Basteln mit Pappmaché: So funktioniert es

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Papier, Kleister, Wasser, ein Topf und etwas Geduld: Pappmaché ist schnell und einfach angerührt. Aus der ungiftigen Papiermasse lassen sich bunte Skulpturen und Dekorationen fertigen, aber auch Gebrauchsgegenstände. Mit Plakatfarbe oder Acrylfarbe werden die Kunstwerke bunt, Klarlack macht sie sogar wasserfest.

Wir verraten Dir, wie Du Pappmaché selbst herstellen kannst.

Pappmaché: Papier, Wasser und Kleister werden zur Modelliermasse

Basteln mit Kindern – mit Pappmaché zum Selbermachen ist das überhaupt kein Problem. Die Masse aus Papier, Wasser und Kleister ist schnell selbst angerührt. Und wer auf den gesundheitlich nicht ganz unbedenklichen Kleister verzichten möchte, kann zum Basteln auch Kleister selber machen.

Neugierig geworden, wie es geht? Dann schau Dir doch einfach unsere Rezepte für Pappmaché und Kleister zum selber machen an! Und natürlich geben wir Dir auch Anregungen, was Du aus Pappmaché und Kleister mit Kindern basteln kannst.

Basteln mit Pappmaché: Das benötigst Du

Es gibt zwei Arten von Pappmaché: Du kannst aus Papier, Kleister und Wasser eine Puppe anrühren und diese zum Basteln mit Kindern verwenden. Die Modelliermasse wird noch stabiler und angenehmer in der Verarbeitung, wenn Du etwas Sägemehl einrührst.

Das Rezept für die Pulpe findest Du später im Text. Weit verbreiteter und einfacher sind Bastelarbeiten aus alter Zeitung und Kleister. Du musst nichts anrühren, Du brauchst keine Vorbereitungszeit, und die Materialien kosten ebenfalls nichts.

Du benötigst nur ein paar alte Zeitungen und ein Päckchen Tapetenkleister. Letzteres ist vielleicht noch vom letzten Umzug übrig. Sollte das nicht der Fall sein, findest Du Tapetenkleister zum Anrühren für weniger als zwei Euro je Päckchen im Baumarkt.

Basteln mit Kindern stärkt den Zusammenhalt der Familie

Eltern sollten viel mit ihren Kindern basteln, denn das stärkt die Beziehungen in der Familie. So wie alles aus dem Bereich Selbermachen hat es für die Entwicklung Deines Kindes viele Vorteile:

  • Basteln fördert die Motorik
  • Selbermachen fördert die Kreativität
  • Beim Basteln mit Kindern entwickeln diese räumliches Vorstellungsvermögen

Pappmaché ermöglicht mit wenig materiellem und finanziellem Einsatz tolle Ergebnisse. Das stärkt die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und hilft ihnen, sich als Schaffende wahrzunehmen. Pappmaché ist auch deshalb eine feine Sache, weil es verhältnismäßig umweltfreundlich ist.

Wenn Du alte Zeitungen und etwas Kleister verwendest, bleibt kaum Müll. Beziehungsweise mit der Verwendung von ohnehin ausgelesenen Zeitungen betreibst Du bereits Recycling. Beim Basteln denken sich Kinder in ihre eigenen Lebenswelten hinein, können den Umgang mit den Materialien erlernen und sich dabei ganz ihren Fantasiewelten hingeben.

Bastelst Du gemeinsam mit Deinen Kindern und sprichst mit ihnen über das, was sie basteln wollen, zeigst Du Interesse und signalisierst Deinem Kind, dass Du es mit seinen Bedürfnissen, Wünschen, Interessen und Träumen ernst nimmst. Gemeinsam schafft Ihr so tolle Projekte.

Basics: Luftballon, Zeitung, Kleister und eine Idee

Damit Du Dir grob vorstellen kannst, was Du mit Deinem Kind aus Pappmaché alles in Zukunft herstellst, geben wir Dir ein paar Anleitungen an die Hand. Lege Kleister, einen Luftballon und einen Stapel alte Tageszeitungen bereit. Lass Dein Kind den Luftballon aufpusten und mach einen Knoten hinein.

