Das CTG als Untersuchungsmethode für Mutter und Kind

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In der Schwangerschaft und während der Geburt ist es wichtig, den Zustand von Mutter und Kind regelmäßig zu überprüfen. Das CTG kann dazu eine großartige Untersuchungsmethode sein, die die Herzfrequenz des Kindes misst und die Wehen der Mutter aufzeichnet. In diesem Beitrag erfährst Du viel über die CTG-Untersuchung und deren Anwendung.

Das ist ein CTG

Neben der Untersuchung mit dem Ultraschall ist die Kardiotokografie – kurz CTG – Standard bei der Überwachung und Betreuung der Schwangerschaft. Sie kommt insbesondere in den letzten Wochen der Schwangerschaft und während der Geburt zum Einsatz. Mit Hilfe des CTG-Geräts wird der Herzschlag des ungeborenen Kindes gemessen sowie die Wehentätigkeit der werdenden Mutter.

Bei dieser Untersuchungsmethode handelt es sich um eine biophysikalische und keine invasive Methode der Untersuchung, dementsprechend findet kein Eingriff in den Körper statt.

Das CTG dient unter anderem der Überwachung des Zustands des Fötus. Während der Untersuchung wird der Abstand zwischen zwei Herzschlägen des ungeborenen Kindes gemessen. Diese Messung wird auf die Frequenz des Herzens hochgerechnet und in einer Grafik ausgegeben. Die Auswertung des CTG setzt eine gewisse Erfahrung in der Interpretation voraus.

Wie läuft eine Untersuchung ab?

Die Aufzeichnung des CTG erfolgt durch zwei Messfühler, die jeweils mit einem Gurt vorsichtig auf dem Bauch der Schwangeren festgemacht werden. Mit Hilfe eines Ultraschallmikrofons, dem sogenannten Doppler-Ultraschall-Transducer, wird die Herzfrequenz gemessen und aufgezeichnet.

Ein Drucksensor ermöglicht es zudem, die Kontraktionen der Gebärmutter, aus den Spannungen der Bauchdecke zu ermitteln. Aktuelle Ausführungen der Geräte können nicht nur die Herzfrequenz des Babys messen, sondern auch die Bewegungen des ungeborenen Kindes darstellen. Dadurch kann der Gesundheitszustand des Fötus noch besser eingeschätzt werden.

Die Messungen finden lediglich durch Sensoren statt, die auf der Haut aufliegen. Deshalb ist die Untersuchung nicht mit Schmerzen verbunden und für Mutter und Baby ungefährlich. Das CTG gehört zu den nicht-invasiven Methoden der Pränataldiagnostik und dauert circa 20-30 Minuten.

Aufzeichnung der Herztöne

Mit einem speziellen Mikrofon, dem Doppler-Ultraschall-Transducer, werden die Herztöne des Babys aufgezeichnet. Dieses Mikrofon sendet Ultraschallsignale, die vom Herzen des Fötus reflektiert werden. Das Ultraschallgerät empfängt diese Signale dann wieder.

Hat Dein Arzt Lautsprecher an das Gerät angeschlossen, dann kannst Du die Herztöne Deines Babys während der Untersuchung hören. Das ist für werdende Mütter ein unglaublich besonderer Moment, wenn sie zum ersten Mal das Herz ihres Babys schlagen hören.

Neue CTG-Geräte können neben den Herztönen auch die Kindesbewegungen aufzeichnen. Diese besonderen Aufnahmegeräte heißen Kineto-Kardiotokographen, kurz K-CTG. Durch die aufgenommenen Bewegungen kann der Arzt auf den Gesundheitszustand schließen und während der Geburt einschätzen, wie es dem Baby geht und ob es ausreichend versorgt ist.

Aufzeichnung der Wehen

Die Aufzeichnung der Wehen gelingt über den Wehenmesser eines CTG-Geräts. Mit jeder Wehe drückt sich die zusammenziehende Gebärmutter gegen die Bauchdecke der werdenden Mutter. Das CTG errechnet aus diesen gemessenen Spannungen die Kurve der Wehen und ermittelt so die Häufigkeit und Länge der Wehen.

Das CTG in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft wird von den meisten Frauenärzten ein CTG ab der 30. SSW gemacht, um den Gesundheitszustand und die Sauerstoffversorgung des Babys zu überprüfen. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, beispielsweise bei Schwangerschaftsdiabetes, vorzeitigen Wehen oder Mehrlingen, wird die Untersuchung bereits ab der 25. SSW durchgeführt. Bei der Überschreitung des Geburtstermins wird ebenfalls eine Untersuchung mithilfe des CTG-Geräts statt.

Das CTG während der Geburt

Auch während der Geburt kommt das CTG zum Einsatz, denn es kann die Häufigkeit, Länge und Stärke der Wehen messen. Sind die Wehen regelmäßig und stark beginnt der Arzt mit der Untersuchung durch das CTG.

Gib es keine Auffälligkeiten, ist die Untersuchung genauso schnell wie in der Schwangerschaft nach circa 30 Minuten beendet. Danach wird sie alle 2 Stunden wiederholt, um die Wehen und das Fortschreiten der Geburt im Blick zu behalten.

Befindet sich die Geburt in der Austreibungsphase, wird in der Regel fortlaufend ein CTG geschrieben. In dieser Phase der Geburt kann es passieren, dass der Mutterkuchen oder die Nabelschnur schlecht durchblutet sind und daher nur wenig Blut und damit Sauerstoff zum Kind gelangt. Ein solcher Sauerstoffmangel lässt sich anhand des CTGs an einer abfallenden Herzfrequenz beobachten.

Die grafische Ausgabe der Werte, die ein CTG liefert, zeigt dem Arzt oder der Hebamme an, ob sie eingreifen müssen, oder ob alles gut verläuft. So können sie verhindern, dass es zu Geburtskomplikationen kommt und ein Sauerstoffmangel beim Baby wird rechtzeitig erkannt.

Oftmals wird bei auftretenden Komplikationen ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Das ist bestimmt nicht die ideale Vorstellung einer Geburt für werdende Mütter. Die Hauptsache ist aber, dass das Baby gesund auf die Welt kommt und Mutter und Kind nach der Geburt wohlauf sind.  

Hast Du eine Risikoschwangerschaft, ist es möglich, dass Du während der gesamten Geburt am CTG angeschlossen bist. So kann sichergestellt werden, dass Dein Baby während der Geburt ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Die gewonnenen Daten des CTG

Die aus der Untersuchung ermittelten Daten müssen von Ärzten und Hebammen richtig interpretiert werden. Um einen Überblick über die gesamte Situation zu bekommen, ist es wichtig, die gewonnen Daten aus dem CTG mit anderen Befunden zusammen zu betrachten. Eine Zusammenschau aller Untersuchungen gibt den besten Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand des Fötus.

Bei abweichenden oder weniger optimalen Werten besteht die Gefahr, dass etwas unerfahrene oder ungeübte Ärzte, Hebammen oder Geburtshelfer die Ergebnisse vorschnell oder falsch interpretieren. Dann kann es sein, dass ein Kaiserschnitt einer natürlichen Geburt vorgezogen wird, obwohl das eigentlich nicht hätte sein müssen.

Nichtsdestotrotz steht im Fokus, dass das Kind gesund auf die Welt kommt und das gelingt eben auch mit einem Kaiserschnitt. Gerade in der Hand erfahrener Ärzte und Hebammen ist das CTG eine wertvolle Methode zur Überprüfung des Gesundheitszustands des Kindes und der Überwachung der Wehentätigkeit der werdenden Mutter.

FAQ zum Thema CTG

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