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Gesundheit des Babys

Nasenspray während der Schwangerschaft – ist das erlaubt?

Eine Erkältung ist zwar keine sonderlich schwerwiegende Erkrankung. Dennoch kann ein Schnupfen äußerst hartnäckig und lästig sein. Vor allem Atemprobleme […]

Nasenspray Schwangerschaft

Eine Erkältung ist zwar keine sonderlich schwerwiegende Erkrankung. Dennoch kann ein Schnupfen äußerst hartnäckig und lästig sein.

Vor allem Atemprobleme durch geschwollene Nasenschleimhäute sind sowohl im beruflichen oder privaten Alltag, als auch nachts für viele Betroffene eine erhebliche Belastung. Zur Linderung der Symptome greifen viele fast unwillkürlich zu Nasenspray.

Die abschwellende und damit wohltuende Wirkung ist meist schon nach wenigen Sekunden spürbar.

Bei einer Erkältung in der Schwangerschaft sieht das Ganze jedoch anders aus. Wenn Du eine Erkältung während der Schwangerschaft hast, ist Vorsicht geboten. Sicherlich verändert sich die Wirkungsweise von Nasenspray in der Schwangerschaft nicht.

Alles was Du über Nasenspray in der Schwangerschaft wissen musst, erfährst Du hier.

Nasenspray in der Schwangerschaft – ist das gefährlich?

Bevor Du Dich für ein Nasenspray in der Schwangerschaft entscheidest, solltest Du die Packungsbeilage studieren. Meist sind dort Hinweise zur Verwendung in der Schwangerschaft vorhanden.

Ist im Beipackzettel nichts vermerkt – dies ist häufig bei natürlichen Präparaten der Fall – kannst Du das Nasenspray in der Schwangerschaft bedenkenlos nutzen.

Bei Anmerkungen zu möglichen Gegenanzeigen aufgrund von Allergien gegen die im Präparat enthaltenen Substanzen solltest Du jedoch genau hinsehen.

Auf chemische Nasentropfen oder Nasenspray in der Schwangerschaft mit abschwellender Wirkung verzichtest Du jedoch am besten.

Meersalz Nasenspray und andere empfehlenswerte Nasentropfen

Durch die hormonellen Schwankungen sind schwangere Frauen im Allgemeinen besonders anfällig für eine Erkältung in der Schwangerschaft. Das liegt daran, dass der Körper in dieser Zeit vornehmlich damit beschäftigt ist, das Ungeborene zu schützen.

Mögliche Viren, Keime und Bakterien haben daher leichtes Spiel und können daher umso rascher zu einer Erkältung in der Schwangerschaft führen.

Weil die Verwendung von Nasenspray in der Schwangerschaft, abhängig vom jeweils verwendeten Präparat, nicht ganz ungefährlich ist, solltest Du rechtzeitig etwas tun, um vorzubeugen.

Stärke Dein Immunsystem und achte darauf, in der Schwangerschaft möglichst gesund zu bleiben.

So beugst Du einer Erkältung in der Schwangerschaft vor

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung mit frischem Gemüse, Obst und Vollkornprodukten
  • Vermeide Stress und Hektik
  • Trinke viel Wasser oder ungesüßte Kräutertees
  • Spaziergänge an der frischen Luft
  • Plane „Ruhe-Inseln“ in Deinen Alltag ein

Warum solltest Du kein Nasenspray in der Schwangerschaft benutzen?

Achte darauf, dass Du vor der Verwendung von Nasentropfen bei einer Erkältung in der Schwangerschaft genau hinsiehst und die Zusammensetzung des jeweiligen Produktes prüfst.

Eine abschwellende bzw. gefäßverengende Wirkung – vorausgesetzt, das Präparat wird regelmäßig und in größeren Mengen konsumiert – kann sich nachteilig auf die Blutgefäße der Plazenta auswirken.

Das wiederum stellt ein erhebliches Risiko für die Gesundheit des ungeborenen Kindes dar. Andererseits ist es nichts Ungewöhnliches, dass eine Erkältung die Schlafqualität in der Nacht massiv beeinträchtigt.

Wenn die werdende Mutter nicht adäquat ruhen und damit ihrem Körper etwas Gutes tun kann, wird dies ebenfalls für das Ungeborene von Nachteil sein.

Tipp

Der Grund für eine verstopfte Nase muss nicht immer eine Erkältung in der Schwangerschaft sein. Vielmehr leiden Schwangere häufig unter einer erhöhten Hormonproduktion. In der Konsequenz wird die Durchblutung angeregt, sodass die Nasenschleimhäute leichter anschwellen können.

In solchen Fällen direkt zu Nasentropfen oder zum Nasenspray in der Schwangerschaft zu greifen, könnte möglicherweise zu einer Abhängigkeit führen. Denn sobald der abschwellende Wirkeffekt nachlässt, schwellen die Schleimhäute in der Nase noch rascher und intensiver an als zuvor.

Demnach müsstest Du immer wieder das Nasenspray benutzen, um eine freie Nase zu bekommen.

Nasenspray in der Schwangerschaft sollte man nicht grundsätzlich „verteufeln“. Aber es empfiehlt sich, bei der Produktauswahl genau hinzuschauen. Folgende Nasentropfen oder -sprays sind bei einer Erkältung in der Schwangerschaft nützlich:

  • Salzwasser- bzw. Meersalz Nasenspray
  • Dexpanthenol Nasentropfen
  • Homöopathische Nasentropfen bzw. -sprays
  • Anthroposophische Nasensprays

Die Anwendung von Nasentropfen bzw. -sprays mit chemischer Zusammensetzung, die eine abschwellende Wirkung haben, geht häufig mit etlichen Nebenwirkungen einher. Ein bekanntes Nasenspray dieser Kategorie ist Xylometazolin.

