Der Beißring: Das Babyspielzeug mit Mehrwert

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Spätestens im Alter von sechs Monaten wird Dein Baby ungemütlich: Es zahnt. Der Beißring ist jetzt praktisch, denn darauf kann Dein Kind jederzeit herumkauen. Vermehrter Speichelfluss ist kein Problem, denn der Beißring ist hygienisch.

Die weichen Noppen massieren das schmerzende Zahnfleisch. Aber warum sollte der Beißring wenigstens hin und wieder im Kühlschrank liegen? Die Antwort zu Deinen Fragen findest Du hier.

Beißringe in unterschiedlichen Varianten: Holz, Kunststoff oder Textilien

Das ideale Material gibt es nicht. Manche Kinder mögen es, wenn der Beißring im Kühlschrank gelegen hat und das Zahnfleisch kühlt. Feine Noppen können das schmerzende Zahnfleisch massieren. Andere Kinder bevorzugen glatte Beißringe, die angenehm temperiert sind.

Beißringe für Babys werden daher sowohl aus Holz und Kunststoff als auch aus Textilien hergestellt. Vielleicht hast Du auch schon beobachtet, dass Dein Baby die Ecke von seiner Decke oder den gerippten Ärmelbund vom Pullover im Mund hat und selig darauf herum kaut? Die raue Struktur der Textilien wird ebenfalls von vielen Kindern geschätzt.

Wichtig ist, dass der Beißring für das Baby hygienisch ist. Textilien saugen Speichel auf, und im feucht-warmen Milieu gedeihen Erreger hervorragend. Das dürfte ein Grund sein, warum zahnende Kinder häufig an Fieber leiden, Durchfall bekommen oder ständig erkältet sind.

Beißringe aus Kunststoff sind die hygienische Lösung. Denn auf der Oberfläche dieser Beißringe können sich Erreger nicht vermehren. Bei Holz sieht das anders aus: Der Speicher wird vom Holz angenommen, es quillt auf. Einen Beißring aus Holz kannst du nicht abkochen oder im Vaporisator sterilisieren.

Bei Beißringen aus Kunststoff ist es dagegen möglich. Eine Besonderheit stellen gelgefüllte oder wassergefüllte Beißringe dar: Du kannst diese Beißringe zwar nicht abkochen oder im Vaporisator sterilisieren, aber sie können in den Kühlschrank gelegt werden. Dort speichern Wasser oder Gel die niedrige Temperatur.

Beißt Dein Baby auf diesem Beißring herum, kühlt es das entzündete und geschwollene Zahnfleisch. Gleichzeitig sind die mit einer meist weichen, genoppten Kunststoffoberfläche versehenen Beißringen abwaschbar – Erreger können sich also nicht so einfach vermehren.

Der Beißring ist wichtig für eine gesunde Entwicklung der Zähne

Auf dem Beißring herumzukauen stärkt die Kiefermuskulatur Deines Kindes. Das Beißen sorgt für eine gute Durchblutung – ein gekühlter Beißring reduziert die Durchblutung. Beides kann, abhängig vom Zustand des Zahnfleisches, der Gesundheit dienlich sein.

Aber in jedem Fall sorgt der Beißring beim Baby für weniger Schmerzen beim Zahnen hat. Du solltest Beim Kauf darauf achten, dass der Beißring verträglich ist. Er sollte kein PV und keine schädlichen Weichmacher enthalten. Das Material ist am besten speicheltest und darf weder splittern, noch sich auflösen.

Scharfe Kanten stellen ein Verletzungsrisiko dar – der Beißring für das Baby sollte also gerundete Formen haben. Wußtest Du, dass der Beißring im Mund zu mehr Speichelfluss führt und der Speichel für natürlich saubere Zähne sorgt?

