Mama trinkt sehr viel. Papa auch.

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Zu den Quellangaben

Erwachsene trinken ab und zu Alkohol, um sich zu entspannen. Das ist okay, so lange sie es nicht jeden Tag tun. Normalerweise trinkt man nur am Wochenende, wenn man mit Freunden in die Kneipe geht. Manche Menschen trinken aber zu viel. Und dann gibt es noch Menschen, die ständig Alkohol trinken, weil sie sich sonst krank und schlecht fühlen. Diese Menschen sind alkoholabhängig. Das bedeutet, dass sie ohne den Alkohol nicht mehr leben können. So etwas ist nicht okay.

Das solltest du über Alkoholabhängigkeit (Alkoholismus) wissen

Alkohol ist anders, als Getränke wie Limonade und Saft. Wenn man Alkohol trinkt, fühlt man sich danach etwas seltsam. Alkohol lässt Erwachsene zu Beginn lustig und glücklich wirken. Wenn sie zu viel davon trinken, kann sich das ganz rasch ändern.

Wenn jemand sehr viel Alkohol trinkt, kann er betrunken werden. Betrunkene verhalten sich, als seien sie plötzlich ein ganz anderer Mensch. Sie sind manchmal lauter, tollpatschiger oder sogar böser als sonst. Es kann sogar passieren, dass man Angst bekommt, wenn sich ein betrunkener seltsam verhält.

Es ist gefährlich für Kinder, mit betrunkenen Menschen alleine zu sein. Wenn deine Eltern zu viel Alkohol getrunken haben, könnten sie dir wehtun, ohne es zu wollen. Sobald sie nicht mehr betrunken sind, tut ihnen das möglicherweise leid. Trotzdem ist es nicht okay, wenn sie dir Angst gemacht oder dir weh getan haben.

Wenn Eltern sich verändern

Menschen, die immer wieder trinken, verändern sich mit der Zeit. Sie können launisch werden und öfter mal über Kleinigkeiten schimpfen. Es passiert auch, dass sie Termine versäumen oder sich nicht mehr um ihre Freunde und Familie kümmern. Viele müssen den Führerschein abgeben, weil sie betrunken mit dem Auto gefahren sind. Wenn es ganz schlimm wird, können Alkoholiker sogar ihre Arbeit verlieren.

Begriffe, die du kennen solltest

Nüchtern

Wer keinen Alkohol getrunken hat, ist nüchtern. Im nüchternen Zustand haben Menschen die Kontrolle über sich selbst und ihre Handlungen.

Alkoholiker

Damit sind alkoholabhängige Menschen gemeint. Sie trinken jeden Tag oder mehrmals täglich. Viele Alkoholiker wissen gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, nüchtern zu sein.

Verleugnung

Die meisten Alkoholiker verleugnen, dass sie krank sind. Das heißt, dass sie behaupten, keine Alkoholiker zu sein. Alkoholiker sagen oft dinge wie „Das ist nur zum Genuss.“, „Du siehst Probleme, wo keine sind.“, „Ach, das ist doch nur zum Spaß.“ oder „Ich bin nicht krank.“. Leider dauert es häufig bis zu 10 Jahre, bis ein Alkoholiker erkennt, dass er ein Problem hat.

Besoffen sein

Betrunkene Menschen (auch: besoffen) nehmen ihre Umwelt anders wahr, als nüchterne. Sie verlieren die Kontrolle über ihren Körper. Dabei sagen sie Dinge, die sie eigentlich gar nicht so meinen. Betrunkenen Menschen solltest du unbedingt aus dem Weg gehen. Es ergibt keinen Sinn, mit einem Betrunkenen zu reden. Sie verhalten sich ein wenig so, wie Menschen, die hohes Fieber haben. Dabei reden sie ziemlich viel Unsinn. Deshalb sollte man Betrunkenen nichts glauben.

Anonyme Alkoholiker

Nachdem sich ein Alkoholiker eingestanden hat, dass er ein Problem hat, kann er zu den Anonymen Alkoholikern gehen. Das ist eine Gruppe, in der er sich mit anderen Alkoholikern austauschen kann. Die Menschen dort kennen sich nicht beim Namen. Wenn jemand seinen Namen nicht nennt, weil er sich zum Beispiel für etwas schämt, ist er „anonym“.

Die Anonymen Alkoholiker helfen sich gegenseitig, indem sie einander von ihren Problemen erzählen. Denn du weißt ja: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Außerdem kann nur jemand verstehen, wie man sich fühlt, dem es ähnlich ergeht, findest du nicht auch?

Trocken sein

Hat ein Alkoholiker es geschafft, mit dem Trinken aufzuhören, ist er „trocken“. Nun darf er keinen einzigen Schluck Alkohol mehr trinken. Ansonsten könnte es passieren, dass er wieder Lust bekommt, sich zu betrinken.

Entzug

Um wieder gesund zu werden, gehen Alkoholiker in eine spezielle Klinik. Dort versuchen sie gemeinsam mit einem Arzt, sich das Trinken ganz langsam abzugewöhnen. Diesen Vorgang nennt man Entzug.

Psychotherapie

Menschen, die zu Alkoholikern geworden sind, brauchen eine Psychotherapie. Das bedeutet, dass sie regelmäßig mit einem Therapeuten sprechen. Therapeuten sind Menschen, mit denen man ganz offen sprechen kann. Sie erzählen nichts weiter und kennen sich gut mit den menschlichen Gefühlen aus. Manche Menschen weinen sehr viel beim Therapeuten, weil sie dort über ihre Probleme sprechen. Das Gespräch hilft ihnen, die Gründe für ihre Sucht herauszufinden. Das macht es leichter, trocken zu bleiben.

Was du tun kannst

Du vermutest, dass eines deiner Familienmitglieder alkoholabhängig ist? Auf jeden Fall solltest du nicht versuchen, alleine mit dieser Situation zurechtzukommen. Sprich mit Erwachsenen darüber, denen du vertraust. Übrigens: Zum Thema Alkoholismus findest du noch weitere Artikel auf unserer Seite.

In Deutschland kannst du mit Experten von der Telefonseelsorge telefonieren. Du erreichst sie unter der Nummer 0800/1110111 oder 0800/1110222. Von der Schweiz aus oder in Österreich kannst du die Nummer 147 wählen, um Rat und Hilfe zu erhalten.

Arbeitsblatt zum Text

1) Erkläre die schwierigen Wörter aus dem Text.

Was bedeutet…

  • alkoholabhängig

  • Alkoholabhängigkeit (Alkoholismus)

  • betrunken

  • Entzug

  • trocken sein

  • Psychotherapie

Foto: Von Schonertagen / bigstockphoto.com

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