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Baby Pucken? – Vorteile & Nachteile

Wer zum ersten Mal vom Baby Pucken hört, wird wahrscheinlich nicht sofort wissen, was damit gemeint ist. Junge Eltern oder […]

Wer zum ersten Mal vom Baby Pucken hört, wird wahrscheinlich nicht sofort wissen, was damit gemeint ist. Junge Eltern oder junge Paare, die in naher Zukunft Eltern werden, werden sich vielleicht schon einmal mit dieser besonderen Wickeltechnik für Babys beschäftigt haben. Denn diese ausgefallene aber effektive Wickeltechnik sorgt dafür, dass sich Babys geborgen fühlen und die Enge und Bequemlichkeit verspüren, die auch im Mutterleib vorherrschte. Doch nicht alle stehen diesem Thema so offen gegenüber.

 

Wieso gerade Baby Pucken?

Ärzte, Hebammen und letztendlich auch werdende Eltern wissen, dass sich Babys im Bauch der Mutter besonders wohlfühlen. Sie lieben nicht nur die Wärme und den Herzschlag der Mutter, den sie permanent hören, sondern auch die Tatsache, dass sie in ihrem Bewegungsraum deutlich eingeschränkt sind. Arme und auch Beine können nicht unkontrolliert bewegt werden, so dass ungewollte Zuckungen verhindert werden.

Sicherlich merkt jede werdende Mutter, wenn sich das Baby in ihrem Bauch bewegt. Und dieses Gefühl, was dabei erzeugt wird, ist ein sehr wohliges Gefühl, welches die Mutter durchaus ernst nimmt und welches als Signal für eine gute Entwicklung des Babys gilt. Trotz alledem sind die Bewegungsmöglichkeiten im Mutterleib eingeschränkt, was dazu führt, dass ungewollte Reflexe ausbleiben. Ein solcher Reflex, der beispielsweise verhindert wird, ist der sogenannte Moro-Reflex.

 

Beruhigt Baby Pucken wirklich?

Experten empfehlen das Pucken, um Babys zu beruhigen. Bei den meisten Babys funktioniert dies auch. Sie werden ruhiger und zufriedener. Besonders oft kommt diese Pucktechnik nachts zum Einsatz, damit die Babys sanft und ruhig schlafen können.

Vor allem direkt nach der Geburt scheint das Babyglück erst einmal perfekt zu sein. Die Geburt ist überstanden und der kleine Sonnenschein endlich auf der Welt. Dieser wohlige Zustand der Glückseligkeit hält in vielen Fällen aber nicht lange an. Nicht nur, dass in den ersten Monaten nach der Geburt auf die frischgebackenen Eltern einiges zukommt. Auch für die Kinder ist die Geburt ein einschneidendes Erlebnis, welches die Entwicklung des Kindes positiv wie auch negativ beeinflussen kann.

Auf einmal ist unwahrscheinlich viel Platz. Es ist alles deutlich lauter, heller und die Gerüche und anderen Wahrnehmungen, die uns in unserem Alltag begleiten, prasseln auf einmal auf das neugeborene Kind ein. Für das Baby sind diese Eindrücke völlig neu und es muss sich erst daran gewöhnen. Diese Umstellung kann ein wenig dauern, so dass es gut ist, dass einige Rituale und bekannte Dinge, die aus dem Babybauch bekannt waren, zum Einsatz gebracht werden. Und dazu gehört unter anderem das Baby Pucken.

Nach der Geburt entsteht häufig das Problem, dass der Säugling einen anderen Schlafrhythmus hat, als die Erwachsenen. Zwar schläft ein Säugling besonders zu Beginn bis zu 20 Stunden am Tag. Er verlangt aber auch sechs bis acht Mahlzeiten am Tag, so dass ein Durchschlafen für die Eltern kaum gegeben ist. Besonders schwierig kann dies werden, wenn die Mutter stillt und somit die Hauptbezugsperson für das Baby ist. Denn dann ist sie es, die immer auf die Schreie als Hilferuf oder als Signal für die Nahrungsaufnahme reagieren muss.

