Wie Sie die Lesekompetenz Ihres Kindes fördern können

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Was versteht man unter Lesekompetenz?

Unter Lesekompetenz versteht man das Können, Texte zu lesen. Damit ist beispielsweise die Lesegeschwindigkeit gemeint. Des Weiteren gehört dazu die Fähigkeit, die Kernaussagen des Textes zu verstehen und dessen Absicht zu erfassen. Die Inhalte sollten in einen größeren Zusammenhang eingeordnet werden können. Jede Art des selbstständigen Lernens, hängt mit einer guten Lesekompetenz zusammen. Sie ist unverzichtbar.

Welche Auswirkungen hat eine schlechte Lesekompetenz?

Eine schlechte Lesekompetenz wirkt sich negativ auf verschiedene Bereiche des Lebens aus. Sie bewirkt Unsicherheit, Schwierigkeiten, das Geschehen in der Welt zu erfassen und Probleme, etwas zu formulieren. Weitere Folgen können ein mangelhaftes Allgemeinwissen sein und die Schwierigkeit, sich selbst und andere zu reflektieren. Eine schlechte Lesekompetenz, kann mit Kommunikationsproblemen einhergehen.

Wie Sie die Lesekompetenz Ihres Kindes fördern können

Vorlesen ist ein guter Anfang, Ihr Kind für Texte zu begeistern. Ist dies der Fall, wird es darauf bestehen, dass Sie ihm vorlesen. Die Geschichten prägen sich ein und geben den Anstoß, Fragen über die Welt zu stellen. Solche Fragen bilden die Basis für eine grundsätzliche Neugier.

Vorlesen hat viele positive Wirkungen

1. Vorlesen stärkt die Bindung zum Vorleser

Die Gefühle bei einer Geschichte, werden gemeinsam durchlebt.

2. Vorlesen regt die Fantasie des Kindes an

Beim lesen lernt es, die Worte mit inneren Bildern zu verbinden. Die Vorstellungskraft wird geschult. Eventuell erprobt es diese Fähigkeit, indem es sich selber Geschichten ausdenkt.

3. Vorlesen fördert die Konzentration

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihr Kind nicht überfordern. Es wird Ihnen zeigen, wenn es nicht mehr zuhören kann.

4. Vorlesen erweitert den Wortschatz

Die Vielfalt der Sprache wird vermittelt. Durch Gedichte und Reime entdeckt Ihr Kind den Rythmus der Sprache. Ein alltägliches Gespräch kann einen solchen Einblick nicht liefern.

5. Vorlesen fördert das Interesses Ihres Kindes

Es interessiert sich dafür, einen Inhalt zu vertiefen. Das wiederholte Lesen einer Geschichte hilft dem Kind dabei.

6. Vorlesen hat Orientierungscharakter

An den Verhaltensweisen der Protagonisten in der Geschichte, kann sich Ihr Kind orientieren. Es kann beispielsweise entscheiden, mit welcher Handlung es sich identifizieren kann und mit welcher nicht.

7. Vorlesen erweitert den Horizont Ihres Kindes

Es regt Ihr Kind an, Bücher als wichtige Quellen der Information zu begreifen.
Wer mehr liest, der weiß auch mehr.

Wie Sie Ihrem Kind Bücher näher bringen

Bücher sind nicht mehr so attraktiv wie früher. Viele Kinder lesen nicht mehr gerne.
Finden Sie ein Buch, dass Ihr Kind gerne liest. Speichert Ihr Kind diese Erfahrung als langweilige Pflichtbeschätigung ab, haben Bücher schon verloren.
Hier also ein paar Tipps, um Ihr Kind zum lesen zu motivieren:

Rücken Sie Bilderbücher in das Sichtfeld

Sie können die Bücher auf Augenhöhe und in greifbarer Nähe Ihres Kindes platzieren.

Seien Sie ein Vorbild

Ihr Kind sollte möglichst oft sehen, dass Sie auch selber lesen. Wenn Sie zusammen die Antwort auf eine Frage suchen, schlagen Sie ein Buch auf, anstatt das Internet.
Suchen Sie beim Telefonieren eine Nummer aus dem Telefonbuch, oder werfen Sie beim Kochen einen Blick in das Kochbuch.

Bücher sind wertvoll

Verdeutlichen Sie ihren Wert, indem Sie ihrem Kind zeigen, wie man richtig mit Büchern umgeht. Das man keine Seiten herausreißt und sie auch nicht anmalt.

Verschenken Sie Bücher

Ein altersgerechtes Buch, ist immer ein gutes Geschenk. Animieren Sie auch andere dazu, Bücher zu schenken. Bücher kann man nie genug haben.

Besuchen Sie eine Bücherei

Schon ab zwei Jahren, können Sie mit Ihrem Kind zusammen Bücher ausleihen.
Dort lernt Ihr Kind auch die Vielfalt von Büchern kennen.

Welches Buch ist das richtige?

Im ersten Lebensjahr eignen sich besonders kleine Pappbücher, die nur Bilder haben, oder höchstens einen Satz pro Seite. Gut sind vertraute Abbildungen, die sie zusammen benennen können (Teddy, Apfel, Ball).

Ab dem zweiten Lebensjahr, kann dann die Textmenge zunehmen. Bei Kindergartenkindern sind besonders Bilderbücher beliebt, die komplexere Situationen darstellen. So kann Ihr Kind immer wieder neue Dinge darauf entdecken. Achten Sie ab drei Jahren darauf, dass die Bücher Handlungen und nicht nur Zustände abbilden. So stärken Sie das Bewusstsein Ihres Kindes, dass der Text eine Geschichte erzählt.

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