Wachstumsschübe Baby: Interessante Fakten zum Wachstum

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Jeder Wachstumsschub, den ein Baby durchmacht, verändert es von einem hilflosen Säugling zu einem kleinen Menschen, der die Welt mit allen Sinnen erkundet.

Damit dieses Wunder möglich ist, vernetzen sich die Nervenzellen im Gehirn deines Kindes auf immer komplexere Weise. Dabei lassen sich acht Wachstumsschübe erkennen, nach denen Dein Kind seinen Körper auf andere Weise beherrscht als zuvor.

Diese Entwicklung wird bei jedem Baby in einzigartiger Weise verlaufen, weil die Natur den Menschen hervorbringt und nicht umgekehrt.

Ist das Baby geboren, ist es in jeder Hinsicht völlig von Dir abhängig.

Es kann sich nicht gezielt bewegen, die Gehirnstruktur bildet noch keine Gedanken und plötzlich wird es von Empfindungen wie Hunger, Durst, Unwohlsein und Unruhe überfallen. Im ersten Lebensjahr vollzieht sich daher eine rasante Entwicklung, um das Baby aus dieser kompletten Abhängigkeit zu bringen.

Dein Baby wird lernen:

  • Seine Bewegungen zu koordinieren
  • Physische Formen mit Namen zu verbinden
  • Menschen zu unterscheiden
  • Seinen Körper bis zum Aufrichten zu beherrschen
  • Unterschiedliche Nahrung zu verdauen
  • Gefühle voneinander zu unterscheiden

Das sind nur einige der Veränderungen, die einen Säugling zu einem Kleinkind heranwachsen lassen.

Obwohl sich das Kind jeden Tag körperlich und geistig ein wenig weiterentwickelt, lässt sich die Entwicklung bei einem Baby in verschiedene Stufen einteilen. Dabei ist ein Aspekt besonders wichtig.

Ein Wachstumsschub, der Babys reifen lässt, vollzieht sich nicht nach den Zeitvorgaben, die Du in Elternratgebern findest. Dort wird jeder Entwicklungsschub, den das Baby durchlebt, einer konkreten Lebenswoche zugeordnet, was problematisch ist.

Die menschliche Entwicklung richtet sich nicht nach unseren Vorgaben.

Der Mensch ist ein individuelles Wesen. Sein physisches und geistiges Wachstum hängt besonders in den ersten Lebensjahren von seinem Umfeld ab.

Darf sich das Kind in seinem eigenen Tempo entfalten, wird die Entwicklung vom Baby zum Kleinkind in anderer zeitlicher Abfolge verlaufen als bei einem Kind, das frühzeitig in die gesellschaftliche Struktur eingefügt wird.

Warum ist diese Tatsache so wichtig?

Weil Du lernen wirst, Dein Kind zu vergleichen. Du wirst gute Ratschläge von der Familie und Deinem Umfeld erhalten und Dich vielleicht fragen, wann Sich denn der nächste Entwicklungsschub bei dem Baby einstellen wird.

Gibst Du Dein Kind innerhalb des ersten Lebensjahres in eine Kindereinrichtung, gibt es eine ganze Liste von Fähigkeiten, die schon ausgebildet sein sollten. Damit Dein Kind besser in die Gruppenstruktur integriert werden kann.

Fazit: Kaum ist Dein Baby auf der Welt, wird seine Entwicklung anhand von Richtwerten gemessen. Woher kommen diese Werte?

Es sind Durchschnittswerte, die auf Erfahrungen anderer Menschen beruhen. Tausende von Kindern wurden in ihrer Entwicklung beobachtet.

Es wurde festgehalten, in welchen Lebenswochen sie bestimmte Verhaltensweisen entwickelten oder physische Veränderungen erkennen ließen.

Anhand der Entwicklung, die sich bei einem Baby vollzieht, wurden Durchschnittswerte ermittelt.

Obwohl manche Kinder schon im vierten Monat die ersten Zähnchen bekamen und andere mit sieben Monaten, hält sich heute die Erwartung, dass die ersten Zähne im Alter von sechs Monaten durchbrechen. Zeigen sie sich früher, ist das Baby anscheinend frühreif.