Deshalb sind Beißringe auch immer ein Beitrag zur Zahngesundheit Deines Kindes! Besonders wichtig ist das natürlich, wenn Dein Baby schon Beikost erhält. Stiftung Warentest und Ökotest haben jeweils ihre eigenen Testserien an verschiedenen Beißringen für Babys durchgeführt.

Die jeweiligen Testsieger sind gesundheitlich unbedenklich und fördern das gesunde Zahnwachstum bei Deinem Baby. Ökotest hat sogar einen Beißring aus Naturkautschuk ausgezeichnet: Der ist nicht nur für Dein Baby gut, sondern auch noch weniger umweltschädlich in der Herstellung (und später Entsorgung) als einige andere Produkte.

Wie sollte der ideale Beißring für das Baby aussehen?

Ein Beißring ist immer auch Spielzeug für das Baby. Und ein Spielzeug für das Baby muss sicher, anregend und spaßig sein. Daher solltest Du beim Beisprang für Dien Baby darauf achten, dass er interessant gestaltet ist. Bunt sollte er sein, so dass Dein Kind den Ring gerne anschaut.

Glatte und raue oder anders strukturierte Oberflächen sollten sich abwechseln. Dicke und und dünne Elemente fördern die Motorik Deines Babys. Es lernt mit diesem Spielzeug ab 6 Monate, gezielt zu greifen und zu halten.

Die verschiedenen Oberflächen wollen erkundet und betastet werden – sowohl mit den Händen als auch mit der Zunge und den Lippen. Die Kauleiste wird von den Noppen, Riffeln und eingearbeiteten Erhebungen angenehm massiert. Das tut gut beim Zahnen.

Viele Kinder mögen es, wenn der Beißring mal härter und mal weicher ist. Denn an manchen Tagen tut es einfach gut, wenn das Material elastisch unter dem Druck beim Kauen nachgibt. An anderen Tagen muss mit einem harten Beißring mehr Druck aufgebaut werden.

Vielleicht magst Du daher mehrere Beißringe für Dein Baby bereithalten. Hersteller wie beispielsweise NUK bieten Kombi-Beißring-Sets an. Dein Baby kann die verschiedenen weichen, harten und kühlenden Beißringe zu einer Struktur zusammenpuzzlen, kann sich aussuchen, ob weich oder hart gerade besser ist.

Unterschiedlich große Noppen auf den Oberflächen und kleine, vorstehende Elemente sorgen dafür, dass die Kauleiste bis in den hintersten Winkel bearbeitet werden kann. Ähnlich interessante Konzepte bietet die Zahnungshilfe.

Hier ist ein Beißring so geformt, dass er die gesamte Kauleiste auf einmal abdecken kann und wie eine Zahnspange oder Schiene zwischen Ober- und Unterkiefer liegt. Von außen sieht die Zahnungshilfe fast wie ein Schnuller aus.

Andere Beißringe haben die Form von Tieren, sind abstrakt gestaltet oder bestehen aus kleinen Stäben und Kugeln, die mit dicken Naturseilen verbunden sind. Der Beißring für Dein Baby kann also auch ein Spielzeug fürs Baby sein – muss es aber nicht.

Der Beißring sollte regelmäßig gereinigt werden

Natürlich musst Du den Beißring für das Baby nicht nach jeder Benutzung auskochen. Das ist auch bei textilen Beißringen nicht nötig. Allerdings solltest Du die Beißringe aus Kunststoff oder Holz jeden Abend gründlich mit etwas Spülmittel unter dem warmen Wasserstrahl reinigen.

Textile Spielzeuge, die Dein Kind als Beißring benutzt, müssen regelmäßig gewaschen werden. Achte auf die Angaben des Herstellers: Das meist Spielzeug für das Baby kann bei 40° C oder sogar 60° C in der Waschmaschine gewaschen werden. Ist der Beißring vom Baby aus Kunststoff gefertigt, darf er oft sogar in der Spülmaschine gereinigt werden.

Welche Alternativen zum Beißring für das Baby gibt es?

