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Erfahrungsbericht zu Kinderwagen Hartan Racer GTS

In diesem Artikel finden Sie einen echten Erfahrungsbericht einer jungen Mutter die den Hartan Racer GTS getestet hat.

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In diesem Artikel finden Sie einen echten Erfahrungsbericht einer jungen Mutter, die den Hartan Racer GTS auf Herz und Niere getestet hat.

Design / äußeres Erscheinungsbild und Verarbeitung des Hartan Racer GTS

Getestet wurde der Kinderwagen Racer GTS in Design 624 mit Softtasche.
Die Stofffarbe des gewählten Designs war grau mit einem Elefantenprint auf Innenseite, die Gestellfarbe ist silber.

Das gewählte Design ist sehr schön gestaltet. Ein im Kinderwagen mit Softtasche liegendes Baby kann sich die Elefanten auf der Innenseite ansehen und ihm wird dadurch nicht langweilig.

Es gibt mehrere Reflektoren an den Seiten des Kinderwagens (Griff, Netzkorb, Verdeck), wodurch er bei Dunkelheit besser zu erkennen ist. Die Reflektoren fallen eigentlich kaum auf, wenn man den Wagen jedoch einmal von der Seite mit Blitz fotografiert, sieht man wie die Reflektoren ihrem Namen gerecht werden.

Der Kinderwagen ist durchweg sehr gut verarbeitet. Bereits beim ersten Blick fällt auf, dass das Gestell stabil aufgebaut ist. Durch die Verwendung von Aluminium als Werkstoff ist das Gestell korrosionsbeständig und relativ leicht für die umgesetzte Steifigkeit.

Alle Elemente, die ineinander greifen (z. B. Befestigung des Babykorbs auf dem Gestell), lassen sich ohne großen Kraftaufwand montieren und miteinander verbinden.

Alle einrastenden Elemente (z. B. Scharniere des Grundgestells, Oberteil in Unterteil montieren) lassen sich ebenfalls ohne großen Kraftaufwand in einander einrasten und passen perfekt zueinander. Alle Reißverschlüsse und Scharniere funktionieren problemlos und relativ leise, sodass auch ein schlafendes Kind nicht direkt geweckt oder gestört wird. 

Man hört immer wieder von Kinderwägen, die bereits für Babys mit einem Alter von ca. 4-5 Monaten langsam zu klein werden. Das Baby ist dafür dann einfach schon zu lang. Hier hat Firma Hartan mitgedacht und den Wagen so gestaltet, dass das Baby auch noch längere Zeit ausreichend Platz darin hat.

Wird der Platz dann später trotzdem knapp, könnte man den Babykorb bei Bedarf herausnehmen und das Baby in einem gepolsterten Wärmesack (innen z. B. mit Schaffell) in den Wagen legen. So ergibt sich dadurch noch einmal mehr Platz, um das Baby liegend im Kinderwagen unterzubringen.

Tipp: Ist das Kind dann älter, kann man den Kinderwagen auch zum Buggy umbauen.

 

Funktion des Hartan Racer GTS

Der Kinderwagen Racer GTS ist ein Kombiwagen. Somit kann sowohl ein neugeborenes Kind mit einer Babytrage / einem Babykorb bzw. einer Softtasche, als auch mit einem separaten Adapter in der Babyschale damit bewegt werden. Darüber hinaus kann der Kinderwagen zu einem Buggy umgebaut werden, sodass später das größere Kind „normal“ darin sitzen kann. Die Sitzeinheit kann sogar umgedreht werden, sodass das Kind in Gehrichtung und entgegengesetzt dazu mitfahren kann.

Je nachdem, ob das Kind in sitzender Position also eher die Umgebung oder den schiebenden Elternteil sehen möchte, kann es die Fahrt genießen. Die flexible Einsetzbarkeit ist sehr positiv zu bewerten, da mehrere Funktionen vereint werden und z. B. kein separater Buggy erforderlich ist. Die Rückenlehne der Sitzeinheit lässt sich in fünf Stufen bis zur waagerechten Liegeposition verstellen.

Somit kann für das später sitzende Kind stets eine angenehme Position gefunden werden. Die Babytrage / der Babykorb bzw. die Softtasche lässt sich separat von dem Oberteil des Kinderwagens abnehmen. Durch die seitlichen Trageschlaufen der Trage / Tasche kann so das schlafende Kind einfach aus dem Kinderwagen herausgenommen werden.

