Natur pur: Wie ein unbelasteter Start ins Leben gelingt

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Die ersten Wochen und auch Monate mit Baby markieren den langsamen Wandel eines Paares hin zu verantwortungsbewussten Eltern. Oft merken Väter und Mütter erst nach der Geburt, wie zahlreich ihre Aufgaben nun sind und wollen in jeder Hinsicht das Beste für ihr Kind. Auch rund um Bekleidung, Möbel und Ernährung genügt es daher den wenigsten Eltern, nur oberflächlich informiert zu sein. Gerade wenn es um eine möglichst schadstofffreie Babyzeit geht, ist das nur richtig.

Babykleidung aus natürlichen Materialien 

Selbstverständlich gibt es heute zahllose Anbieter für Babykleidung. Vom süßen Kleidchen über den Strampler bis hin zu Winteranzug oder Sonnenhut können Eltern in der Theorie aus den Vollen schöpfen. Hier allerdings ins Vorsicht ratsam, denn nicht alle Hersteller und Marken achten zusätzlich zur schönen Optik auf Schadstofffreiheit. Dabei können in Babykleidung durchaus auch Chemikalien wie

  • Weichmacher,
  • zinnorganische Verbindungen,
  • Antimon, optische Aufheller
  • oder Formaldehyd

enthalten sein. All diese Stoffe wirken sich zwar nicht sofort negativ auf die Gesundheit des Menschen aus, stehen jedoch teilweise unter Verdacht, Allergien zu fördern, die Fruchtbarkeit zu beeinflussen oder auch das Immunsystem zu schwächen. Aus diesem Grund ist es nur ratsam für Eltern, beim Kauf von Babykleidung auf solche zu setzen, die auch nach offiziellen Tests schadstofffrei daher kommt und von Herstellern stammt, die sich auf ökologische Materialien verstehen.

 

 

Auch Kleidung aus Naturmaterialien kann hübsch aussehen. (Quelle: TerriC (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

 

Siegel können hier ein guter Wegweiser sein. Das berühmteste unter ihnen ist „ÖKO-TEX Standard 100“. Dieses Siegel wird erst nach einer eingehenden Prüfung der Bekleidung vergeben und ist international anerkannt. Unter anderem sichergestellt wird im Rahmen der Überprüfung, ob ein Kleidungsstück frei von Formaldehyd oder Allergieauslösern ist.

Auch muss nach ÖKO TEX Standard 100 zertifizierte Babykleidung speichel- und schweißecht sein. Weitere Siegel, die für gesunde Babykleidung stehen, sind „Naturtextil“ und „Naturleder“, die der Internationale Verband für Naturtextilwirtschaft e.V. vergibt. Auch das GOTS Siegel steht für gesunde Kleidung und wird unter global-standard.org näher beschrieben.

Selbstverständlich ist natürliche und hinreichend geprüfte Babykleidung teurer als manch konventionelles Produkt. Hier jedoch sollten sich Eltern fragen, ob die zusätzlichen Ausgaben im Hinblick auf die Gesundheit ihres Kindes nicht mehr als gerechtfertigt sind. Darüber hinaus schützt der Kauf hochwertiger Naturkleidung auch davor, ständig Neues zu kaufen. Durch das bessere Kostenbewusstsein lernen Eltern schnell, dass auch Babys keinen überfüllten Kleiderschrank benötigen.

Schadstoffarme Babyzimmereinrichtung

Natürlich ist gesunde Babykleidung nur die halbe Miete, wenn es um einen rundum unbelasteten Lebensstart geht. Auch die Möbel und Wohntextilien, mit denen ein Baby entweder direkt oder auch indirekt in Kontakt kommt, beeinflussen die Gesundheit auf lange Sicht. Bei der Einrichtung des Babyzimmers lohnt sich daher ein Blick auf verwendete Materialien und Stoffe. Auch hier gibt es wieder einige Siegel, die bei der genaueren Beurteilung helfen. Nachhaltigkeit.info informiert über einige dieser Zertifikate.