Dann reißt Ihr von den Zeitungen gleichmäßige Streifen ab. die Streifen sollten etwa 10 cm lang und nicht mehr als 2 cm breit sein. Pinselt den Luftballon mit Kleister ein und legt die Zeitungsstreifen rund um den Ballon. Ist der gesamte Ballon mit einer einlagigen Schicht Zeitungspapier umgeben, wird alles noch einmal mit Kleister bestrichen.

Dann legt Ihr die zweite Schicht Papier auf. Achtet darauf, dass die Papierstreifen nicht deckungsgleich auf den vorher aufgelegten Streifen liegen, sondern überlappen und die vermutlich entstandenen Lücken schließen.

Ist der Ballon rundherum mit einer zweiten Schicht Papier bedeckt, muss wieder eine Schicht Kleister aufgetragen werden. Insgesamt sollte der Ballon am Ende vier bis acht Schichten Papier tragen, abhängig davon, wie stabil das Pappmaché später sein soll.

Das solltest Du beim Basteln beachten

  • Trag den Kleister nicht zu dick auf.
  • Der Kleister muss gleichmäßig dünn verteilt werden, so dass es keine Lücken ohne Kleister gibt.
  • Leg das Zeitungspapier so eng an den Ballon, dass es keine Falten oder luftgefüllte Blasen gibt.
  • Spätestens ab der zweiten Papierschicht müssen die einzelnen Papierstreifen einander immer überlappen, damit sich die Streifen zu einer Pappmaché-Masse verbinden.
  • Wenn Du eine Schicht Papier auf den Ballon geklebt hast, kannst Du mit dem Pinsel beim Auftragen der nächsten Kleisterschicht das Papier fest an den Ballon streichen und vielleicht vorhandene Luftbläschen und Falten entfernen.

Anschließend sollte der Ballon mit seinen vielen Lagen Zeitung und Kleister erst einmal trocknen. Das kann durchaus ein oder zwei Tage dauern, abhängig davon, wie warm oder kalt es bei Dir zu Hause ist. Die Luftfeuchtigkeit in Deinen Räumen spielt ebenso eine Rolle wie die Art des Kleisters, den Du verwendet hast.

Du solltest erst an dem Projekt weiter basteln, wenn die Papierschichten hart geworden sind. Wenn Du auf den Ballon mit dem Papier klopfst, darf die Hülle nicht nachgeben. Du solltest ein hohles Geräusch hören. Das Klopfen klingt dann etwa so, wie wenn Du auf eine dünne Holzplatte oder dicke, feste Pappe klopfst.

Was kannst Du aus dem Pappmaché auf dem Ballon basteln?

Im nächsten Schritt entscheidest Du Dich zusammen mit Deinem Kind, was aus dem Ballon wird. Hier einige Vorschläge:

Fahrradkorb

Dazu den Ballon in der Mitte aufschneiden, die beiden Hälften anmalen und die schönere Hälfte mit einem wasserfesten Klarlack versiegeln. Mit dem Locher machst Du zwei Löcher auf die eine Seite der Schale. Durch die Löcher ziehst Du Blumendraht. Mit dem Draht kannst Du den neuen Fahrradkorb am Lenker des Kinderfahrrads befestigen.

Aufbewahrungsschale

Schneide den Ballon in der Mitte auf und verbinde die offenen Hälften mit Malerkrepp so miteinander, dass eine offene Doppelschale entsteht. Diese wird angemalt und mit einem Klarlack versiegelt.

Steht die Schale nicht fest, kannst du auf der Unterseite einen Standfuß befestigen. Dazu schneidest Du einen Pappring von einer alten Klopapierrolle ab und befestigst den Ring mit Malerkrepp an den Schalenhälften. Anmalen und Lackieren nicht vergessen.

Dekoball

Die ovale Form einfach mit den Lieblingsmotiven Deines Kindes bemalen, einen Bindfaden daran befestigen und wie ein Weihnachtskugel im Kinderzimmer aufhängen.

