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Familienprobleme



Familienprobleme

Die Zeit nach der Geburt ist intensiv und kann die schönste im Leben von Eltern sein. Doch egal, wie gut sich Eltern auf das neue Familienmitglied vorbereiten, die veränderte Situation kann auch schnell zu Familienproblemen führen. Dazu gehören postnatale Depressionen, Beziehungsprobleme, Eifersucht unter Geschwistern und später auch Trennung mit Kind oder das Zusammenleben als Patchworkfamilie. Familienprobleme können viele Ursachen haben, deswegen findest Du hier Artikel zu verschiedenen Themen, die sich nicht nur damit beschäftigen, wie Du Familienprobleme vermeiden kannst, sondern vor allem, wie Du damit umgehen und sie eventuell auch lösen kannst.

 

Postnatale Depressionen

So sehr sich Frauen während der Schwangerschaft auf ihr Baby freuen, das ist leider kein Garant, dass das auch noch nach der Geburt so ist. Mütter, die an postnataler Depression leiden, fühlen sich u.a. ängstlich, unglücklich, gereizt, antriebslos, überfordert und haben das Gefühl, dass ihnen ihr Baby fremd ist. Die postnatale Depression tritt bei einigen bereits direkt nach der Geburt auf, andere kümmern sich aber auch wochenlang liebevoll um ihr Baby bis die ersten Symptome auftreten. Postnatale Depressionen sind nicht zu verwechseln mit dem Baby Blues. Dieser tritt meist kurz nach der Geburt ein und hält normalerweise nur einige Tage an.

Einige junge Mütter haben ein schlechtes Gewissen, weil sie so wenig für ihr Baby empfinden und versuchen, nach Außen die glückliche Mutter zu spielen. Leider führt das häufig noch zu einer Verschlechterung der postnatalen Depression.

Zur Behandlung bieten sich verschiedene Therapieformen an, die die Betroffene mit ihrem Arzt absprechen sollte. In weniger schweren Fällen kann auch schon mehr Unterstützung im Alltag helfen um die Symptome zu mildern.

Mehr Infos zur postnatalen Depression erhältst Du hier.

 

Familienprobleme – wenn aus Paaren Eltern werden

Junge Eltern müssen ihren Alltag umstrukturieren, wenn ein Baby da ist und sich an die große Verantwortung, die sie jetzt tragen, gewöhnen. Leider führt die neue Situation bei vielen Paaren zu Familienproblemen.

In den meisten Fällen bleibt die Mutter in den ersten Monaten zu Hause, während der Vater weiterhin arbeiten geht. Zu den Gründen zählen das meist höhere Einkommen des Mannes, aber auch die Vorteile des Stillens. Familienprobleme entstehen dann durch die neue Rollenverteilung: Der Partner der zu Hause bleibt, kümmert sich um das Baby und versucht nebenbei den Haushalt zu schmeißen, während der andere Partner seiner Arbeit nachgeht.

Da der arbeitende Partner tagsüber ausgeschlafen sein muss, übernimmt der andere meistens auch die Nachtschichten mit Baby. Das Ergebnis ist Überforderung auf Seiten des zu Hause Bleibenden. Er hat das Gefühl, wenig unterstützt zu werden und fühlt sich übermüdet und erschöpft. Der Arbeitende hingegen kommt erschöpft von der Arbeit und fragt sich, warum der Partner es nicht geschafft hat die Spülmaschine auszuräumen, obwohl er doch den ganzen Tag zu Hause war.

Das ist eine Patt-Situation aus der Paare nur mit guter Kommunikation und einer guten Portion Verständnis rauskommen. Der Arbeitende muss verstehen, dass sein Partner nach wie vor einen Job hat: Das Baby. Und dieser Job ist nicht nach acht Stunden rum, sondern geht Tag und Nacht weiter. Deshalb sollte der Partner, der weiterhin arbeiten geht, trotzdem seinen normalen Alltagspflichten nachkommen und versuchen, seinen Partner zu entlasten.

Ein weiterer Grund für Familienprobleme ist fehlende Romantik. Paare müssen sich auch ohne Baby bemühen, sich nicht im Alltag zu verlieren, sondern sich Zeit füreinander zu nehmen. Mit Baby wird es schwerer Zeit für sich als Paar zu finden, das ist aber nun noch wichtiger als zuvor. Schnell verlieren sich Paare im Elternsein, sie sorgen sich um das geliebte Kind und sind so ausgelastet, dass Aktivitäten, wie romantisch essen gehen oder kuscheln, schnell vergessen werden. Deshalb ist es wichtig, sich schon früh um einen geeigneten Babysitter umzusehen und Zeit zu zweit einzuplanen, in der die Eltern mal wieder nur ein Paar sein können.