Das Kind kann dann mit der Trage / Tasche am gewünschten Ort zu Hause abgelegt werden und schläft im besten Fall noch eine Weile in Ruhe weiter. Das Oberteil des Kinderwagens, in dem die Trage / Tasche liegt, kann ebenfalls abgenommen werden. Auf dem Grundgestell des Kinderwagens kann mit einem separaten Adapter auch eine Babyschale aufgesetzt werden.

Unten im Grundgestell des Kinderwagens befindet sich ein flexibler Netzkorb aus Stoff. Der Korb bietet relativ viel Platz, sodass man z. B. mit dem Kinderwagen auch problemlos einen kleineren Einkauf im Supermarkt machen kann. Alternativ könnte man in den Korb eine Wickeltasche oder weitere der vielen erforderlichen Dinge für ein Baby / Kind hineinlegen.

Die Räder sind ausreichend groß, um nicht nur auf ordentlich asphaltierten Wegen Spaziergänge zu machen, sondern auch z. B. auf unebenen Wald- / Feldwegen mit Rollsplit und kleineren Kieselsteinen. Bei vielen vergleichbaren Modellen von anderen Herstellern sind die Räder deutlich kleiner.

Die kleineren Räder haben den Nachteil, dass selbst bei kleinen Höhenunterschieden (z. B. Bordsteine, Rollsplit, kleine Kieselsteine, Äste, Fallobst, usw.) die Räder blockieren oder sich verdrehen und somit der Komfort beim Schieben des Kinderwagens relativ gering ist.

Auch macht es deshalb mit kleineren Rädern nicht wirklich Spaß auf Wegen zu laufen, die eben nicht nahezu perfekt asphaltiert sind. Beim Racer GTS ist dies dank der größeren Räder kein Problem.

Lediglich bei höheren Bordsteinen, tieferen Schlaglöchern oder größeren Steinen muss der Kinderwagen leicht angehoben werden, da andernfalls die Räder blockieren würden oder er daran hängen bleiben würde. Vermutlich werden die größeren Räder auch im Winter von Vorteil sein, wenn die Wege durch Schnee oder Schneematsch von alleine uneben werden.

Positiv zu bewerten ist weiterhin die Ausführung der Räder an sich. Es sind Räder aus Kunststoff, die allerdings nicht aus reinem Hartkunststoff hergestellt sind, sondern vermutlich aus einem Gummi bzw. Elastomer mit eingeschlossener Luft.

Somit fährt man sich mit diesem Rädern auch mit einer Scherbe oder einem Nagel / einer Schraube auf dem Weg keinen platten Reifen ein. Andererseits sind die Räder nicht wie Hartplastikräder (wie z. B. bei günstigen Kinderwägen) störrisch und selbst mit kleinen Hindernissen überfördert, sondern nahezu komfortabel wie Räder mit „normalem“ Gummimantel und Luftfüllung (mit einem innen liegenden Schlauch oder einem Ventil im Mantel).

 

Die Räder drehen sich in den Lagern sehr leicht. Der Kinderwagen würde somit einmal angeschoben bei gerader Strecke noch einige Meter weiter rollen. 

Die beiden Vorderräder können fixiert werden, sodass sie sich nicht mitdrehen. Mit fixierten Rädern lässt sich der Kinderwagen im Gelände bzw. auf unwegsamen Untergründen besser fahren. Der Kinderwagen hält dann deutlich besser die Spur und hält somit deutlich einfacher die Richtung, als mit frei drehbaren Vorderrädern.

Das Fixieren ist ganz einfach über je ein verstellbares Drehrad direkt über den beiden Vorderrädern möglich. Somit könnte theoretisch auch nur eines der beiden Vorderräder fixiert werden.

Die beiden vorderen Räder haben eine Einzelfederung und die hintere Achse ist ebenfalls gefedert. Bei weicher Einstellung der Federung werden durch den großen Hub Stöße sehr gut aufgenommen. Somit wird auch eine Fahrt über einen Bordstein für das Baby im Kinderwagen relativ weich ausgeglichen.

Die Federung der Hinterachse kann über drei Stufen (hart, mittel, weich) eingestellt werden. Somit kann die Federung zum einen dem Gewicht des Kindes und zum anderen ggf. mitgeführtem Gepäck in dem vorhandenen Korb unter der Babytrage / dem Babykorb angepasst werden.