Kopfbedeckung für Fasching oder Rollenspiele

Aus Papierstreifen und Kleister formst Du Tierohren, die Du an einer Hälfte des aufgeschnittenen Ballons befestigst. Hund, Katze, Bär, Astronaut, Cowboy, Teletubbie oder Maus – sogar eine Ameise (Fühler statt Ohren) kann Dein Kind zu Fasching werden.

Achte darauf, dass die Form des aufgeschnittenen Ballons auf die Kopfform Deines Kindes passt. Dein Kind sollte die Kopfbedeckung etwa wie einen Fahrradhelm tragen. Male den „Helm“ nach dem Trocknen der Papiermasse in den passenden Farben an. Jetzt fehlt nur noch das übrige Kostüm!

Natürlich sind Dir beim Basteln mit Kindern keine Grenzen gesetzt. Du kannst aus dem Ballon Pokale als Spieltrophäen basteln, kannst eine Salatschale für die Puppenküche daraus machen oder einen Weltraumbahnhof basteln. Im Internet findest Du zahlreiche Ideen.

Pappmaché statt Ton: Modelliermasse für kleine Skulpteure

Basteln mit Kindern heißt, dass es auch mal etwas „schmutziger“ zugeht. Knetmassen, die so richtig an den Händen kleben, sich auf der Kleidung festsetzen und den Tisch verzieren, liegen bei Kindern im Trend.

Pappmaché ist da sehr verträglich, denn die Papiermasse lässt sich nach dem Basteln mit den Kindern leicht wieder entfernen, ist ungiftig und wäscht sich aus den Kleidern heraus. Damit verspricht Pappmaché eine „große Schweinerei“ mit viel Spaß und ohne Frust bei Mama – perfekt, nicht?

Du brauchst Toilettenpapier, Wasser, Tapetenkleister und Farbe. Die Zutaten mischst Du in einer Schüssel, und schon kann es losgehen!

Pappmaché anrühren: Basteln mit Kindern inklusive kinngerechter Vorbereitung

Lass Dein Kind eine ausreichende Menge Toilettenpapier (am besten weiß oder graues Recyclingpapier ohne Aufdruck) in kleine Fetzchen rupfen. Die Stücke legt Ihr in eine Schüssel. Gießt nach und nach etwas Wasser dazu und verknetet Papier und Wasser zu einer geschmeidigen, aber formbaren Masse.

Mach solange weiter, bis Ihr genug Pappmaché für Euer Bastelprojekt habt. Mit etwas Acrylfarbe, Voll- und Abtönfarbe oder (ungiftig für Kinder) Lebensmittelfarbe kannst Du die Masse einfärben. Anschließend gibst Du noch etwas Tapetenkleister aus dem Baumarkt dazu und verknetest das Pulver mit dem Pappmaché.

Jetzt kannst Du mit dem Pappmaché im Grunde genommen alles machen, was Du auch mit Ton, Fimo oder einer lufttrocknenden Knetmasse machen kannst. Vielleicht willst Du die Tiere für einen Bauernhof Basteln mit den Kindern? Oder Ihr stellt zusammen die Ausstattung für einen Kaufmannsladen her?

Vielleicht wollt Ihr auch einen neuen Kopf für eine Handpuppe basteln? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Pappmaché braucht lange, um zu trocknen, daher könnt Ihr Euch etwas Zeit lassen. Fehlversuche beim Formen der Masse sind kein Problem. Wird das Pappmaché zu trocken, knetet Ihr einfach wieder etwas Wasser ein. Eure fertigen Kunstwerke müssen bis zu drei Tagen trocknen.

Danach könnt Ihr Details aufmalen (beispielsweise die Augen der Tiere oder die Beschriftung der Verpackungen für den Kaufmannsladen). Ist die Farbe ebenfalls trocken, tragt Ihr einen Klarlack auf. Der schützt das fertige Kunstwerk und macht es haltbar. Damit sind die Basteleien auch tatsächlich zum Spielen geeignet.