Bekommt das Baby auch nicht ausreichend Schlaf, weil es vielleicht Einschlafprobleme hat, dann entwickelt sich schnell ein Schreikind, welches das Schreien als probates Mittel für sich erkannt hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Säugling mag diesen Schlafentzug genauso wenig wie wir Erwachsenen. Es gilt daher, die Ursache für den Schlafmangel ausfindig zu machen, wenn Sie das Thema interessiert schauen Sie gerne in unserem Artikel zum Thema Babyschlaf – Erholsame Stunden richtig fördern vorbei.

 

 

Wann spricht man von einem Schreibaby?

Ein besonders häufiger Grund für Schreibabys ist das ständige Aufwachen durch Zuckungen bzw. durch unkontrollierte Bewegungen des Babys. In der Fachsprache werden diese Zuckungen und unkontrollierten Bewegungen als Moro-Reflex bezeichnet. Sie verhindern ein festes Einschlafen und sind somit die Hauptursache für Schreiattacken, mit denen das Baby zu kämpfen hat.

Auch 3-Monatskoliken können der Grund für die Schreiattacken sein. Wie damit richtig umgegangen wird, können Sie gerne in unserem ausführlichen Artikel nachlesen, dort verraten wir Ihnen Tipps & Tricks gegen Bauchschmerzen bei Babies.

 

Baby Pucken sorgt für Geborgenheit

In einem solchen Fall kann das Baby Pucken ein probates Mittel sein, um das Baby zu beruhigen und ihm sowie der Familie einen ruhigen und angenehmen Schlaf zu ermöglichen. Dabei geht es nicht zwingend darum, die Schlafphase über einen deutlich längeren Zeitraum zu strecken. Es geht vielmehr darum, einen tiefen und erholsamen Schlaf zu finden, der allen Familienmitgliedern neue Kraft für die anstehenden Aufgaben gibt.

Mit der Wickeltechnik, die mit dem Baby Pucken einhergeht, werden die Babys eng eingewickelt. Arme und Beine haben somit keinen Spielraum mehr für heftige sowie unkontrollierte Bewegungen. Den Babys schadet diese vertraute Position in den meisten Fällen nicht, denn sie kennen sie bereits aus dem Mutterleib. Auch wenn dies einige Experten anders sehen. Vielmehr wirkt diese Enge auf sie beruhigend und vermittelt ihnen das Gefühl, dass sie geborgen und sicher sind. Babys, die mit dieser Wickeltechnik beruhigt werden, schlafen deutlich besser und weisen die störenden und ungewollten Bewegungen nicht mehr auf. Dadurch wird der Schlaf erholsamer und die nachfolgenden Phasen gestalten sich die deutlich angenehmer.

 

Vorteile vom Baby Pucken

Wird das Baby Pucken richtig angewandt, dann bringt diese Wickeltechnik viele Vorteile mit sich. Sie führt unter anderem bei den Babys zu einem ruhigen und auch längeren Schlaf. Untersuchungen haben zudem aufgezeigt, dass vor allen Dingen unruhige Babys durch das Pucken weniger schreien und in einer sogenannten Puckdecke, Pucktuch oder einem Pucksack schneller zur Ruhe kommen. Zudem sinkt das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben bei gepuckten Babys deutlich. Denn sie sind nicht in der Lage, sich auf den Bauch zu drehen. Die Puckdecke, der Pucksack oder das Pucktuch verhindern dies schlichtweg.

Damit diese Vorteile auch wirklich zum Tragen kommen können, ist es wichtig, dass die Wickeltechnik richtig angewandt wird. Das richtige Baby Pucken sollte daher im Vorfeld erlernt werden, damit dem Baby wirklich eine Hilfestellung gegeben werden kann.

 

Tipps zum richtigen Baby Pucken

Es mag beim ersten Mal eine gewisse Überwindung von der Mutter oder vom Vater abverlangen, das eigene Baby so fest einzuwickeln, dass es sich nicht mehr bewegen kann. In vielen Fällen begehen die frischgebackenen Eltern daher auch einen typischen Anfängerfehler und wickeln ihre Babys nicht fest genug ein. Dadurch strampeln diese sich nach kurzer Zeit wieder frei und wachen in ihrem Bett auf.

