Stuhlgang nach der Geburt: Welche Veränderungen Du bemerkst

Nach der Geburt Deines Kindes ist vieles anders als vorher und der Körper braucht seine Zeit um sich zurückzubilden. Die Haut am Bauch ist noch ausgedehnt und auch im Intimbereich gab es einige Veränderungen während der Schwangerschaft und mit der Geburt. Doch kaum einer spricht über den Stuhlgang nach der Geburt.

Welche Veränderungen macht der Körper in der Hinsicht durch, wie kannst Du Deine Darmaktivität unterstützen und was ist nach der Geburt normal? Wir klären Dich auf.

Der Stuhlgang nach der Geburt

Der erste Stuhlgang nach der Geburt kann schwierig und auch schmerzhaft sein. Kaum einer redet darüber und auch Erfahrungsberichte von Müttern sind selten Thema. Dabei ist es wichtig zu wissen, worauf man sich vorbereiten muss.

Nach der Entbindung fühlt sich der Dammbereich oft wund und verletzlich an. Manche Frauen erleiden während der Geburt durch den Kopfaustritt einen Dammriss oder hatten einen Dammschnitt. Auch Hämorriden sind nicht selten während und nach der Schwangerschaftszeit.

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Der Bauch und seine Muskeln sind, vor allem durch eventuelle Kaiserschnitte, sehr geschwächt und strapaziert. Er hilft Dir in der Regel bei den Ausscheidungen. So entstehen erste Probleme mit dem Stuhlgang und Verstopfungen sind oft die Folge davon.

Blutverlust und anderweitige Dehydrierungen können den Körper auch schwächen und den Stuhl verhärten. Veränderte Hormone sind auch oft Übeltäter, wenn es zu ungewöhnlichen Ausscheidungen kommt. Schmerzmittel verlangsamen ebenfalls Prozesse im Verdauungstrakt und bereiten Dir einen unangenehmen ersten Toilettengang.

Gib Dir und Deinem Körper Zeit

Es ist normal, dass nach einem Ereignis wie der Geburt der ganze Bewegungsapparat und Hormonhaushalt auf den Kopf gestellt ist. Vieles funktioniert nicht mehr so wie gewohnt und Du sträubst Dich innerlich, etwas aus Deinem Körper zu pressen. Lass Dir Zeit und suche die Toilette auf, wenn Du Dich bereit fühlst, aber schiebe die unangenehme Begegnung nicht zu lange auf – das kann auch zu Verstopfungen führen.

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Oft kommt der erste Stuhl auch erst zwei bis drei Tage nach der Entbindung und viele Frauen erleichtern sich automatisch bereits während der Geburt. Doch wie solltest Du Dich nun nach der Geburt auf den ersten Stuhlgang vorbereiten?

Tipps für den ersten Stuhlgang nach der Geburt

Hier ein paar Tipps, wie Du Deinen ersten Stuhlgang nach der Geburt unterstützen kannst:

  • Nehme ballaststoffreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu Dir und trinke viel Wasser, um Deine Verdauung in Schwung zu bringen. Das sorgt in der Regel für einen geschmeidigen Stuhlgang.
  • Auch Magnesium fördert einen guten Stuhlgang.
    • Nimm es über grünes Gemüse, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Weizenkeime und Weizen-/Haferkleie auf.
    • Frag vorher Deinen Frauen- oder Hausarzt, bevor Du Magnesiumzusätze einnimmst.
  • Beweg Dich: Versuche, wenn Du kannst, ein wenig spazieren zu gehen, aber überanstreng Dich bitte nicht.
  • Achte auf einen sauberen Intimbereich. Hier gibt es extra Po-Duschen.
  • Bei Problemen solltest Du Deinen Arzt nach Rat und eventuell Stuhlweichmacher oder Abführmittel fragen.
  • Versuche Dich zu entspannen.
    • Eine erhöhte Position der Beine, beispielsweise durch eine Fußbank unter Deinen Füßen, hilft Dir Deinen Schließmuskel lockerzulassen.
  • Wenn möglich, unterbinde starkes Pressen bei dem Toilettengang.
  • Nimm mehrere Lagen an Klopapier oder Einmalwaschlappen auf die flache Hand und feuchte sie an.
    • Während des Vorganges der Ausscheidung drückst Du nun die Kompresse fest gegen die Vulva und den Scheideneingang – Anus natürlich frei lassen.
    • Durch diesen Trick wird die Belastung der empfindlichen Region abgeschwächt und Du hast weniger Schmerzen.
  • Glycilax in Form von Zäpfchen regen die Schleimbildung im Darm an – der Stuhl wird geschmeidiger.
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Wie Du siehst, kannst Du einige Tricks selbst anwenden, um Dir bei dem Stuhlgang zu helfen. Konzentriere Dich nicht nur auf Dein Neugeborenes, sondern auch auf Deinen Körper und seine Bedürfnisse.

Auch Dein Baby hat nach der Entbindung den ersten Stuhl vor sich. Lies hier nach, was Dir Der Babystuhl über die Gesundheit verrät.

Stuhlgang nach der Schwangerschaft – das Wichtigste im Überblick

Es ist hilfreich sich schon vor der Geburt Gedanken darüber zu machen, dass früher oder später der erste Stuhlgang nach der Schwangerschaft ansteht und etwas unangenehm werden könnte. Informiere Dich bei Deinem Hausarzt über weitere Hilfsmittel oder Medikamente, damit Die Schmerzen so gering wie möglich gehalten werden und Dein Stuhl nicht zu hart wird.

Neben der richtigen Ernährung, etwas Bewegung und Tipps, die den Vorgang etwas erleichtern, kannst Du auch im Krankenhaus nach Hilfe fragen. Hier werden Dir in der Regel auch Medikamente oder Lebensmittel wie Leinsamen oder indische Flohsamenschalen gegeben, um den Stuhl weicher und gleitfähiger zu machen.

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Um eine Verstopfung zu vermeiden, ist es ratsam den ersten Toilettengang nicht zu lange aufzuschieben. Dadurch kann es nur noch unangenehmer werden, wenn Du das stille Örtchen aufsuchst.

FAQ – Stuhlgang nach der Geburt

Wann steht der erste Stuhlgang nach der Geburt an?

Oft geschieht dies erst zwei bis drei Tage nach der Geburt, aber es gibt natürlich keine feste Regel beziehungsweise einen festen Zeitrahmen dafür.

Darf ich beim ersten Toilettengang nach der Geburt pressen?

Pressen sollte vermieden werden. Vor allem, wenn Du einen Dammriss oder -schnitt hattest, ist dies unbedingt zu vermeiden.

Was kann ich essen, um den ersten Stuhlgang nach der Geburt zu fördern?

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sowie Magnesium-Präparate und genug Wasser unterstützen Dich und Deinen Körper.

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