Sind sie mit sieben Monaten noch nicht durchgebrochen, kann etwas nicht stimmen. Lies dazu auf der Seite eltern.de einen Bericht, in dem der Kinderarzt Prof. Dr. Michael Hermanussen von Studien berichtet, die Wachstumsschübe bei einem Baby beschreiben.

Sie sagen sehr klar aus, dass zeitliche Abläufe nicht festgelegt werden können und sollten.

Jeder Entwicklungsschub bringt das Baby auf das nächste Level

Es sind Vergleiche, die unseren Kindern schon frühzeitig das Gefühl vermitteln, dass etwas mit ihnen nicht in Ordnung ist.

Obwohl sich das Kind auf individuelle Weise entwickelt, gibt ihm die Gesellschaft das Gefühl, nicht richtig zu sein. In Kindereinrichtungen wird das besonders deutlich, denn hier erlebt sich das Kind im ständigen Vergleich zu den Kindern seiner Gruppe.

Wird die Individualität des jungen Menschen nicht gestärkt, werden hier die Wurzeln für Minderwertigkeitsgefühle, Ängsten und die Unterdrückung der eigenen Fähigkeiten gelegt.

Deshalb ist dieses Thema für Dich als Mutter oder Vater so wichtig. Jeder Wachstumsschub, der sich bei Babys zeigt, wird sich auf individuelle Weise vollziehen.

Aber lass Dir nie einreden, wann es soweit sein sollte. Orientierst Du Dich an zeitlichen Vorgaben, wirst Du unsicher. Du beginnst, Dein Kind zu beobachten und fragst Dich, ob es physisch und geistig gesund ist.

Du wirst Dich verändern und Ungeduld ausstrahlen, weil Du eine gewisse Entwicklung beim Baby erwartest. Damit übst Du Druck aus. Genau den Leistungsdruck, an dem die meisten Menschen im späteren Leben zerbrechen.

Jeder Entwicklungsschub, der für das Baby notwendig ist, kommt. Ohne dass Druck ausgeübt werden muss.

Denke bitte über folgende Dinge nach, die Dein Baby von anderen Kindern unterscheiden:

  • Dein Baby war während Deiner Schwangerschaft in einem völlig anderen physischen und emotionalen Umfeld als andere Babys
  • Du hattest Deine Ernährung, andere Schwangere hatten ihre
  • Die Entbindung Deines Babys lief ganz anders ab als bei anderen Müttern
  • Du bist eine Mutter mit einer individuellen Vergangenheit
  • Du reagierst in Situationen anders als andere Mütter und prägst damit Dein Kind
  • Du hast in bestimmten Situationen andere Gefühle als andere Mütter und überträgst diese Wahrnehmung auf Dein Kind
  • Dein Kind trinkt seine Milch zu anderen Zeiten und in anderen Mengen als andere Babys
  • Dein Baby wird von einem anderen Umfeld beeinflusst als andere Kinder
  • Dein Baby hatte bei der Entbindung eine andere Größe und einen anderen Reifegrad als andere Kinder

Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Dein Baby ist nicht „die anderen“ und schon gar kein Durchschnitt.

Ständige Vergleiche, wann sich der nächste Entwicklungsschub bei dem Baby einstellt, zeugen von Angst, die dem Menschen der Industriegesellschaft eingeredet wurde.

Wir haben die Verbundenheit mit den natürlichen Lebensabläufen abgelegt, weil der Mensch die Kontrolle sucht und sich diese mit Maschinen scheinbar erreichen lässt. Das Leben lässt sich steuern, aber zu welchem Preis?

Dein Leben als Mutter wird nur aus Unsicherheit bestehen, wenn Du die Entwicklung beim Baby mit den Vorgaben von Entwicklungsratgebern vergleichst.

Dein Kind wird lernen, dass es nicht gut genug ist, denn der nächste Wachstumsschub ist noch nicht erreicht. Sobald sich dieser eingestellt hat, wird schon nach dem nächsten Wachstumsschub, der für das Baby ansteht, Ausschau gehalten.

Kannst Du erkennen, dass das kein gutes Leben für ein Kind sein kann?

Lass uns zusammenfassen: Ja, es gibt den Wachstumsschub bei Babys. Nein, er lässt sich zeitlich nicht festlegen.

Alle Kinder machen die gleichen Entwicklungen durch. Aber wie lange ein Wachstumsschub bei jedem Baby dauert und wann er sich vollzieht, das ist bei jedem Kind anders.

