutter auf einen Mangel testen lassen, damit es zu keiner Unterversorgung des Kindes kommt.

Eisenmangel vorbeugen und beheben

Um einem Eisenmangel vorzubeugen, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung wichtig. Gute Eisenlieferanten sind unter anderem Fleisch und Hülsenfrüchte. Auch Kürbis- und Pinienkerne sind reich an Eisen. Tierisches Eisen kann besser vom Körper aufgenommen werden als pflanzliches. Durch die Kombination mit Lebensmitteln, die reich an Vitamin C sind (zum Beispiel Obst und Gemüse), wird die Eisenaufnahme zusätzlich begünstigt. Ein bereits bestehender Eisenmangel kann durch die Einnahme verschiedener Nahrungsergänzungsmittel behoben werden.

Eisenpräparate helfen zuverlässig und schnell und können den Mangel innerhalb weniger Wochen ausgleichen. Um einen Eisenüberschuss zu vermeiden, sollten diese jedoch nur nach einer ärztlichen Diagnose eingenommen werden. Ansonsten kann beispielsweise Bluthochdruck die Folge sein. Erhältlich sind Eisenpräparate in der Apotheke. Bei der Shop Apotheke kann man Eisen- und Nahrungsergänzungsmittel auch online bestellen. Ist der Eisenmangel besonders gravierend, kann die intravenöse Injektion von Eisen nötig sein.

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