Der ruhige und erholsame Schlaf, der mit dem Pucken einhergehen soll, ist somit wieder nicht gegeben. Daher ist es wichtig, dass die unkontrollierten Bewegungen, die durch das Baby Pucken verhindert werden sollen, nur dann wirklich eingeschränkt werden können, wenn die richtige Wickeltechnik angewandt wird. Dafür wird ein Pucktuch oder eine Puckdecke benötigt, die aus Baumwolle bestehen und eine Größe von 80 x 80 cm aufweisen. Gerne kann auch mit Hilfe von einem Pucksack gearbeitet werden. Die Handhabung vom Pucksack können Sie im weiteren Verlauf des Textes nachlesen.

Zuerst wird das Pucktuch oder die Puckdecke in Form einer Raute auf dem Wickeltisch platziert. Die obere Spitze vom Pucktuch oder von der Puckdecke wird nach unten eingeschlagen, damit das Baby mit seinem Nacken auf die so entstandene Kante gelegt werden kann. Wichtig ist hierbei, dass die Arme des Säuglings parallel am Körper anliegen und nicht gebeugt oder anderweitig verschränkt sind.

Die rechte Seite der Puckdecke beziehungsweise vom Pucktuch wird dann über das Baby gelegt und so fixiert, dass es auf der linken Körperseite unter dem Rücken fest eingesteckt wird. Im Anschluss kann die untere Spitze vom Pucktuch oder von der Puckdecke nach oben eingeschlagen werden. Sie sollte maximal bis zur Brust des Kindes reichen. Überschüssige Reste vom Pucktuch oder von der Puckdecke sollten eingeschlagen werden, damit das Pucktuch im vorderen Bereich wirklich nur bis zur Brust bei Babys reicht. Zum Schluss wird die linke Seite vom Pucktuch oder der Puckdecke ebenfalls über den Körper gelegt und unter den Rücken des Babys gesteckt. Auch dies sollte relativ eng am Körper stattfinden, damit das Baby keinen Bewegungsfreiraum hat.

Sinnvoll ist es, beim ersten Mal die Hebamme um Hilfe zu bitten. Sie zeigt nicht nur, wie die richtige Wickeltechnik funktioniert, sondern auch, welches Pucktuch beziehungsweise welche Puckdecke sich für das Baby Pucken besonders gut eignen. Zudem kann geschaut werden, ob eventuell sogar ein Pucksack zum Einsatz gebracht werden kann
Wer weder mit Tuch noch mit Decke arbeiten möchte, kann sich auch für den spezielle Pucksack entscheiden. Er ist einfacher in der Handhabung und verhindert relativ gut Fehler, die beim Baby Pucken recht schnell auftreten können. Den Pucksack gibt es in den unterschiedlichsten Designs und er erleichtert das Wickeln enorm.

Mit ein wenig Übung ist es jedoch durchaus einfach, die Kleinen in ein Pucktuch fest ein zu wickeln. Denn ein großer Aufwand ist auch damit nicht verbunden.

Unser Tipp: Das Baby Pucken eignet sich nicht nur für zu Hause. Auch in der Babyschale kann es zum Einsatz gebracht werden. Besonders in den kalten Wintermonaten fühlen sich viel Babys wohl, wenn sie zusätzlich zur Kleidung noch schön kuschelig eingepackt sind. Einige Puckdecken sind darum auch zusätzlich noch mit einer Kapuze ausgestattet. Gleiches gilt für das Pucktuch und den Pucksack.

 

Der ideale Zeitraum für das Pucken

Wie lange ein Baby mit dem Pucken beruhigt und zufriedengestellt werden kann, lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn eine handfeste Antwort, die einen festen Zeitraum vorgibt, gibt es nicht.

In der Regel ist es so, dass das Kind angibt, wann Schluss mit dem Pucken ist. Die Entwicklung des Kindes ist somit ausschlaggebend für das richtige Zeitfenster. Wenn das Baby auch ohne Pucken gut schläft, sollte man damit aufhören.
Zudem empfiehlt es sich, dass Pucken langsam abzugewöhnen. Diese Abgewöhnung kann beispielsweise durch ein leichteres Pucken in die Wege geleitet werden. Der Pucksack eignet sich besonders gut dafür, da er sich unterschiedlich fest einstellen lässt. Schläft das Baby trotzdem genauso gut wie mit der festen Variante beim Pucksack, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Abgewöhnungsphase beginnen kann.

