Mit festen Ritualen zu einem entspannten Familienleben

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In früheren Generationen waren feste Abläufe und Rituale als eher unflexibel verschrien. Heute hingegen weiß man, dass gerade Kindern Rituale durchaus guttun. Schließlich vermitteln bekannte Abläufe und feste Rituale ein Gefühl von Geborgenheit und Verlässlichkeit.

Außerdem helfen sie dabei, viele Alltagssituationen entspannter ablaufen zu lassen. Grund genug, um einige feste Rituale auch in Deinen Familienalltag einzubauen. 

Rituale: Kleine Traditionen geben Geborgenheit

Obwohl viele Eltern heute immer mehr auf feste Rituale und Traditionen setzen, bevorzugen andere Familien einen eher „freien“ Tagesablauf. Das ist selbstverständlich erlaubt und nicht negativ zu bewerten.

Wer jedoch einmal darüber nachdenkt, an welche Ereignisse aus seiner eigenen Kindheit er sich am intensivsten erinnert, wird erkennen, welchen Stellenwert Traditionen bereits für Kinder haben. Das wird bereits daran deutlich, dass wir uns besonders intensiv an Feste mit Traditions-Charakter erinnern.

Daran, dass die Eltern eine festliche Taufkerze kaufen, erinnert sich selbstverständlich kein Kind. Dennoch erinnern sich viele aber an die schöne Kerze, die die Eltern nach der Taufe für sie aufbewahrt haben.

Selbstverständlich enden die Kindheitserinnerungen aber nicht bei der Taufkerze. Jungen und Mädchen erinnern sich nämlich gleichermaßen intensiv meist an Geburtstagsfeiern mit anderen Kindern oder Weihnachtsfeste mit der ganzen Familie. Und auch der sonntägliche Besuch bei den Großeltern bleibt vielen noch im Erwachsenenalter in Erinnerung. 

Bereits hieran zeigt sich, dass Rituale und Traditionen für Kinder durchaus wichtig sind und ihnen oft besonders genau in Erinnerung bleiben. Allerdings bedeutet das nicht lediglich, dass es sich lohnt, Erinnerungsstücke aufzubewahren.

Sicherlich freut sich der Nachwuchs später darüber, die eigene Taufkerze für Mädchen oder Jungen einmal in der Hand zu halten. Noch wichtiger ist es aber gerade, feste Rituale auch in den Alltag einzubauen, um Kindern ein Gefühl der Sicherheit zu geben. 

Gleiche Abläufe erleichtern den Alltag

Nicht nur die jährliche Geburtstagsfeier oder das Weihnachtsfest mit den Großeltern sind schöne Rituale, die Kindern Geborgenheit vermitteln. Vielmehr sind es auch die alltäglichen Rituale, wie das Aufstehen und Zubettgehen immer zur gleichen Zeit, die für Kinder wichtig sind.

Auch diese kleinen Alltags-Rituale geben ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Sie fungieren quasi als stabiles Alltags-Gerüst, das Vertrauen und Halt vermittelt. 

Auch im Kindergarten oder in der Schule wird darum besonders genau auf einen festen, für die Kinder nachvollziehbaren Tagesablauf geachtet. Es verwundert kaum, dass feste Rituale und Gewohnheiten darum auch innerhalb der Familie das Wir-Gefühl stärken können. 

Aber mehr noch: Tägliche Rituale und Gewohnheiten können auch dabei helfen, den Alltag und das Zusammenleben insgesamt deutlich entspannter zu gestalten. Schließlich haben es Kinder durch feste Abläufe nämlich deutlich seltener mit gestressten Eltern zu tun. 

Familienrituale, die mehr helfen, als gedacht

Viele Rituale und Gewohnheiten stellen sich ganz von allein ein: Zu jedem Sonntagsfrühstück gehört ein weich gekochtes Ei, in der Adventszeit darf ein Adventskalender nicht fehlen und beim Einschlafen brennt ein kleines Nachtlicht. 

Zusätzlich dazu kann es allerdings sinnvoll sein, bestimmte Rituale ganz bewusst in den Alltag einzubauen. Oft können sie den Alltag nämlich nicht nur verschönern, sondern auch erleichtern.