Der Racer GTS verfügt über eine Feststellbremse. Die Feststellbremse befindet sich an der Hinterachse und wird ganz einfach mit dem Fuß aktiviert und auch wieder gelöst. Dank der Feststellbremse kann der Kinderwagen auch an steilen Wegen sicher abgestellt werden und rollt nicht davon. Lediglich die Position der Feststellbremse in der Mitte der Hinterachse ist vielleicht etwas ungünstig gewählt.

Wird z. B. die passende Wickeltasche von Hartan an den Griff des Kinderwagens gehängt, so erreicht man die Feststellbremse nur noch sehr schlecht mit dem Fuß. Man muss quasi mit dem Fuß unter der Wickeltasche „blind“ die Feststellbremse ertasten. In dieser Hinsicht wäre vermutlich der Hebel für die Aktivierung und das Lösen der Feststellbremse eher seitlich an der Hinterachse besser aufgehoben (falls technisch bzw. wirtschaftlich konstruktiv sinnvoll möglich). 

Die Anpassung des Kinderwagens an die Größe des schiebenden Elternteils erfolgt mit einem Griff, der über ein Drehscharnier von der Stellung „unten“ mit mehreren Einraststufen in die Stellung „oben“ gebracht werden kann. Es ist eine Verstellung von über 180° zwischen „unten“ und „oben“ möglich.

Die Verstellung ist leider nur mit zwei Händen möglich, da jeweils links und rechts am Griff die Fixierung gelöst werden muss.

Zwar kann der Griff auch für größere Menschen eingestellt werden, allerdings wird es hierbei ab einer Körpergröße von ca. 1,85-1,90 m etwas umständlich. In der höchsten Griffposition läuft man mit den Füßen bei ebenem Weg ohne Steigung bereits so nahe an der Hinterachse bzw. der Feststellbremse, dass man bei Unachtsamkeit entweder auf die Hinterachse oder auf die Betätigung der Feststellbremse treten kann.

Auf einem Weg bergaufwärts kann der Griff auch für große Menschen gut eingestellt werden, da sich hier die Winkel- und Abstandsverhältnisse eher in Richtung weg von der Hinterachse einstellen. Beim Zusammenklappen des Kinderwagen-Grundgestells muss der Griff sinnvollerweise in die unterste Position gebracht werden, um platztechnisch die beste Lösung im Auto-Kofferraum zu erreichen.

Durch den Aufbau des Gestells und des gesamten Kinderwagens kann dieser sehr einfach zerlegt und zusammengeklappt werden. Um den Kinderwagen zu zerlegen, muss lediglich das Oberteil inkl. Trage / Tasche abgenommen werden. Anschließend kann das Grundgestell nach Betätigung zweier Drehauslöser (links und rechts am Scharnier des Schiebegriffs) zusammengeklappt werden.

Muss das Grundgestell z. B. aus Platzgründen noch kompakter werden, so können die beiden Vorderräder über einen Knopfdruck inmitten des Drehrades für die Fixierung der Vorderräder leicht vom Grundgestell abgenommen werden.

Der Kinderwagen ist auch im zerlegten und zusammengeklappten Zustand nicht gerade klein. Dies ergibt sich allerdings aus dem vorher genannten Vorteil, dass er viel Platz auch für größere Babys bietet.

Weiterhin ist er sehr stabil aufgebaut, was ebenfalls das Gewicht und die Größe des Kinderwagens erklärt. Durch die Größe des Kinderwagens wird es mit einem kleineren Auto schwierig, wenn z. B. mit zusätzlichem Gepäck in den Urlaub gefahren werden soll. Wird in einem kleineren Auto allerdings ein Rücksitz umgeklappt, so sollte ausreichend Platz für den Fahrer, das Baby und den Kinderwagen sein.

Fazit zum Hartan Racer GTS

Der Racer GTS ist ein hochpreisiger Kinderwagen, der allerdings für seinen Kaufpreis viele sinnvolle Funktionen und eine ordentliche Verarbeitung bietet. Bei der Entwicklung und der Herstellung wurden einige Aspekte beachtet, die bei günstigen Kinderwägen sicherlich nicht in einer solchen Qualität und Detailgenauigkeit umgesetzt werden.

 

Testbericht von Vanessa Schäfer.

 

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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