Entwicklung im ersten Lebensjahr – der Wachstumsschub bei einem Baby

1. Die erste große Veränderung stellt sich nach wenigen Wochen ein. Das Baby ist geboren und hat sich zuerst an seinen Körper und die Schwerkraft gewöhnt. Im nächsten Schritt erweitert es seine Aufmerksamkeit in Richtung Umwelt.

Es heißt, dass sich Babys mit ca. 5 Wochen stärker auf ihre Umgebung konzentrieren und Gegenstände erkennen, die sich bewegen. Auch hier sei wieder gesagt, dass Zeitangabe und die Art der Entwicklung beim Baby differieren können.

Manche Kinder bleiben sehr lange „bei sich“ und schenken ihrer Umgebung erst später ihre Aufmerksamkeit. Außerdem hängt ihr Verhalten auch von der Mutter ab. Fühlt sich diese tief mit dem Kind verbunden, wird das Baby von ihrer Zuwendung gesättigt und hat an äußeren Reizen erst zu späterer Zeit Interesse.

2. Der zweite Entwicklungsschub beim Baby betrifft die Körpermotorik und die Sinne des Kindes. Riechen, Schmecken und Tasten funktionieren in der 8. Lebenswoche schon viel besser, einige Wochen später sind auch das Hören und Sehen ausgereifter.

Dein Baby nimmt Geräusche deutlicher wahr, beobachtet Gesichter, greift nach seinen Füßchen, ergreift das erste Mal selbstständig kleines Spielzeug und schneidet Grimassen.

3. Beim dritten Wachstumsschub zeigt sich beim Baby verstärkt die bewusste Interaktion.

Dein Kind verfolgt Dich mit seinen Blicken und teilt seine Gefühle in differenzierter Weise mit. Es lächelt, beginnt zu brabbeln, quietscht und hat zunehmend Spaß an seinen stimmlichen Übungen.

Die Fingermotorik entwickelt sich und Dein Baby kann sich seine Finger gezielt in den Mund stecken. Es strampelt gerne und trainiert auf diese Weise seine Muskeln, nimmt den Kopf in Bauchlage vom Boden und wird zunehmend beweglicher.

4. Der vierte große Entwicklungsschub, den das Baby um die 19. Lebenswoche durchmacht, betrifft das Zahnen, das Körperwachstum und die orale Phase. Das heißt, dass Dein Baby alles, was es erreichen kann, in den Mund steckt, denn die ersten Zähnchen sind fast ausgebildet und stehen vor dem Durchbruch.

Dieser Entwicklungsschub kann bei dem Baby eine gesundheitliche Krise hervorrufen, die typisch für umwälzende Veränderungen ist.

In der Bauchlage kann Dein Nachwuchs den Kopf jetzt längere Zeit heben und die Umgebung beobachten. Erste Drehversuche gelingen aus eigener Kraft und Dein Baby wird wesentlich aktiver.

Jetzt beginnt auch die Phase, in der das Kind ganz gezielt Deine Nähe sucht, um sich sicher zu fühlen. Viele Ärzte befürworten zu diesem Zeitpunkt die Beikost, sodass Dein Baby zusätzlich zur Milch mit Obst- und Gemüsebrei ernährt wird.

Wie Du die erste Beikostmahlzeit gestalten kannst, findest Du hier:

5. Mit 6,5 Monaten erfolgt eine starke Entwicklung beim Baby, die seine Empfindungen betrifft. Es drückt Gefühle differenzierter aus, sodass Du seine Empfindungen sehr genau in Angst, Freude, Wut oder Trauer unterscheiden kannst.

Es interessiert sich sehr für die Ursache und Wirkung von Dingen und ist an allen Vorgängen in seiner Umgebung interessiert. Jetzt wird Dein Nachwuchs bewusst mit Dir spielen, indem es Gegenstände fallen lässt, die Du aufheben und ihm wiedergeben darfst.

Dabei entwickelt das Baby eine große Ausdauer und wird Dich lange beschäftigen.
Zu dieser Zeit kann das sogenannte Fremdeln auftreten.

Dein Baby unterscheidet mittlerweile sehr genau zwischen Familienmitgliedern und fremden Personen. Hier geht es um vertraute Energien der Familie und der Ausstrahlung anderer Personen, die sich ganz anders anfühlen kann.