Das Besser-Aufstehen-Ritual

Auch Kinder können – genau wie ihre Eltern – einmal mit dem falschen Fuß zuerst aufstehen. Dafür, dass es dazu jedoch nicht allzu oft kommt, sorgt das „Besser-Aufstehen-Ritual“:. Beginnt der Tag nämlich immer auf die gleiche Weise, erleichtert das einen positiven Tagesstart enorm. 

Um das Ritual in den Alltag einzubauen, ist es wichtig, morgens rechtzeitig aufzustehen, um nicht in Hektik zu verfallen. Anschließend kann das Kind dann in Ruhe beispielsweise mit einem fröhlichen Guten-Morgen-Lied geweckt werden.

Alternativ dazu kann natürlich auch ein Kuscheltier, das die Eltern über das Bett tanzen lassen, das Wecken in die Hand nehmen. Wichtig ist dabei lediglich, dass das Wecken an jedem Morgen auf die gleiche Weise abläuft.

Sinnvoll kann es dabei auch sein, dem Nachwuchs bereits beim Wecken zu erzählen, was der kommende Tag bringen wird. Ob ein Besuch bei der Oma, ein Einkaufsbummel oder ein Ausflug – so wissen auch die Kleinsten, was sie während des Tages erwartet. 

Das Zähneputzen-Ritual

Zähneputzen ist für viele Kinder alles andere als eine Lieblingsbeschäftigung. Wichtig ist die Zahnpflege aber selbstverständlich dennoch – und lässt sich mit einem Ritual ganz leicht und spielerisch erledigen: 

Wichtig ist dabei, dass schon mit Babys oder Kleinkindern immer dieselbe Körperpflege-Reihenfolge eingehalten werden sollte. Außerdem ist es sinnvoll, dem Kind zu erzählen, was bei den einzelnen Schritten geschieht.

So wäscht Herrn Waschlappen z. B. den Schlaf aus den Augen, während Frau Zahnbürste anschließend die gemeinen Kariesbakterien von den Zähnen verjagt. Wird die Körperpflege so mit lustigen Geschichten verbunden und läuft immer gleich und vorhersehbar ab, bleiben Tränen und Stress schnell ganz von allein aus. 

Das Abschieds-Ritual

Trennungen von Papa und Mama fallen gerade kleineren Kindern immer besonders schwer. Allerdings bleiben sie auch nicht aus. Wird allerdings ein passendes Ritual gefunden, fällt der Abschied an der Kindergartentür gleich viel leichter:  

Zum Abschied nehmen Mama oder Papa das Kind auf den Arm und geben ihm einen Kuss. Außerdem bekommt das Kind einen kleinen „Trennungsbegleiter“ (ein Schmusetuch oder ein Stofftier, das nur für die Trennungszeit gedacht ist).

Anschließend wünschen die Eltern ihrem Kind viel Spaß und sagen ihm, dass sie sich darauf freuen, es bald wieder abzuholen. Sind die Eltern später wieder da, gibt das Kind den „Trennungsbegleiter“ wieder zurück. 

Das Abendessen als stärkendes Ritual

Sofern irgendwie möglich sollten alle Familienmitglieder zumindest eine Mahlzeit pro Tag gemeinsam einnehmen. In den meisten Familien bietet sich hierfür gerade das Abendessen an. Es kann darum als schönes Zusammengehörigkeits-Ritual gestaltet werden:

Der Nachwuchs darf vor dem Abendessen beim Tischdecken helfen und bevor mit dem Essen begonnen wird, sagen alle gemeinsam einen bestimmten Spruch auf. Während des Abendessens dürfen dann alle Familienmitglied davon erzählen, was sie während des Tages erlebt haben. 

Das Einschlaf-Ritual

War der Tag besonders aufregend, fällt es vielen Kindern schwer, zur Ruhe zu kommen. Hier kann ein ruhiges und liebevolles Einschlaf-Abendritual dabei helfen, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.  

Wichtig ist dabei, dass das Einschlaf-Ritual immer zur gleichen Zeit stattfindet und bereits etwa nach dem Abendessen beginnt. Nach dem Abendessen darf dabei noch für einige Zeit gespielt oder getobt werden.

Nach einiger Zeit sollte die aktive dann jedoch in eine ruhigere Stimmung übergehen, bevor es zu einer festen Zeit ins Bad geht. Nach dem Zähneputzen ist dann eine feste Kuschelzeit oder etwa das Vorlesen aus einem Kinderbuch eingeplant – bevor es schließlich ins Bett geht.

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