Schwangerschaftsstreifen – Was kann ich dagegen tun?

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Der weibliche Körper verändert sich in der Schwangerschaft immens. Extragewicht zwischen 9 und 20kg werden besonders auf Bauch und Brüsten verteilt. Bei starker Dehnung der Haut können dann Risse im Bindegewebe der Unterhaut entstehen. Schwangerschaftsstreifen! Doch wie kann man das lästige Hautproblem umgehen und welche Behandlungen helfen wirklich?

Ursachen

Umso schneller eine Frau während ihrer Schwangerschaft zunimmt, desto eher kommt es zu Dehnungsstreifen. Die Haut hatte nicht genügend Zeit, um die Volumenzunahme zu kompensieren. Neben der extremen Dehnung, verändert ein hoher schwangerschaftsbedingter Cortisolspiegel die Hautbeschaffenheit, wodurch die Elastizität abnimmt und die bläulich-roten Dehnungsstreifen oft nicht vermieden werden können. Das Hormon lässt die Haut mehr Wasser festhalten und verschlechtert damit die Dehnungsfähigkeit. Wird dies durch eine genetische Bindegewebsschwäche oder die allgemeine Veränderung des Körpers in den 9 Monaten unterstützt, bilden sich häufig parallel verlaufende feine Risse, die bald durch die Dehnung des Gewebes zu bläulich-rötlichen Streifen werden. Die Haut ist jetzt dauerhaft geschädigt und es werden helle Narben zurückbleiben.

Eine gesundheitliche Beeinträchtigung geht von den Dehnungsstreifen nicht aus, werden aber häufig als ästhetisch störend empfunden. Oftmals leiden Frauen psychisch darunter und fühlen sich weniger attraktiv.

Vorbeugung

Generell gilt: Vorbeugung ist alles! Um nicht zu schnell zuzunehmen, sollte man besonders auf eine ausgewogene gesunde Ernährung in der Schwangerschaft achten. Nüsse, Öle und frisches Gemüse, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr liefern Vitamine und Nährstoffe, die die Haut zusätzlich versorgen.

Regelmäßige Bewegung kurbelt die Durchblutung an und schützt somit vor Rissen. Besonders geeignet und gut für Mutter und Baby sind dabei sanfte Sportarten wie Yoga, Walken und Schwimmen, wodurch gleichzeitig der Beckenboden trainiert wird.

Durch Massagen mit durchblutungsfördernden Massageölen an den betroffenen Hautstellen lassen sich Dehnungsstreifen sehr gut vorbeugen. Am besten zwei Mal täglich! Wunderbar geeignet ist dabei die Zupfmassage, bei der die Haut vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger hochgehzogen und gerollt wird. In Verbindung mit pflegenden Ölen wird die Haut mit Feuchtigkeit versehen und elastischer gemacht.

Ebenfalls können Kalt-Warm-Reize, wie durch Wechselduschen und Kneippgüsse, die Durchblutung anregen. Die Anwendung ist nicht nur sehr einfach in den Alltag zu integrieren, sondern auch mit Luffahandschuh- oder Bürstenmassagen erweiterbar.

Behandlung

Konnte man Schwangerschaftsstreifen nicht verhindern, gilt erstmal: Keine Panik! Oftmals verblassen sie nach der Entbindung recht schnell wieder. Bei hartnäckigen Streifen jedoch, möchte man gerne nachhelfen. Es gibt noch keine Möglichkeiten, die Dehnungsstreifen nach einer Schwangerschaft vollständig zu entfernen. Aber man kann sie wesentlich abschwächen, sodass sie als weniger störend empfunden werden.

 

Pflegeprodukte

Trockene Haut neigt eher zu Einrissen als eine, die gut mit Feuchtigkeit versorgt ist! Schon während der Schwangerschaft kann man mit Cremes und Ölen Cellulite, Streifen und Co den Kampf ansagen. Je nach Hauttyp gibt es passende Bodylotions, Körperbutter, remodellierende Peelings und Öle. Allgemein werden Produkte empfohlen, die Vitamin A-Säure, Biotin oder Hyaluronsäure enthalten, um die Haut mit Nährstoffen zu versorgen und ausreichend zu pflegen.

Naturnahe Pflegeprodukte gibt es beispielsweise von Bellybutton, die sich auf die Pflege werdender und frischgebackener Mütter spezialisiert haben. Das Mama Streifenlos Körperöl wurde von Müttern und Hebammen entwickelt und verspricht eine 24h Feuchtigkeitsspende und soll die Elastizität verbessern. Öl-Massagen regen außerdem die Durchblutung an und wirken entspannend auf die Haut. Pro: Die Produkte enthalten keine Mineralöle, Silikone, Farbstoffe oder tierische Rohstoffe und sind im Gegensatz zur Konkurrenz sehr preiswert! Contra: Zieht langsam ein.