Da das Pucken hauptsächlich angewandt wird, um die Schreiattacken und unkontrollierten Bewegungen des Babys zu reduzieren, bildet sich automatisch ein gewisses Zeitfenster, in dem das Pucken sinnvoll ist. Denn der dafür verantwortliche Moro-Reflex bei Säuglingen tritt vor allem in den ersten fünf Lebensmonaten des Kindes auf.

Es ist daher davon auszugehen, dass das Baby Pucken nicht unbedingt länger als diese fünf Monate betrieben werden sollte.

Trotz alledem ist es nicht ungewöhnlich, dass es Kinder gibt, die auch noch mit einem halben Jahr das Pucken benötigen, um ruhig zu schlafen. Jedes Kind entwickelt sich anders. Daher gilt: Das Pucken sollte ausgetestet werden. In der Regel merkt man als Elternteil, wenn das Pucken nicht mehr benötigt wird, sodass ein Abgewöhnen stattfinden kann. Wünscht das Kind aber weiter diese Geborgenheit, die mit den Pucken einhergeht, dann sollte dieses Verfahren auch noch nicht eingestellt werden.

 

Das Besondere an einem Pucksack

Auf den ersten Blick mag der Pucksack einem Babyschlafsack sehr ähneln. Wer aber genauer hinschaut und sich mit dem Thema Pucken ein wenig näher beschäftigt, der wird sehen, dass dieser Pucksack zusätzliche besondere Eigenschaften mit sich bringt, die ein effizientes und vor allem leichtes Pucken möglich machen.

Der Pucksack gibt dem Säugling in erster Linie eine kuschelige warme Hülle. Ganz so, wie wir es von einem Schlafsack kennen. Auf der anderen Seite kann der Pucksack aber entsprechend eingestellt werden, sodass das Pucken relativ eng oder auch etwas weiter stattfinden kann. Dafür bieten die meisten Pucksäcke Schlaufen oder Klettverschlüsse an, mit denen der Pucksack ganz individuell eingestellt werden kann. Er lässt sich somit nicht nur an die Größe des Kindes anpassen, sondern auch an die gewünschte Enge.

Ein Vorteil beim Pucksack ist zusätzlich, dass dieser auch in der Babyschale problemlos angewandt werden kann. Selbst im Kinderwagen können die Kinder bei einer Ausfahrt mit Hilfe dieses Sackes warm und kuschelig eingepackt werden. Er bringt somit verschiedene Verwendungsmöglichkeiten mit sich, sodass der Pucksack auf jeden Fall in die Ausstattung rund um ein Baby gehören sollte.

 

Nachteile beim Baby Pucken

Wo viel Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Das gilt natürlich auch beim Pucken. Experten haben unter anderem herausgefunden, dass die falsche Wickeltechnik zu Hüftschäden beim Baby führen kann. Daher auch an dieser Stelle noch einmal unser Hinweis: Lassen Sie sich bei Pucken beraten und führen Sie die Wickelmethode zuerst gemeinsam mit der Hebamme durch. Wünschen Sie dies nicht, dann setzen Sie auf den Pucksack, der nur sehr wenige Fehler zulässt.

Gepuckt werden sollte dann nicht, wenn das Baby eine Hüft-beuge-Schiene oder Spreizhose trägt. Auch bei Fieber sollte nicht gepuckt werden, da das Baby durch das enge Einpacken einen Hitzestau erleiden könnte. Ebenso gilt zu beachten, dass es durch die häufige Rückenlage, die mit dem Pucken einhergeht, zu einer Abplattung am Hinterkopf kommen kann.

 

Wollen Sie Ihr Kind auch Pucken?

Konnten wir Sie neugierig machen und haben Sie nun ebenfalls Interesse am Pucken? Dann freuen wir uns, wenn wir Ihnen dieses spannende Thema näherbringen konnten. Auch wenn es mit Sicherheit unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt, so ist es wichtig, dass Sie sich eine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, ob das Pucken für Ihr Baby in Frage kommt oder nicht.

Sie interessieren sich für einen Pucksack, wissen aber noch nicht welcher der Richtige für ihr Baby ist? Dann schauen Sie gerne bei unserem Pucksack-Test vorbei, dort haben unsere Experten die Pucksäcke genauer unter die Lupe genommen und ihre 5 Favoriten stellen sie ausführlich vor. Dort finden Sie auch eine Pucksack Beratung, die Ihnen hilft sich für den richtigen Pucksack oder Pucktuch zu entscheiden.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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