Am besten, Du greifst auf ein anderes Nasenspray zurück und lässt das Xylometazolin idealerweise im Regal. Es sei denn, es wird Dir von einem erfahrenen Mediziner oder einem Heilpraktiker ausdrücklich empfohlen, um die Erkältungsbeschwerden zu lindern.

Bemerkenswert ist mit Blick auf das Xylometazolin jedoch die zuverlässige Wirkungsweise. Bei einer starken körperlichen Konstitution steht der Anwendung selbst bei einer Erkältung in der Schwangerschaft nichts im Wege.

Hinweis: Wenn Du Dich für die Verwendung von Xylometazolin entscheidest, weil die abschwellende Wirkung insgesamt für mehr Wohlbefinden sorgt, bist Du gut beraten, Dich zunächst an den Facharzt Deines Vertrauens zu wenden.

Gibt dieser „grünes Licht“, kannst Du das Präparat auch bei einer Erkältung in der Schwangerschaft nutzen.

Leidest Du unter einem allergischen Schnupfen mit Asthma, ist die Anwendung kortisonhaltiger Nasensprays sowie Antihistaminika oder Nasentropfen mit Cromoglicinsäure hilfreich.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass derartige Präparate von betroffenen schwangeren Frauen sehr gut vertragen werden.

Eine gute Wahl – Meersalzspray

Bei einem Meersalz Nasenspray handelt es sich um eine isotonische Kochsalzlösung, die aus speziellen Mineral- oder Meersalzen hergestellt wird. Du kannst ein solches Präparat durchaus bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft verwenden.

Allerdings nur dann, wenn sie keine zusätzlichen Substanzen beinhalten, wie zum Beispiel ätherische Öle.

Denn sie könnten in der Frühschwangerschaft eine Negativwirkung auf das Ungeborene haben und sollten daher, wenn überhaupt, erst ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft benutzt werden.

Meersalz Nasenspray zeichnet sich dadurch aus, dass die Nasenschleimhäute angenehm befeuchtet und ihre Abwehrfunktion gestärkt werden. Nebenwirkungen sind selbst bei einer längerfristigen Anwendung von Meersalz Nasenspray nicht zu erwarten.

Weitere empfehlenswerte Nasentropfen bzw- Sprays:

Dexpanthenol Nasenspray

Wird meist in Kombination mit Hyaluron angeboten. Diese Substanz wird auch vom Körper selbst hergestellt und ist daher bedenkenlos anwendbar.

Seit vielen Jahren kommt auch das Dexpanthenol in der Medizin zur Anwendung, weil es mit Blick auf die Gesunderhaltung trockener und gereizter Schleimhäute von Vorteil ist.

Homöopathische Nasentropfen

Wirken überaus sanft und schonend. Die meisten modernen Präparate sind völlig frei von Nebenwirkungen und sind demnach auch bei einer Erkältung in der Schwangerschaft sehr gut geeignet.

Wenn Du magst, nehme zusätzlich homöopathische Globili ein, um den wohltuenden Wirkeffekt vom Nasenspray in der Schwangerschaft zu verstärken.

Anthroposophika

Bestehen durch ihre sehr gute Verträglichkeit. Im Zweifel kannst Du Deinen Arzt um Rat fragen und Dich bei ihm informieren, welche Dosierung mit Blick auf Deine körperliche Konstitution besonders empfehlenswert ist.

Alternativen zum Nasenspray

Nasenspray in der Schwangerschaft zu verwenden, ist – je nach Produkt – durchaus empfehlenswert. Wenn Du Dir aber nicht ganz sicher bist, kannst Du auf Alternativen zurückgreifen.

Empfehlenswert zu Xylometazolin, Meersalz Nasenspray und Co. ist die Verwendung eines Inhaliersprays. Diese sind oft reich an Menthol, das ebenfalls eine abschwellende Wirkung auf die Nasenschleimhäute hat. Zwar dauert es etwas länger, bis sich die volle Wirkung entfaltet.

Aber empfehlenswert sind diese Naturpräparate in jedem Fall. Nasentropfen auf Thymianbasis sind ebenfalls eine sehr gute Kompromisslösung zum Nasenspray in der Schwangerschaft. Die sanfte abschwellende Wirkung tut gut und ist besonders nachhaltig.

Darüber hinaus bist Du gut beraten, ein Dampf- oder Erkältungsbad zu nehmen. Die ätherischen Öle leisten einen wertvollen Beitrag, wenn es um die Beruhigung Deiner Schleimhäute geht.

Auch Kopfschmerzen in der Schwangerschaft werden auf diese Weise zuverlässig gelindert.

Tipp

Platziere eine Schüssel mit Wasser in Deinen Wohn- und Schlafräumen. Dann werden die Schleimhäute fast kontinuierlich befeuchtet. Auch dieser Effekt ist wohltuend und wird von den meisten Schwangeren als sehr angenehm empfunden.

Quellen

https://www.schnupfen.net/in-der-schwangerschaft/nasenspray/
https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/xylometazolin/
https://www.ptaheute.de/news/artikel/schnupfen-in-der-schwangerschaft/

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Über Marie Kulmen

Marie Kulmen ist nicht nur Autorin für den Elternkompass, sondern auch Vollblutmama. Die 35-Jährige macht am liebsten mit ihren Kindern Leo und Josefine, sowie dem Pudel Karl, Ausflüge in den schönen Park von Sanssouci. Sie liebt es außerdem zu backen – vor allem Weihnachtsplätzchen.

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