Der sprachliche Bereich entwickelt sich ebenfalls weiter. Bei diesem Entwicklungsschub wird das Baby immer mehr Laute ausprobieren, lautstark brabbeln und quietschen.

6. Die 37. Lebenswoche steht für eine weitere große Veränderung im Leben Deines Kindes. Es beginnt zu krabbeln. Aber auch hier gilt, dass von einem Durchschnittswert niemals auf das eigene Kind geschlossen werden darf.

In seiner Entwicklung kann das Baby nämlich diesen Schritt auch überspringen und sich wenige Monate später gleich auf die Beine stellen. Der Entwicklungsschub kann sich beim Baby auch auf andere Weise sichtbar machen.

Das Robben auf dem Bauch ist nämlich für einige Kinder eine angenehmere Weise, die Wohnung zu erkunden. Die ersten Wörter können in verständlicher Weise artikuliert werden, aber auch hier ist jedes Kind verschieden.

Die Feinmotorik wird ausgeprägter und das Kind beginnt, sich im Scherengriff zu üben. Ist Dein Baby besonders neugierig, wird es versuchen, Dir bei der Fütterung den Löffel aus der Hand zu nehmen.

7. In der 46. Lebenswoche können die meisten Kinder sitzen und in dieser Position spielen. Ihr Aktionsradius und die Beweglichkeit werden größer. Durch diesen Wachstumsschub will das Baby immer in Deiner Nähe sein und versucht, Dich zu imitieren.

Jedes Möbelstück wird zu einem Objekt, an dem es sich hochziehen und auf die Beine stellen kann. In dieser Zeit ist besondere Vorsicht geboten, da Dein Nachwuchs die Folgen seines Handelns noch nicht absehen kann.

Der Pinzettengriff entwickelt sich, die Feinmotorik ist immer ausgereifter und soziale Interaktionen lassen sich deutlich erkennen.

8. Mit knapp einem Jahr stehen viele Kinder auf den Beinen und laufen an der Hand oder ohne Festhalten. Dein Baby ist aber auch völlig gesund, wenn es sich erst mit 15 Monaten entschließt, die Welt auf zwei Beinen zu erkunden.

Kinder haben in diesem Alter eine Vorliebe, mit Dingen zu werfen und versuchen sich nun sehr vehement durchzusetzen. Nicht selten gibt es Geschrei, wenn Grenzen gesetzt werden. Dein Baby spürt seine Freiheit und möchte diese auf allen Gebieten ausleben.

Dass es dabei mit bestimmten Grenzen vertraut gemacht werden muss, wird ihm nicht gefallen. Die sogenannte erste Trotzphase ist ein notwendiger Schritt in der Entwicklung, die jedes Baby durchläuft.

Der Drang nach Selbstbestimmung macht es im späteren Leben möglich, eigene Entscheidungen zu treffen. Grenzen sollten deshalb liebevoll gesetzt und erklärt werden, damit das Kind eine Begrenzung nicht verallgemeinert.

Durch jeden Entwicklungsschub wird ein Baby selbstständiger und nimmt mehr von seinen natürlichen Fähigkeiten in Besitz. Dieser Entwicklungsprozess verläuft im eigenen Tempo und sollte nie mit anderen Kindern verglichen werden.

Gib Deinem Baby Zeit, sich auf seine Weise zu entfalten. Es gibt viele Veränderungen im ersten Lebensjahr, die Ihr auf Eure Weise genießen sollt.

Mit gut einem Jahr wird Dein Baby ein Kleinkind sein, dass alleine isst und trinkt, Zähne hat, einige Worte spricht und möglicherweise schon läuft. Lass Dich überraschen, wie diese Dinge zustandekommen und genieße die Veränderungen.

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Ein Pucksack gibt Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit, wie im Mutterleib, und unterstützt so einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

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Fahrradanhänger können in Kombination mit einer Babyschale schon kurze Zeit nach der Geburt benutzt werden. Sie sind nicht nur sicherer als Kindersitze sondern auch komfortabler.

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Ein Kinderwagen ist eine lohnenswerte Anschaffung. Doch gibt es die verschiedensten Modelle auf dem Markt. Finde heraus, welcher der richtig.

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