Wenn Deine Oma noch lebt, kannst Du sie sicher fragen, wie der Beißring für das Baby vor 70, 80 oder 100 Jahren aussah. Sie erinnert sich vielleicht. Es gab nämlich keine Beißringe, wie wir sie heute kennen. Früher hat man Brot hart werden lassen. Das wurde den Kindern zum Kauen und Lutschen gegeben.

Der Sinn dahinter war, dass die rauen Strukturen der harten Brotkanten beim Kauen und Beißen das Zahnfleisch angenehm massieren. Im Speichel löste sich das Brot langsam auf, wurde weich und breiig.

Die Kinder gewöhnten sich so an den Geschmack des Brots und wurden (beim Durchbrechen der ersten Zähne durchaus sinnvoll) an die erste Nahrung herangeführt. Hier verbanden sich Spielzeug für das Baby mit Nahrung und Zahnungshilfe.

Allerdings wurde Brot zu dieser Zeit auch noch selbst gebacken und bestand aus natürlichen Zutaten ohne Backzusätze. Für Kinder war das also sehr verträglich. Das Brot aus dem Supermarkt oder vom Bäcker solltest Du Deinem zahnenden Kind nicht einfach so geben. Wenn Du salzfrei und ohne Zusätze selbst backst, ist das aber immer eine Alternative zum Beißring.

Wir haben das weiter oben im Text schon erwähnt: Ein Beißring oder eine Zahnungshilfe kann auch aus Textilien bestehen. Dein Kind wird ohnehin seine Kuscheltiere, seine Kleidung und sein Lätzchen öfters in den Mund stecken. Findet es die rauen Strukturen der Textilien angenehm, beißt es von ganz alleine darauf herum.

Willst Du Dein Kind beim Zahnen unterstützen, kannst Du ihm ein Mulltuch geben. Der Baumwollmull der sogenannten Spucktücher saugt sehr viel Flüssigkeit. Dein Kind wird sich also auch nicht so extrem einspeicheln.

Du kannst das Tuch aber auch an einer Ecke anfeuchten und in den Kühlschrank legen (bitte in einer verschließbaren, sauberen Zippertüte oder einem wiederverwendbaren, sauberen Gefäß).

Die Feuchtigkeit kühlt schnell herunter und hält die niedrige Temperatur, so dass Dein Baby mit diesem improvisierten Beißring sein schmerzendes Zahnfleisch kühlen kann. Noch lieber mag Dein Kind dieses ungewöhnliche Spielzeug für das Baby, wenn Du einen Knoten in die Ecke des Tuchs machst.

Der kleine Knoten erfüllt dann die gleiche Funktion wie die Noppen auf dem Beißring. Bei einem textilen Spielzeug für das Baby solltest Du aber darauf achten, dass sich keine Teile lösen können.

Knöpfe, Applikationen, Trödeln, aufgenähte Augen oder plüschige Oberflächen stellen eine Gefahr für Dein Kind dar. Lösen sich kleine Partikel oder einzelne Teile von diesem Babyspielzeug, können sie in die Atemwege geraten und zum Ersticken führen.

Fazit: Beißringe erleichtern Deinem Kind das Zahnen. Wenn sie sicher sind.

Ob der Beißring vom Baby aus Holz, Kunststoff oder einem anderen Material ist, spielt letztendlich keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass das Material nicht splittert und sich keine Teile lösen können. Der Beißring darf keine Chemikalien an den Speichel Deines Kindes abgeben und sollte frei von Weichmachern und PVC sein.

Scharfe Kanten können zu Verletzungen führen. Welcher Beißring sich wirklich gut für Kinder eignet, haben Stiftung Warentest und Ökotest überprüft. Die Ergebnisse sind online einsehbar. Willst Du keinen Beißring als Spielzeug für das Baby kaufen, gibt es Alternativen, die sich in jedem Haushalt mit Baby finden.

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