Was sich für junge Eltern alles ändert, wenn das Baby da ist, erfährst Du hier.

Das Grundrezept für ein harmonisches Familienleben ist gute Kommunikation, Verständnis und eine gute Planung. Das ist zwar kein Garant für eine funktionierende Partnerschaft, aber auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Geschwisterneid – Wenn ein neues Geschwisterchen kommt

Ein neues Geschwisterchen ist unterwegs – da ist die Freunde in der Familie erstmal groß. Die große Schwester oder der große Bruder freut sich über den neuen Spielkameraden und wartet sehnsüchtig, dass die Schwangerschaft endlich geschafft ist.

Dann ist es soweit, das kleine Geschwisterchen ist da. Viele Kinder sind nun fasziniert und begeistert über das kleine süße Wesen. Allerdings macht sich nun auch schnell Enttäuschung breit, denn das kleine Geschwisterchen schläft sehr viel und wird liebevoll von den Eltern umsorgt. Nun fühlen sich viele Kinder weniger geliebt, denn das Baby braucht sehr viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Nicht selten beginnen nun die älteren Geschwister auch wieder mehr zu quengeln, denn Mama und Papa nehmen das Kleine sofort auf den Arm, wenn es das macht.

Leider reagieren Eltern bei dem großen Geschwisterchen nun genervt und können sein Verhalten nicht nachvollziehen. In dieser Situation sollten Eltern ihrem Kind ganz genau die neue Situation erklären und ihm versichern, dass sie es immer noch genau so sehr lieben wie zuvor, aber das Baby erstmal viel Aufmerksamkeit braucht.

Viele Kinder freuen sich auch, ihre Eltern bei der neuen Situation unterstützen zu können und zum Beispiel beim Windeln wechseln zu helfen. Dadurch fühlen sie sich gebraucht und können, trotz Baby, etwas gemeinsam mit ihren Eltern machen.

 

Familienprobleme – Trennung mit Kind

 

Die Trennung

Vielleicht gehörst auch Du zu den Eltern, die leider keine gemeinsame Zukunft miteinander sehen können. Besonders, wenn ein Kind mit im Spiel ist, ist die Scheidung eine sehr schwierige Entscheidung vor der sich viele Eltern scheuen. Natürlich ist eine Trennung eine schwierige Sache für Kinder, doch nur für das Kind zusammen zu bleiben, macht auch keinen glücklich.

Wichtig ist aber, dass Du und Dein Ehemann es dem Kind zusammen erklärt. Kinder fühlen sich schnell schuldig an der gescheiterten Ehe der Eltern. Erklärt ihm, dass es nicht an ihm liegt. Besonders wichtig ist es zu betonen, dass ihr zwar nicht mehr Mann und Frau, aber nach wie vor Vater und Mutter bleibt. Und als Eltern müsst ihr auch zuverlässig bleiben und wenn nötig kooperieren – für Euer Kind. Besonders wichtig ist es hier, die Wut oder Enttäuschung, die bei Dir durch Deinen Expartner ausgelöst wurde, nicht auf Dein Kind zu übertragen. Kinder sollten aus den Konflikten der Eltern rausgehalten werden.

Scheidungen treffen Kinder wie ein Schlag. Sie haben das Gefühl, dass ihre Welt zusammenbricht. Verlustängste können einen Resultat davon sein. Deshalb sollten Du und Dein ehemaliger Partner an einem Strang ziehen und die Situation für Euer Kind so leicht wie möglich zu machen, zum Beispiel indem es das Elternteil, das auszieht, nach wie vor so oft sehen kann, wie es möchte. Mit der richtigen Unterstützung durch die Eltern können Kinder eine Scheidung nach einer Weile gut verkraften.

Zu den 10 Tipps, die Kindern das Leben während der Trennung der Eltern erleichtern.

 

Plötzlich alleinerziehend

Ob Du es geplant hast, Dein Kind alleine aufzuziehen, oder es mit dem Partner einfach nicht geklappt hat: Alleinerziehende haben es nicht einfach, vor allem, wenn das andere Elternteil garnicht mehr zur Verfügung steht, oder nur selten.

Ja, es ist schwer und ja, es ist Dir sicher manchmal alles zuviel – das geht sogar verheirateten Eltern oft so – aber Du hast ja keine Wahl also brauchst Du eine gute Strategie, damit Du und Dein Kind diese Jahre zusammen genießen könnt.