Beim Basteln mit Kindern muss das Material ungiftig sein!

Fertige Knet- und Modelliermassen aus dem Handel tragen häufig den Hinweis, dass sie auf keinen Fall in den Mund geraten dürfen und dass Kinde nach Benutzung die Hände gründlich waschen sollten. Diese Hinweise haben einen Grund: Die Modelliermassen bestehen aus Materialien, die gesundheitlich problematisch sein können.

Dabei sollte das Kinderzimmer doch eigentlich sicher sein! Beim Pappmaché zum Selbermachen ist das anders: Das ist unbedenklich. Zumindest ist das der Fall, wenn Du die einzelnen Bestandteile sorgfältig auswählst.

Je mehr Du Selbermachen kannst, desto mehr Kontrolle hast Du darüber. Deshalb geben wir Dir hier noch ein paar Tipps, wie Du Dein Pappmaché noch natürlicher und unbedenklicher gestalten kannst.

Kleister selber machen: Wasser und Mehl

Kleister selber machen kannst Du mit Wasser und Mehl. Gib einen halben Liter Wasser in einen Topf und erwärme das Wasser langsam. Rühre dabei 150 g Mehl ein. Das Mehl muss sich komplett im Wasser lösen. Die Masse wird dabei langsam zäh. Lass sie einmal kurz aufkochen.

Ist die Masse zu zäh, gibst Du vorsichtig etwas mehr Wasser hinzu. Ist die Masse zu flüssig, rührst Du mehr Mehl ein. Lass den Kleister abkühlen und fülle ihn dann in ein dicht schließendes Gefäß. Ein leeres Konservenglas (beispielsweise von eingekochten Kirschen oder Dillgurken oder dergleichen) ist gut geeignet. Der Kleister hält sich im Kühlschrank gute zwei Wochen und klebt alle Arten von Papier und Pappe zuverlässig.

Etwas komplizierter ist die Herstellung von Weißleim, den Du auch in das Pappmaché aus Toilettenpapier einrühren kannst. Das traditionelle Rezept ist aber auch schnell und kostengünstig hergestellt. Verrühre eine Tasse Mehl und 1/3 Tasse Zucker in einem Topf.

Gib eine halbe Tasse Wasser und 1/3 Tasse flüssige Stärke hinzu. Die Masse solltest Du jetzt gründlich verrühren. Langsam gibst Du eine weitere halbe bis ganze Tasse Wasser dazu und rührst so lange, bis eine cremige und lumpenfreie Masse entstanden ist.

Anschließend rührst Du 1 El Essig ein und erhitzt die Masse. Wird sie dicker, nimm den Topf sofort vom Herd, sonst klumpt der Leim. Abgekühlt kannst Du den Weißleim im Kühlschrank aufbewahren.

Ungiftige Farben zum Basteln mit Kindern

Pappmaché in Weiß ist langweilig, beim Basteln mit Kindern muss es bunt sein. Aber wo gibt es Farben zum Selbermachen? Du kannst beispielsweise Rezepte für Pflanzenfarben verwenden. Mit etwas Wasser zerdrückte Blütenblätter ergeben beispielsweise eine zarte Farbe, die sich auf weißes Pappmaché auftragen lässt.

Ungiftige Blüten sind Klee und Löwenzahn, aber auch Rosen und Lavendel. Alle Blüten, die essbar sind, kannst Du verwenden. Kräftigere Farbtöne erreichst Du mit Rote-Beete-Saft (Purpur), Heidelbeeren (Blauviolett), Himbeeren (Pink), Zwiebelsaft (Gelb bis Braun) und Spinat (Grün).

Willst Du eine Oberfläche einfarbig gestalten, kannst Du aber auch mit dem selbst hergestellten Kleister einfach eine Schicht farbiges Papier aufbringen. Geeignet sind eingefärbte Servietten, Krepppapier (Vorsicht, das färbt ab!) und alle Arten von bunten Bastelpapieren. Allerdings sind die nicht immer ungiftig, wenn Dein Kind sie in den Mund steckt.

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