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Clomifen bei Kinderwunsch

Clomifen Clomifen ist ein Wirkstoff der bei einer hormonellen Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt wird. Das Medikament ist ein […]

Clomifen

Clomifen

Clomifen

Clomifen ist ein Wirkstoff der bei einer hormonellen Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt wird. Das Medikament ist ein sogenannter selektiver Estrogenrezeptormodulator, welcher in Tablettenform eingenommen wird und eine Eizellenreifung an den Eierstöcken auslösen soll. Durch Clomifen soll die Produktion von Eizellen und der Eisprung stimuliert werden.

Wichtige Vorrausetzungen für eine Behandlung mit Clomifen

Es muss ein Nachweis erbracht werden in der ein fehlender Eisprung bestätigt wurde
Eine Infektion mit Chlamydien muss ausgeschlossen werden
Überprüfung des Impfstatus
Vermeidung von Nikotin, Drogen und Alkohol
Vorliegen mit Spermaanalyse des Partners in der bestätigt ist, dass eine Unfruchtbarkeit des Mannes ausgeschlossen ist

Die Voraussetzung für die Befruchtung – Der Eisprung

Seit der Geburt trägt jede Frau eine große Anzahl an Eibläschen, auch Follikel genannt, in ihren Eierstöcken. Ab der Geschlechtsreife reifen bis zu 100 dieser Eibläschen monatlich in den Eierstöcken heran. Dafür ist das Follikelstimulierende Hormon FSH verantwortlich. Dieses Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse produziert. Die heranreifenden Eibläschen schütten das weibliche Geschlechtshormon Östrogen aus. Die Konzentration des Hormons Östrogen steigt ein bis zwei Wochen nach der Periode, also in der Zyklusmitte, stark an. Der starke Anstieg des Östrogens führt zu einer Ausschüttung des Hormons LH. Von beiden wird dann gemeinsam der Eisprung ausgelöst. Eine oder gelegentlich auch mehrere gereifte Eizellen lösen sich aus den Eibläschen und wandern im Eileiter Richtung Gebärmutter. Der Weg bis in die Gebärmutter dauert etwa 12 – 24 Stunden. In dieser Zeit kann die Eizelle durch Spermien befruchtet werden.

Wann wird Clomifen eingesetzt?

Manche Frauen haben einen unregelmäßigen Eisprung oder auch gar keinen. So wird es diesen Frauen erschwert sein, schwanger zu werden. In diesen Fällen hat sich bewährt, Clomifen als Behandlungsmedikament zu verwenden. Der Wirkstoff beeinflusst den Hormonhaushalt der Frau positiv und soll so die Fruchtbarkeit verbessern. Sehr beliebt ist Clomifen nicht nur wegen der leichten Handhabung, sondern auch, weil es im vergleich zu anderen Medikamenten sehr wenig Nebenwirkungen hat und trotzdem gute Ergebnisse aufweist.

Wie wirkt sich Clomifen auf den Hormonhaushalt aus?

Clomifen täuscht dem Körper vor, dass er ein Mangel an Östrogen hat, es ist ein Anti-Östrogen. Um diesen Mangel auszugleichen, werden von der Hirnanhangsdrüse Hormone ausgeschüttet. Durch das follikelstimulierende Hormon FSH werden die Eierstöcke angeregt und es werden mehr Eizellen und somit auch mehr Östrogene produziert. Dem Körper wird vorgegaukelt, dass zu wenig Östrogen produziert wird. Der Eisprung wird durch das luteinisierende Hormon stimuliert. 12-24 Stunden nach der Einnahme von Clomifen ist daher die Chance höher Schwanger zu werden.

Die Behandlung mit Clomifen

Meistens wird Clomifen in Form von Tabletten verschrieben. So kann die Behandlung unkompliziert von zu Hause aus durchgeführt werden. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Sie liegt aber in der Regel bei etwa 25 bis 50 Milligramm pro Tablette.
Der Arzt wird die Größe der Eizellen in mehreren Ultraschall-Untersuchungen beobachten und kann so feststellen, ob sich Eibläschen entwickeln und es zum Eisprung kommt. In jedem Zyklus wird zusätzlich Blut abgenommen, um zusätzlich Veränderungen im Hormonhaushalt festzustellen.
Auf die Behandlung reagiert jeder Körper individuell. Es kommt manchmal vor, dass die Hormontherapie ihre Zeit braucht, bis sie anschlägt. Meistens werden sechs Zyklen bei den Patientinnen mit Clomifen unterstützt. Wenn nach sechs Zyklen kein Eisprung festgestellt werden kann, wird Clomifen meist abgesetzt.

Wann erfolgt der Eisprung nach Clomifen

Wenn mit der Einnahme von Clomifen am 3. Zyklustag begonnen, erfolgt der Eisprung meistens zwischen dem 12. Und 14. Zyklustag. Außerdem wird ab dem 12. Zyklustag jeden zweiten Tag ein Ultraschall gemacht, um den Eisprung zu überprüfen. Nur so kann der Arzt bestimmen, ob wirklich ein Eisprung stattgefunden hat.

Nebenwirkungen von Clomifen

Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft ist in der Zeit der Einnahme von Clomifen erhöht, da mehrere Eibläschen gleichzeitig heranwachsen. Bei etwa einem fünftel der Schwangerschaften die durch Clomifen unterstützt wurden, sind Zwillingsschwangerschaften entstanden. Es kann vorkommen, dass die Schleimhäute des Muttermundes sich so verändern, dass Spermien nur sehr schwer durch sie hindurch kommen können. In diesem Fall ist die Chance auf eine Schwangerschaft verringert. Auch die Schleimhaut in der Gebärmutter kann gestört sein, so kann sich die befruchtete Eizelle nicht einnisten.

Es kann außerdem zu folgenden Nebenwirkungen während der Einnahme von Clomifen kommen:

  • Unterleibsschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindelgefühl
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Schlafstörungen
  • Hautausschläge
  • Nervosität
  • Launigkeit

Normalerweise verschwinden diese unerwünschten Nebenwirkungen nach ein paar Tagen von alleine. Deshalb muss Clomifen in der Regel nicht abgesetzt werden.

Nach einer Clomifenbehandlung schwanger

Es gibt kein Risiko für Schädigungen oder Krankheiten bei einer Schwangerschaft nach einer Behandlung mit Clomifen. In der Regel verlaufen die Schwangerschaften normal und stellen keine größeren Probleme dar. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist allerdings um etwa 20% erhöht. Aus diesem Grund sollte eine lückenlose Vorsorge in der Schwangerschaft gemacht werden. Außerdem kann eine Vergrößerung der Eierstöcke entstehen. Deshalb sollte nach einem erfolglosen Behandlungszyklus in der Zeit der Regelblutung ein Ultraschall erfolgen. Wird festgestellt, dass die Eierstöcke vergrößert sind, muss eine Therapiepause eingelegt werden. Clomifen darf nicht weiter eingenommen werden, nachdem eine Schwangerschaft eingetreten ist.

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Über Kim Riehl

Kim ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer einjährigen Tochter Mila in Mainz. Sie gehen regelmäßig gemeinsam zum Babyschwimmen oder bauen Sandburgen im Sandkasten. Wenn die Autorin nicht gerade für den Elternkompass schreibt, liebt sie es zu fotografieren.

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