Es ist jetzt besonders wichtig, Menschen um sich zu haben, die für einen da sind oder auch mal als Babysitter einspringen können. Besonders schön sind hier Mutterkreise oder Vatertreffs, wo Du Dich austauschen kannst. Oft ergeben sich daraus auch tolle Bekanntschaften, wo jeder mal auf das Kind eines anderen aufpasst.

Eine gute Organisation ist das A und O. Strukturiere Deinen Alltag und vergiss nicht, Dir auch mal eine Ruhepause einzuplanen (natürlich ist das für Alleinerziehende nicht ganz so einfach). Und das wichtigste: Erwarte nicht zu viel von Dir! Alleinerziehend zu sein, bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung alleine zu tragen. Du kannst nicht alles perfekt machen und vielleicht bleibt auch mal der Haushalt liegen. Das ist okay, für Dein Kind ist es viel wichtiger, dass Du Zeit für es hast und auch mal durchatmen kannst.

Acht Tipps für Alleinerziehende.

 

Familienprobleme – so klappt’s auch mit dem neuen Partner

Besonders, wenn Dein Kind die Trennung miterlebt hat, es es schwer für es, wenn ein neuer Partner ins Haus kommt. Kinder haben Angst ersetzt zu werden oder auch, dass die Kinder des neuen Partners plötzlich genau so wichtig für Mama oder Papa sind, wie sie selber. Deshalb informieren wir Dich darüber, wie es auch mit dem neuen Partner oder der neuen Familie klappt.

 

Was passiert, wenn ich einen neuen Partner habe?

Du hast einen neuen Partner und fragst Dich, wie Dein Kind auf ihn oder sie reagiert? Wahrscheinlich erstmal nicht so gut, denn viele Kinder träumen noch lange davon, dass Mama und Papa wieder zusammenkommen. Im Notfall wird hier also nochmal ein Gespräch mit Deinem Kind möglich, in dem Du ihm die ganze Situation erklärst.

Dein Kind braucht Zeit, um sich an den neuen Partner zu gewöhnen. Dabei sollten Dein Kind aber immer an erster Stelle für Dich stehen, denn genau das braucht es jetzt. Viele Kinder haben nun Angst, dass der neue Partner wichtiger für ihr Elternteil ist, als sie. Nimm Deinem Kind diese Angst und gib ihm Sicherheit.

 

Familienprobleme? So funktioniert die Patchworkfamilie

Bevor Du es mit der Patchworkfamilie versuchst, sollte Dein Kind sich an Deinen neuen Partner gewöhnt und akzeptiert haben. Deshalb solltest Du ihm genügend Zeit geben, bis Du und Dein neuer Partner entscheidet, dass ihr zusammenziehen möchtet.

Die Position Deines Kindes oder Deiner Kinder ändert sich in der Patchworkfamilie. Für Dich als Elterteil ist es nun wichtig Deinem Kind weiterhin zu zeigen, wie wichtig es für Dich ist. Das bedeutet einen Spagat, denn in einer Patchworkfamilie sollten alle Kinder gleich behandelt werden, um Streitigkeiten zu vermeiden. Dennoch gilt erstmal, dass Dein Kind für Dich im Vordergrund stehen sollte.

Ein weiteres Problem ist, dass Du und Dein neuer Partner gemeinsam Regeln besprechen und aufstellen müsst, die dann für alle Kinder gelten. Das ist oft garnicht so einfach. Durfte ein Kind vorher etwas und jetzt in der neuen Familie nicht mehr, fühlt es sich schnell unfair behandelt und reagiert wütend oder traurig. Deshalb sollten Du und Dein Partner auch schon vor dem Zusammenziehen klären, ob Eure Erziehungsvorstellungen weitestgehend übereinstimmen oder angeglichen werden können.

Mehr Tipps zur Patchworkfamilie findest Du hier.

 

Familienprobleme

Wenn ein Baby da ist, kommt es schnell zu Familienproblemen. Eltern und Geschwister müssen sich an die neue Situation gewöhnen. Der Alltag verändert sich und gute Kommunikation, Planung und auch Verständnis füreinander ist wichtiger als zuvor. Leider lassen sich Familienprobleme nicht immer vermeiden oder beheben, aber Eltern können so gut sie können damit umgehen, um es ihren Kindern leichter zu machen.

Deswegen haben wir viele Infos für Dich gesammelt, in denen Du erfährst, wie es zu verschiedenen Familienproblemen kommen kann und wie Du bestmöglich mit ihnen umgehen kannst.

 

Quellen

www.postnatale-depression.ch/de

www.spiegel.de

www.trennung.de

www.familienhandbuch.de