Neben dem Klassiker in der Pflegereihe gibt es auch neue Produkte, die überzeugen. Hat man keine Zeit für die längere Einziehzeit des Öls bietet das Streifenlos Bodybalsam die Alternative. Die pflanzliche Kosmetik fördert die Zellregeneration und eine Massageanleitung gibt es gleich mit dazu! Pro: Natürlich und preiswert!

Diese sanften und schonenden Möglichkeiten können Linderung und Abschwächung der Schwangerschaftsstreifen hervorrufen, aber eben ohne Garantie. Dafür bestehen keine Risiken und man kann sich individuell die passenden Produkte zusammenstellen.

 

Ärztliche Behandlungen

Wer sich die Risse entfernen lassen möchte, kann sich bei einem Hautarzt über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten informieren. Dabei gilt: Umso frischer die Risse sind, desto besser lassen sie sich bearbeiten. Trotzdem sollten sich Frauen nach der Geburt Zeit lassen, bis ihr Körper einen operativen Eingriff gut vertragen kann. Außerdem ist der finanzielle Aufwand recht hoch, denn die Krankenkassen bezahlen in der Regel diese kosmetischen Eingriffe nicht.

Laserbehandlung

Laserbehandlungen gelten als effektive, aber auch schmerzhafte Lösung, um Dehnungsstreifen zu entfernen. Hierbei dringt der Laser unter die Hautschichten und verursacht durch Lichtimpulse winzige Löcher, die eine Neubildung des Bindegewebes anregen soll. Der natürliche Heilungsprozess setzt ein und bildet neues Kollagen, wodurch Narben und Schwangerschaftsstreifen ausbleichen und die Haut straffer wirkt. Hierbei sind mehrere Sitzungen nötig und erfolgen in zwei- bis vierwöchigem Abstand. Nach der Sitzung sollte man dem Körper eine einwöchige Ruhezeit geben, da die Haut leicht gerötet und geschwollen sein kann. Außerdem ist direkte Sonneneinstrahlung tabu! Dennoch sind Nebenwirkungen, Schmerzen und Risiken bei der Laserbehandlung relativ gering. Pro Sitzung kann man mit einem Beitrag von etwa 50 bis 100€ rechnen.

Mikrodermabrasion

Hierbei trägt der Arzt durch feine Mikrokristalle die oberste Hautschicht ab. Die Haut wird geöffnet, sodass Wirkstoffe besser eindringen können. Die Anwendung wird so lange betrieben bis auf der Haut Blutpünktchen auftreten, die später mit Salben und Wundverbänden behandelt werden. Was sich schmerzhaft anhört, ist in der Realität kaum spürbar.

Bei zu geringer Behandlungstiefe werden die Dehnungsstreifen möglicherweise nicht zufriedenstellend entfernt. Wird die Behandlung zu intensiv ausgeführt, können schlimmstenfalls tiefere Gewebsschichten verletzt werden. Daher sollte man diese Behandlung nur mit ärztlicher Aufsicht anwenden. Die Dauer der Behandlung hängt vom Hautbild der Patienten ab. Pro Sitzung kann man mit 60 bis 180€ rechnen. Empfohlen wird nach den Sitzungen Sauna, Schwimmbäder, Sport und Sonne zu meiden und der Haut eine Ruhephase von etwa 3 Tagen zu gönnen.

Micro-Needlings

Eine ähnliche Anwendung verspricht die Micro-Needling Behandlung, die man inzwischen auch zu Hause durchführen kann. Eine Walze mit kleinen Nadeln sticht winzige Wunden in die Haut, wodurch die Kollagenbildung angeregt wird. Danach wird empfohlen, ein spezielles Serum aufzutragen, welches zur Wundheilung und Hautregeneration dient.
Da diese Anwendung aber ein wesentlich geringeres Resultat hervorbringt, bieten dies nur wenige Ärzte an. Die Gefahr bei unprofessionellen Behandlungen Gewebsschichten zu verletzen oder Infektionen hervorzurufen, ist damit wesentlich höher.

Also: Geringerer Effekt, hohes Risiko!

Ultraschallbehandlung

Sie gilt als eine der sanftesten Möglichkeiten zur Entfernung der Schwangerschaftsstreifen. Durch die Ultraschall-Schwingungen sollen Zwischenräume im Gewebe entstehen, die eine Aufnahme regenerierender Wirkstoffe erleichtern soll. Der Stoffwechselprozess wird stimuliert und fördert so die Durchblutung. Um erste Erfolge sehen zu können bedarf es bis zu 10 Sitzungen, bei denen eine etwa 30€ kostet.

Auch gibt es diverse Ultraschallgeräte bereits für zu Hause. Generell rät es sich aber, sich von einem Arzt beraten zu lassen, denn jede Haut ist unterschiedlich und bedarf einer individuellen Behandlung!

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