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Untersuchungen in der Schwangerschaft

Mutterpass – Erklärung, Fachbegriffe und mehr

Beim zweiten Vorsorgetermin bekommen Schwangere den Mutterpass in die Hand gedrückt, ein [...]

Mutterpass – Erklärung, Fachbegriffe und mehr

Mutterpass – Erklärung, Fachbegriffe und mehr

Das steht alles im Mutterpass

Beim zweiten Vorsorgetermin bekommen Schwangere den Mutterpass in die Hand gedrückt, ein kleines blaues Heft, das für die nächsten neun Monate zum ständigen Begleiter wird. Der Verlauf der Schwangerschaft ist darin genau dokumentiert – von der Gewichtszunahme der Mutter, der Lage des Kindes, Infektionen bis zu den Ergebnissen der drei Ultraschalluntersuchungen. Wir sagen Ihnen, was sich hinter den Kürzeln verbirgt, die der Arzt ins Gravidogramm einträgt.

 

Schwangerschaftswoche

Benennt den genauen Tag der Schwangerschaftsdauer: 9 d7 bedeutet etwa, dass die Frau in der 9. Schwangerschaftswoche plus 7 Tage ist.

Fundusstand

Hier wird die Größe der Gebärmutter eingetragen. Zum Beispiel 2/S (oder S+2): Das bedeutet, dass die Gebärmutter zwei Zentimeter über dem Schambein endet. N/1 (oder N-1) heißt, dass sie bis einen Zentimeter unter den Nabel reicht, Rb/3 (oder Rb-3) bedeutet, dass die Gebärmutter drei Zentimeter unter dem Rippenbogen angekommen ist.

Kindslage

Hier stehen Abkürzungen wie QL, BEL oder SL. Sie geben Auskunft, wie das Kind in der Gebärmutter liegt: In Querlage (QL), mit den Füßen oder dem Po nach unten in Beckenend- oder Steißlage (BEL), oder mit dem Kopf nach unten in Schädellage (SL).

Herztöne

Mit einem Ultraschallgerät sind die kindlichen Herztöne schon ab der 7. Schwangerschaftswoche zu hören. Es ist ein regelmäßiger Doppelschlag, der an Pferdegetrappel erinnert. Im Mutterpass steht ein „+“, wenn dieser Lebensbeweis erbracht ist.

Ödeme / Varikosis

Viele Schwangere leiden an Wasseransammlungen (Ödeme) oder Krampfadern (Varikosis) in den Beinen. Das ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Durch „Versacken“ des Blutes in die Venen kann es zu Kreislaufproblemen und funktionellen Störungen kommen.

Gewicht

Die Waage bringt ans Licht, ob die werdende Mutter im normalen Rahmen zunimmt oder ob sie zuviel futtert. Schwangere sollten nicht mehr als 12 bis 15 kg zunehmen.

RR syst. / diast.

Hier werden die Blutdruckwerte eingetragen. Ist der Blutdruck zu niedrig, läuft die Gebärmutter Gefahr, nicht ausreichend durchblutet zu werden, und dem Kind droht eine Mangelversorgung. Ein zu hoher Blutdruck kann auf die gefürchtete EPH-Gestose hinweisen – eine Stoffwechselstörung in der Spätschwangerschaft, die Mutter und Kind gefährlich werden kann.

Hb (Ery)

„Hb“ steht für Hämoglobin, das ist der rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der eine wichtige Rolle beim Sauerstofftransport spielt. Liegt der Hb-Wert unter 11 g/dl, liegt ein Eisenmangel vor. Der Arzt wird dann ein Eisenpräparat verordnen.

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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