 

 

Der Wunsch aller Eltern: Eine gesunde und wohlbehütete Umgebung für ihr Baby. (Quelle: marvelmozhko (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Schrank, Wickelunterlage und Babybettchen sollten daher am besten aus schadstoffgeprüften Naturmaterialien bestehen, die keine ungesunden Ausdünstungen an die Raumluft abgeben. Ganz besonders wichtig ist das auch im Hinblick auf ein gesundes Schlafklima. Schläft das Baby in seinem eigenen Bettchen, ist es über mehrere Stunden hinweg allen Materialien ausgesetzt, die sich hier befinden.

Nicht nur das Bettgestell selbst, sondern auch die Matratze sollte aus diesem Grund möglichst schadstofffrei sein. So berichtet Allnatura.de über Stimmen aus der Vergangenheit, von denen verschiedene Stoffe kritisiert wurden und spricht sich für den Verzicht auf synthetische Materialien aus. Ein rundum natürliches Bett kann dann zu einer Schlafumgebung werden, die auch die nächtliche Ruhe fördert.

Auch was die optische Gestaltung des Babyzimmers betrifft, ist zweifaches Hinsehen empfehlenswert. Bodenbeläge, Wandfarben und auch Textilien wie Vorhänge und Teppiche sollten im besten Fall nach strengen Richtlinien geprüft und entsprechend zertifiziert worden sein. Auch hier entsteht unter Umständen wieder ein etwas größerer Kostenpunkt, der sich langfristig betrachtet aber auszahlt. Denn einmal renoviert und eingerichtet muss ein Babyzimmer für gewöhnlich nicht so schnell wieder verändert werden

Ernährung: Wirklich gesunde Milch und Beikost

Geht es um gesunde Babyernährung sprechen sich auch Experten für eine möglichst lange Stillzeit aus. Immerhin ist Muttermilch schon von Natur aus dafür vorgesehen, einem Baby die Nährstoffe zu geben, die es braucht. Mütter, die ihr Baby stillen können, sollten daher nur aus guten Gründen hierauf verzichten. Die Nationale Stillkommission empfiehlt Müttern, wenigstens in den ersten vier Lebensmonaten zu stillen und erst dann langsam auf Beikost umzusteigen.

Doch auch wenn Stillen als besonders gesund gilt, können manche Schwierigkeiten für ein frühzeitiges Ende der Stillzeit sorgen. Brustentzündungen, Schmerzen und „zu wenig Milch“ trotz immer wieder neuer Versuche, stellen eine große Belastung für Mütter und ihr Baby dar.

In einem solchen Fall ist es nur richtig, auch über den frühzeitigen Umstieg auf Ersatznahrung nachzudenken. Dass es hier jedoch qualitative Unterschiede gibt, berichtet Öko Test in einem aktuellen Artikel. Frühzeitiges Informieren über Inhaltsstoffe und mögliche Schadstoffe in Babymilch schützt vor Fehlentscheidungen.

 

 

Beikost selbst zu kochen, ist weniger aufwändig als oftmals gedacht. (Quelle: yalehealth (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Nach dem Stillen oder der Fläschchenzeit steht dann die schrittweise Einführung von Beikost an. Auch hier können sich Eltern entscheiden, ob sie die Breie für ihr Baby selbst zubereiten oder in Form fertiger Gläschen kaufen. Was die Frische der Zutaten betrifft, ist das eigenhändige Zubereiten selbstverständlich am vorteilhaftesten. Hierfür braucht es nicht viel, denn gerade in der Anfangszeit genügt es vollkommen, wenn ein Brei aus nur einer Sorte Gemüse besteht.

Wer auch hier auf eine möglichst gesunde Ernährung achten will, sollte Karotten, Pastinaken und Co. am besten im Bio-Markt kaufen, gut waschen und zügig verarbeiten. Mit einem Stabmixer lässt sich das gekochte Gemüse dann binnen kürzester Zeit zu einem leckeren Brei verarbeiten.

Und wer fürchtet, dass das Zubereiten von Brei für Stress und Zeitmangel sorgt, sollte eines wissen: Es ist problemlos möglich, einmal in der Woche Babybrei zu kochen und diesen dann portionsweise einzufrieren. Kurz vor der nächsten Mahlzeit muss der Brei dann nur noch aufgetaut und erwärmt werden.

 

 

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