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Schwangerschaft

Mehrlingsschwangerschaft

Eine Mehrlingsschwangerschaft, bei der zwei oder mehr Kinder in einer Schwangerschaft heranwachsen, kommt sehr selten vor. Wann kann erkannt werden, […]

Mehrlingsschwangerschaft

Mehrlingsschwangerschaft

Eine Mehrlingsschwangerschaft, bei der zwei oder mehr Kinder in einer Schwangerschaft heranwachsen, kommt sehr selten vor. Wann kann erkannt werden, ob eine Frau mit Zwillingen, Drillingen oder Vierlingen Schwanger ist? Was muss bei solch einer Schwangerschaft beachtet werden? Hier werden Dir die wichtigsten Fragen beantwortet.

Was ist eine Mehrlingsschwangerschaft?

Mehrlinge sind zwei oder mehr Kinder, die sich gleichzeitig entwickeln und kurz hintereinander zur Welt kommen.
Bei einem Zwillingspaar sind lediglich 30% eineiig. Eineiige Kinder haben die selbe Blutgruppe, das gleiche Geschlecht und unterscheiden sich auch vom Äußeren kaum. Eineiige Zwillinge entstehen  bei der Zellteilung per Zufall, das Auftreten von zweieiigen Zwillingen ist oft erblich bedingt.
Mehrlingsschwangerschaften mit Drillingen, Vierlingen oder mehr Babys können aus verschiedenen Kombinationen eineiiger und zweieiiger Babys bestehen.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, mit Zwillingen, Drillingen oder Vierlingen schwanger zu werden?

Nach der sogenannten Helling-Regel ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillingsschwangerschaft 1 zu 85%. Eine unter 7.000 Schwangerschaften ist eine Drillingsschwangerschaft und eine unter 600.000 ist eine Vierlingsschwangerschaft.
Die Zahl der Mehrlingsschwangerschaften hat sich in den letzten Jahrzehnten allerdings um einiges erhöht. Dies ist auf vermehrte Hormonbehandlungen und künstliche Befruchtungen zurückzuführen.
Laut Angaben des Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2015 elf Vierlingsgeburten.

Bei Frauen, die älter als 35 Jahre alt sind und bereits ein Kind oder Mehrlinge geboren haben, ist die Wahrscheinlichkeit für eine (erneute) Mehrlingsschwangerschaft erhöht.

 

Anzeichen für eine Mehrlingsschwangerschaft

Viele Frauen stellen sich die Frage ob man eine Mehrlingsschwangerschaft merkt. Zwar gibt es keine konkreten Anzeichen für eine Mehrlingsschwangerschaft, einige Hinweise können jedoch trotzdem darauf deuten. So ist bei einer Mehrlingsschwangerschaft deutlich mehr HCG im Blut der Frau, was häufig auch zu einer sehr frühen Übelkeit führt. Auch findet die Gewichtszunahme bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen, Drillingen oder auch mehr Babys früher statt.

 

Wie verläuft eine Mehrlingsschwangerschaft?

Mehrlingsschwangerschaften werden von Ärzten als Risikoschwangerschaft eingestuft, weil der Schwangerschaftsverlauf für Mehrlinge gewisse Gefahren birgt. Die Mehrlingsschwangerschaft stellt außerdem für die werdende Mutter eine wesentlich größere Belastung dar.

Welche Komplikationen können bei Mehrlingsschwangerschaften auftreten?

Es kommt sehr häufig bei einer Mehrlingsschwangerschaft durch einen vorzeitigen Blasensprung oder eine Zervixinsuffizienz häufig zu einer Frühgeburt.

Es gibt außerdem Unterschiede darin wie lange eine Frau mit Mehrlingen schwanger ist. Während eine einfache Schwangerschaft durchschnittlich 267 Tage dauert, verkürzt sie sich bei Zwillingen auf etwa 262 Tage und bei Drillingen auf 247 Tage.

Des Weiteren kann es bei einer Mehrlingsschwangerschaft zu
– Wachstumsstörungen
– Fehlgeburten
– Fehlbildungen
– Einem intrauterinen Fruchttod oder
– Einer seltenen Durchblutung und Ernährungsstörung kommen (fetofetales Transfusionssyndrom, FFTS).

Beim FFTS entwickelt sich ein ungeborenes Kind auf kosten, der anderen Kinder. Die Schwächeren bleiben in ihrer Entwicklung zurück.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für eine Frau mit einer Mehrlingsschwangerschaft?

Mehrlingsschwangerschaft

Ist eine Frau mit zwei oder mehreren Kindern schwanger, bekommt sie eine besonders intensive, medizinische Behandlung und Betreuung. Beispielsweise werden die Vorsorgeuntersuchungen in einem kürzeren Abstand durchgeführt. So kann ein Arzt schneller eingreifen, wenn es zu Komplikationen kommen sollte.

Ärzte versuchen generell eine Mehrlingsschwangerschaft so lange wie möglich zu erhalten, damit die Kinder bei der Geburt weit entwickelt sind. In vielen Fällen lässt sich jedoch eine Geburt zu einem früheren Zeitpunkt nicht vermeiden, zum Beispiel wenn ein Kind nicht ausreichen versorgt wird oder frühzeitig Wehen eintreten. Medikamente können dabei helfen, die Lunge der Babys schneller reifen zu lassen. So können die Babys nach der Geburt besser Atmen.

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Über Kim Riehl

Kim ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer einjährigen Tochter Mila in Mainz. Sie gehen regelmäßig gemeinsam zum Babyschwimmen oder bauen Sandburgen im Sandkasten. Wenn die Autorin nicht gerade für den Elternkompass schreibt, liebt sie es zu fotografieren.

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